{"id":10212,"date":"2011-11-27T16:12:35","date_gmt":"2011-11-27T15:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=10212"},"modified":"2011-11-27T16:12:35","modified_gmt":"2011-11-27T15:12:35","slug":"erich-fried-preis-an-thomas-stangl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=10212","title":{"rendered":"Erich Fried-Preis an Thomas Stangl"},"content":{"rendered":"<p>Heute also die Preisverleihung im Literaturhaus, die den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/24\/erich-fried-special\/\">Erich-Fried-Tagen<\/a> und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/25\/short-cuts-eroffnung\/\">Kurze Prosa<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/26\/short-cuts-i\/\">Festival<\/a> der vergangenen Tage folgten. Kurz vor elf bin ich an der Prominenz vorbei in die Biblitothek gegangen und in der dritten Reihe einen Platz hinter Josef Haslinger und Herbert J. Wimmer gefunden, so da\u00df ich die Gelegenheit nutzen konnte, Josef Haslinger zu fragen, was eigentlich der Unterschied zwischen einer Short Story und einer Kurzgeschichte ist und h\u00f6rte heraus, da\u00df es ohnehin das ist, was ich dachte. Lauter schriller amerikanischer oder aber auch die amerikanische Tradition, die, wie das kreative Schreiben einen gro\u00dfen Einflu\u00df auf das deutsche Schreiben und die deutschsprachigen Autoren hat. Inzwischen mehrte sich der Unmut unter den Stammbesuchern, weil fast alle Pl\u00e4tze reserviert waren. Vierzig geladene G\u00e4ste erkl\u00e4rten mir die Bibiane und Robert Huez, da mu\u00df man reservieren. Wenn man aber als literarisch Interessierter keinen Platz bekommt, ist das auch nicht gut. Dann war es aber, wie ich mir ohnehin dachte, zu gut gemeint und es blieben noch einige Pl\u00e4tze frei. Die Droschls waren aber da, Christel Fallenstein, Rolf Schwendter und sogar Klaus Wagenbach, war der \u00e4ltere Herr, der mir schon die letzten Tage aufgefallen ist, aber erst den Hinweis vom Josef brauchte, der mir erz\u00e4hlte, da\u00df er damals am 4. 11. auch nicht bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/04\/sv-cocktail-krilit-alpha-literaturpreis\/\">Alpha<\/a> hineingekommen ist. Inzwischen begr\u00fc\u00dfte Robert Huez Publikum und Festg\u00e4ste und \u00fcberreichte Anne Zauner, die das Programm kuratierte einen Blumenstrau\u00df, die ja bewirkte, da\u00df ich meine Einstellung zu Kurzgeschichten \u00fcberdenke und sehr viel Neues habe ich auch geh\u00f6rt dabei. Heinz Lunzer, der Pr\u00e4sident der internationalen Fried Gesellschaft, \u00fcberreichte Andrea Ecker vom Bundesministerium ein P\u00e4ckchen Stangl-B\u00fccher und wies das Publikum darauf hin, da\u00df sie zu Weihnachten nicht nur Christbaumkugeln, sondern auch B\u00fccher verschenken sollen und Andrea Ecker wieder auf den Auswahlfunktion, die solche Preise haben und zitierte, da\u00df Arno Schmidt gesagt haben soll, ein Mensch mit f\u00fcnfzig hat in etwa f\u00fcnftausend B\u00fccher gelesen, es erscheinen aber j\u00e4hrlich, glaube ich, zweihunderttausend neue.<br \/>\n&#8220;Was unterscheidet sich die Literatur vom wahllos Schreiben?&#8221;, bei solchen S\u00e4tzen f\u00fchle ich mich immer leicht angegriffen, aber vielleicht sollte ich es, wie Thomas Stangl halten, der, glaube ich, sagte &#8220;Ich vertraue darauf, da\u00df wenn ich schreibe, Literatur entsteht!&#8221;<br \/>\nDas hat auch Barbara Frischmuth gefunden, die  heuer die allein Jurorin war, denn eine Spezialit\u00e4t des Fried-Preises ist ja, da\u00df nur einer den Preistr\u00e4ger bestimmt und Beatrice von Matt, offenbar auch von der Fried Gesellschaft, die krankheitshalber nicht kommen konnte, lie\u00df ihre Rede \u00fcber Barbara Frischmuth verlesen. Die &#8220;Sophie Silber-Trilogie&#8221;, das Haus in Altaussee mit dem sch\u00f6nen Garten und die Besch\u00e4ftigung mit der T\u00fcrkei und dem Orient wurden dabei erw\u00e4hnt. Dann kam schon Barbara Frischmuth mit ihrer Laudatio an Thomas Stangl und erz\u00e4hlte, da\u00df sie seinen ersten Roman &#8220;Der einzige Ort&#8221;, der