{"id":102508,"date":"2021-06-20T13:37:00","date_gmt":"2021-06-20T11:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=102508"},"modified":"2021-06-20T13:37:00","modified_gmt":"2021-06-20T11:37:00","slug":"der-zweite-corona-bachmann-preis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=102508","title":{"rendered":"Der zweite Corona-Bachmannpreis"},"content":{"rendered":"\n<p>Es ist wieder <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/06\/12\/ein-bachmann-text\/\">Bachmann-Lesezeit<\/a> und wieder, wie fr\u00fcher zeitgleich mit der EM, dann wurde es ja auf eine Woche sp\u00e4ter verlegt, damit sich die Autoren und Juroren auch die Fu\u00dfballspiele anschauen konnten, aber <a href=\"http:\/\/om\/2020\/06\/21\/bachmannlesen-in-corona-zeiten\/\">diesmal ist der Wettbewerb<\/a> wieder ein bi\u00dfchen digital oder digital gemischt, denn die Juroren anwesend, die Autoren zugeschaltet, wie ich h\u00f6rte, Bachmann-Poster in der Stadt aufgeh\u00e4ngt, kein Publikum im Saal und alle anderen wahrscheinlich nat\u00fcrlich drei <a href=\"http:\/\/ss.com\/2021\/05\/24\/gesund-frei-widerstandig\/\">Gs <\/a>getestet und alle freuen sich, da\u00df der Bewerb trotzdem und wieder stattfinden kann und, da\u00df am Anfang die Autoren und die IG, die GAV, etcetera, gegen das \u00f6ffentliche Wettlesen war, hat man inzwischen schon vergessen. Denn inzwischen ist alles professionell und die Autoren rei\u00dfen sich wahrscheinlich dort zu lesen und ins Fernsehen zu kommen und von den vierzehn, diesmal ausgew\u00e4hlten Autoren, es sind ein paar in den sp\u00e4ten Neunzehnneunziger Jahren Geborene dabei, habe ich die meisten nicht gekannt. Das hei\u00dft, das stimmt nicht ganz, denn von dem \u00c4ltesten, von Klaus Kastberger eingeladen, den 1958 in Grraz geborenen Fritz Krenn, der schon mal in Klagenfurt gelesen hat, habe ich das Buch \u201eCramer\u201c, in meinen Regalen. Sonst habe ich <a href=\"\/2017\/11\/08\/der-zweite-oesterreichische-buchpreis\/\">Nava Ebrahimi<\/a>, <a href=\"http:\/\/2019\/12\/28\/drei-kilometer\/\">Nadine Schneider <\/a>und <a href=\"http:\/\/com\/2017\/11\/24\/immer-ist-alles-schoen\/\">Julia Weber <\/a>gekannt, denn die Erste stand auf der Debutpreisliste des \u00f6sterreichischen Buchpreises und die B\u00fccher der beiden anderen Autorinnen habe ich im Rahmen des \u201eBloggerdebuts\u201c gelesen. Sonst kannte ich nat\u00fcrlich <a href=\"http:\/\/m\/2021\/03\/02\/das-imaginare-im-horspiel\/\">Magda Woitzuck<\/a>, die ja sehr viele H\u00f6rspiel schreibt und auch schon H\u00f6rspielpreise gewonnen hat und den Schweizer <a href=\".com\/2021\/05\/31\/aus-der-schweiz\/\">Lukas Maisel <\/a>habe ich bei der Schweiz-Lesung in der \u201eAlten Schmiede\u201c vor kurzem kennengelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Jury hat Hubert Winkels den Juryvorsitz abgegeben. Da ist jetzt Insa Wilke, die Sprecherin oder Vorsitzende, wie das hei\u00dft und als neue Mitglieder sind <a href=\"http:\/\/om\/2020\/06\/22\/blasmusikpopp\/\">Vea Kaiser <\/a>und Mara Delius dazugekommen. <a href=\"http:\/\/press.com\/2016\/08\/12\/oe-toene-in-der-arena-21\/\">Klaus Kastberger<\/a>, der mit Hut auftrat, <a href=\".com\/2019\/12\/11\/dirk-stermanns-sprache-und-brigitte-schwens-harrants-essays\/\">Brigitte Schwens-Harrant,<\/a> Philipp Tingler und Michael Wiederstein sind sonst noch drin.