{"id":10004,"date":"2011-11-16T22:03:18","date_gmt":"2011-11-16T21:03:18","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=10004"},"modified":"2011-11-16T22:03:18","modified_gmt":"2011-11-16T21:03:18","slug":"evelyn-schlag-und-funfzig-jahre-osterreichische-gesellschaft-fur-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=10004","title":{"rendered":"Evelyn Schlag und f\u00fcnfzig Jahre \u00f6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Literatur"},"content":{"rendered":"<p>Evelyn Schlags neuer Roman &#8220;Die gro\u00dfe Freiheit des Ferenc Puskas&#8221;, ist bisher fast genauso an mir vorbeigegangen, wie die Tatsache, da\u00df die Gesellschaft f\u00fcr Literatur das f\u00fcnfzigj\u00e4hrige Jubil\u00e4um feiert. Beides stimmt nicht ganz, war die Lesung ja im \u00d6GS-Programm angek\u00fcndigt und ich bin auch heute hingegangen und da\u00df die \u00f6sterreichische Gesellschaft f\u00fcnfzig wird, war vorigen Mittwoch im Kulturjournal, das ich mir zwischen dem Frauengesundheitsgespr\u00e4ch und der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/09\/buch-wien-eroffnung-2011\/\">Buch-Wien-Er\u00f6ffnung<\/a> anh\u00f6rte und dabei wurden auch die beiden Festveranstaltungen am vorigen Mittwoch und am Donnerstag angek\u00fcndigt, da ich geistig aber schon auf der Buch-Wien war, habe ich weggeh\u00f6rt und mich nur gewundert, da\u00df die \u00d6GL ihre Festveranstaltung in Buchmessezeiten macht. Am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/11\/ehrenpreis-des-buchhandels-und-zweiter-messetag\/\">Freitag<\/a> hat mir dann Gerlinde Tamerl noch von einem Festakt erz\u00e4hlt, zu dem sie hingehen w\u00fcrde und am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/13\/vierter-messetag\/\">Sonntag<\/a> habe ich Helmuth A. Niederle auf der Buch-Wien getroffen, der dort eine Veranstaltung moderierte, richtig dazugekommen mir die Ank\u00fcndigungen zu den beiden Festveranstaltungen anzusehen, bin ich erst heute, als ich mich entschieden hatte, nicht in die Alte Schmiede zum fr\u00f6hlichen Wohnzimmer mit Ilse Kilic, Fritz Widhalm und G\u00fcnter Vallaster zu gehen, sondern in die Gesellschaft f\u00fcr Literatur, denn \u00fcber den neuen Schlag-Roman, habe ich zwar schon gelegentlich geh\u00f6rt, er wurde aber weder bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/17\/zwanzig-jahre-rund-um-die-burg\/\">Rund um die Burg<\/a> noch in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/17\/buchmessen-surfing\/\">Frankfurt<\/a> und auch nicht auf der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/10\/erster-messetag-2\/\">Buch<\/a>&#8211;<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/12\/dritter-messetag\/\">Wien<\/a> vorgestellt und da ich an mich selbst den Anspruch stelle, \u00fcber alles ein wenig Bescheid zu wissen, bin ich hingegangen, denn die 1952 in Waidhofen an der Ybbs geborene und  dort lebende Evelyn Schlag ist sicher interessant und ich kenne ihre Gedichte und ihre Romane schon sehr lange und habe \u00fcber einen auch schon hier <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/09\/buchbesprechung-und-todesfall\/\">gefl\u00fcstert<\/a>, den mir Trude Kloiber einmal zu Geburtstagsfest brachte, dann habe ich noch &#8220;Die g\u00f6ttliche Ordnung der Begierde&#8221; gelesen und war auch in einigen anderen Schlag-Lesungen. Schreibwerkst\u00e4tten macht sie glaube ich auch.