gleich ein paar Preise bekommen hat, erst ein paar Jahre sp\u00e4ter gelesen hat, aber den Hinweis bekam, da\u00df das ein neuer begabter Autor sei. Ich habe von Thomas Stangl, soweit ich mich erinnern kann, durch das Ex Libris gefahren und die ersten beiden Romane nicht gelesen, nur <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/14\/was-kommt\/\">&#8220;Was kommt&#8221;<\/a> f\u00fcr den er im vorigen Jahr den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/10\/20\/zweimal-rennweg\/\">Alpha-Literaturpreis<\/a> bekommen hat und der thematisch die Fortsetzung des zweiten Romans &#8220;Ihre Musik&#8221; ist. Beide spielen im zweiten Bezirk und haben in etwa die gleichen Protagonisten. Im Zweiten geht es um eine Mutter  und eine Tochter. Die Mutter hat ihren j\u00fcdischen Geliebten durch den Holocaust verloren, die Tochter verliert sie, weil die sich in eine geistige Askese bzw. psychische oder k\u00f6rperliche Krankheit fl\u00fcchtet. Im dritten Roman taucht dann noch ein junger Mann auf, der von seiner Gro\u00dfmutter erzogen wird und es geht, um die manchmal nicht sehr realen Beziehungen der Personen zueinander. Nicht sehr leicht zu verstehen. Ich habe, glaube ich, den Zugang auch nicht ganz gefunden. Barbara Frischmuth sprach von &#8220;Zwischenr\u00e4umen, Schnittstellen und \u00dcberg\u00e4ngen&#8221; und Thomas Stangl bezog sich in seiner Laudatio wieder auf den Namensgeber. Erz\u00e4hlte er doch von dem, was einem passieren kann, wenn der Vater von einem SS Mann tot gepr\u00fcgelt wurde und man gerade noch entkommt und wie es dann passiert, da\u00df man 1968 zum politischen Idol werden kann und, da\u00df er Erich Fried 1989 im Audi Max bei einer ber\u00fchmten Lesung h\u00f6rte, die ich, wenn ich mich richtig erinnere, leider aus irgendeinen Grund vers\u00e4umte.<br \/>\nNachher wieder Smalltalk und Gespr\u00e4che und ich nehme mir von diesem Festival viel mit, habe ich ja meine Einstellung zu Kurzgeschichten neu refektiert. Geschrieben habe ich sie ja eher als &#8220;Auftragsarbeiten&#8221;, als ich mich noch an Ausschreibungen beteiligte und  die Resultate, in zwei &#8220;Best-of-Erz\u00e4hlb\u00e4nden&#8221; gesammelt. Jetzt schicke ich ja nicht mehr ein, sondern schreibe meistens einen l\u00e4ngern Text, der dann soetwas, wie ein Roman oder eine l\u00e4ngere Erz\u00e4hlung in Sinne einer Novelle wird und da f\u00e4llt mir ein, da\u00df Ulrike Draesner gestern die Novelle lobte und was das Lesen betrifft, da greife ich gerne zu den bekannten Namen und habe da schon \u00f6fter einen Erz\u00e4hlband erwischt und ihn mit den Gedanken, &#8220;Erz\u00e4hlungen lese ich nicht&#8221;, weggelegt. Jetzt werde ich aufmerksamer sein, ich verspreche es und habe auch gleich einen Erz\u00e4hlband zu besprechen, den ich eigentlich auch f\u00fcr einen Roman gehalten habe. Ja und als mich Josef Haslinger wieder fragte, ob ich meine B\u00fccher im Eigenverlag mache und ich ja dieses Wort nicht mag, ist mir eingefallen, da\u00df ich es &#8220;Self publishing&#8221; nennen k\u00f6nnte, das ist zwar auch das Gleiche, klingt aber besser, weil es vielleicht Englisch ist&#8230;.<br \/>\nUnd hier das Archiv <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/11\/09\/geteiltes-wochenende\/\">2008<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/29\/erich-fried-preis-09\/\">2009<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/28\/erich-fried-preis-2010\/\">2010<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute also die Preisverleihung im Literaturhaus, die den Erich-Fried-Tagen und Kurze Prosa Festival der vergangenen Tage folgten. Kurz vor elf bin ich an der Prominenz vorbei in die Biblitothek gegangen und in der dritten Reihe einen Platz hinter Josef Haslinger &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=10212\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-10212","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10212"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10212\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}