<br \/>\nManfred M\u00fcller, der die Veranstaltung moderierte, betonte in seiner Einleitung, da\u00df es ein eher ungew\u00f6hnlicher Schlag Roman sei, der wie ein kleiner Entwurf beginnt und in einem  Opus Magnum \u00fcber die gro\u00dfen Themen der Zeit endet und nannte die Fl\u00fcchtlingsproblematik und der Roman handelt, worauf schon der Titel hinweist, vom Ungarn Aufstand 1956. Da\u00df es sich bei Ferenc Puskas um einen ber\u00fchmten Fu\u00dfballer handelt, habe ich dem anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4ch entnommen, bei Fu\u00dfball kenne ich mich ja nicht aus und der Roman spielt, erz\u00e4hlte Manfred M\u00fcller weiter auch in mehreren Ebene. Eine ist 2008 und da beginnt es auch mit einer Begegnung an einer Tankstelle, wo ein Rechtsanwalt, der seine Freundin zum Flughafen bringt und nicht sicher ist, ob sie ihn vielleicht betr\u00fcgt, einem verwirrten alten Mann, der Laszlo F\u00f6ldesch hei\u00dft, begegnet und der ist zehnj\u00e4hrig mit seinen Eltern 1956 nach \u00d6sterreich gekommen. Dann gibt es eine Ebene, die vom Ungarnaufstand handelt und eine von Edelka und  Istvan F\u00f6ldesch und ihrem Sohn Laszlo, die in einer Milchverwertungsgesellschaft in \u00d6sterreich arbeiten und dort kommt die kleine Katharina mit ihrer Gro\u00dfmutter hin, um K\u00e4se einzukaufen, philosophiert altklug vor sich hin und begegnet dem Ungarnbub auf seinem Rad.<br \/>\nWie immer ist Evelyn Schlag sehr sprachgewaltig, zum Beispiel werden die Farben  sehr sch\u00f6n beschrieben, wird da ja t\u00fcrkis gr\u00fcn der Wermutheidechse genannt.<br \/>\nSie hat wie sie im Gespr\u00e4ch mit Manfred M\u00fcller erz\u00e4hlte,  drei Jahre an dem Roman gearbeitet und wollte eigentlich etwas von einer fliegenden Bibliothekarin schreiben, aber da ist in der ersten Szene ein Laszlo aufgetaucht, so da\u00df sie zu recherchieren begann und ein Buch \u00fcber den Ungarnaufstand machte. Sehr interessant und auch spannend, wie unbekannt dieser Roman einer bleiben konnte, die in der letzten Zeit in sehr vielen Literaturveranstaltungen war. Manfred M\u00fcller nannte, wie schon erw\u00e4hnt, das Buch ein Opus Magnum, worauf Evelyn Schlag den kopfsch\u00fcttelnd meinte, da\u00df es h\u00f6chstens ein Suppenw\u00fcrfel eines Opus Magnums w\u00e4re, was ja auch eine sehr sch\u00f6ne Wortsch\u00f6pfung ist und Doderer wurde in der Diskussion nat\u00fcrlich auch erw\u00e4hnt, der Rechtsanwalt liest, die &#8220;D\u00e4monen&#8221; und bei Doderer gibt es offenbar auch eine Edelka und Evelyn Schlag scheint sich auch  mit Doderer sehr besch\u00e4ftigt haben.<br \/>\nanfred M\u00fcller meinte noch, da\u00df es sehr wenige Romane \u00fcber den Ungarnaufstand gibt, aber da habe ich einen von Alois Vogel gelesen und Ivan Ivanji hat bei Picus auch 1999 &#8220;Ein ungarischer Herbst&#8221; herausgebracht.<br \/>\nBei den Feiern zu vierzig Jahre Gesellschaft der Literatur bin ich gewesen. Da gab es eine im Radio Kulturhaus, wo glaube ich, vierzig Autoren lasen und das Buffet in den in internen R\u00e4umen f\u00fcr die lesenden Autoren gerichtet war, w\u00e4hrend sich das Publikum im Foyer ein Glas Wein kaufen konnte. Marianne Gruber war aber auch in der Sendung von Tag zu Tag und da habe ich, glaube ich, sogar angerufen und noch ein Detail gibt es zu erw\u00e4hnen, die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_zwillingswelten.html\">&#8220;Zwillingswelten&#8221;<\/a>, habe ich, als ich am Montag eine kleine Aussendung machte, nicht mehr an die Gesellschaft f\u00fcr Literatur geschickt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evelyn Schlags neuer Roman &#8220;Die gro\u00dfe Freiheit des Ferenc Puskas&#8221;, ist bisher fast genauso an mir vorbeigegangen, wie die Tatsache, da\u00df die Gesellschaft f\u00fcr Literatur das f\u00fcnfzigj\u00e4hrige Jubil\u00e4um feiert. 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