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Er\u00f6ffnung am Mittwoch habe ich wegen einer Stunde dann fast vers\u00e4umt. Das hei\u00dft, ich bin in die Rede der Juryvorsitzenden hineingekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann wurde die Lesereihefolge ausgelost, die Autoren waren per Video zugeschaltet. Die musikalische Umrahmung wurde von der Gruppe \u201eKlackradl\u201c geboten und Hubert Winkels hat die Rede zur Literatur, zugeschaltet aus dem \u201eHeine-Haus\u201c, das wie eine Buchhandlung aussah, gehalten, die eigentlich eine Rede \u00fcber die Literaturkritik war und ziemlich kompliziert und schwer zu verstehen war, gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nadja Bernhards, der ORF- Direktorin, Er\u00f6ffnungsrede, die sich sowohl auf <a href=\"http:\/\/m\/2014\/12\/18\/strahlung-und-reflexion-der-friederike-mayrocker\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, als auch auf <a href=\"http:\/\/m\/2012\/01\/02\/mythos-bachmann\/\">Ingeborg Bachmann<\/a> bezog, habe ich auch noch nachgeh\u00f6rt und am Donnerstag wurden die Lesungen mit der 1983 geborenen Schweizer Autorin Julia Weber begonnen, deren Text \u201cRuth\u201c, ich wegen meiner zehn Uhr Stunde nur am Ende mitbekommen habe und der mich stark an das Buch, das ich gerade lese, Melissa Broders \u201cMuttermilch\u201c erinnerte. Scheint es daran auch um eine Liebe zwischen zwei Frauen und dann um einen Sprung in oder um eine Torte zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Diskussion dar\u00fcber war genauso widerspr\u00fcchig, wie die \u00fcber den, der 1977 geborenen in Leipzig lebenden Heike Gei\u00dfler, die, glaube ich, schon 2008 in Klagenfurt gelesen hat und deren Text \u201eDie Woche\u201c offenbar eine sehr politische Theaterrede ist, die bei der Jury gro\u00dfen Widerspruch erregte und den ich w\u00e4hrend des Kochens zwar nicht sehr verstanden habe, mir aber einige sehr sch\u00f6ne sprachliche Wendungen aufgefallen ist. Dann folgte der 1988 geborene Autor und Theatermacher Necati \u00d6ziiri, dessen Text \u201eMorgen wache ich auf und dann beginnt das Leben\u201c, die Jury, insbesondere Vea Kaisersehr begieistert hat. Da h\u00e4ngt ein Sohn mit einem Leberschaden offenbar an den Schl\u00e4uchen und schreibt an seinen Vater, der offenbar, weil an einem Putsch beteiligt, schon gestorben ist und Klaus Kastberger erinnerte an Kafkas ber\u00fchmten \u201eBrief an den Vater\u201c der offenbar Umgekehrtes versuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ging es schon sehr versp\u00e4tet in die Mittagspause, das gabs Filcmchen \u00fcber <a href=\"http:\/\/com\/2021\/03\/01\/wien-reihe-und-olga-flor\/\">Olga Flors <\/a>und <a href=\".com\/2020\/07\/02\/schreibart-online-mit-daniel-wisser\/\">Daniel Wissers<\/a> neue Romane zu sehen und dann im Garten der vom Publikum nicht zug\u00e4nglich ist und in dem es sehr hei\u00df gewesen scheint ein Streitgespr\u00e4ch zwischen Vea Kaiser und Hubert Winkels \u00fcber seine gestrige Literaturkritikrede die von C\u00e4cile Shortmann moderiert wurde. Die Instagramerin Mona Ameziane, die eineinhalb B\u00fccher in der Woche liest und dann Instagramstories daraus macht, wurde auch noch zugeschaltet, was wohl zeigensoll,wie modern der Bachmannpreis geworden ist. Die 1983 in Wien geborene Magda Woitzuck wurde von Vea Kaiser eingeladen, ihr Text hei\u00dft \u201eDie andere Frau und wurde vor allem von Klaus Kastberger sehr zerrissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam die 1991 in Salzburg geborene Katharina Ferner, die von Brigitte Schwens-Harranth eingeladen wurde.Ihr Text hei\u00dft \u201e1709,54 Kilometer\u201c, der was ich besonders interessant finde in Lockdown- und Zeiten der Ausgangssperre spielt und im Tergarten Sch\u00f6nbrunn und im Haus des Meeres, beziehungsweise \u00fcberhaupt von Tieren spielt. Der Satz \u201eMir tr\u00e4umt\u201c kommt auch \u00f6fter vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Klaus Kastberger hat ein &#8220;Larifari-T-Shirt&#8221;  angehabt um auf <a href=\"http:\/\/om\/2021\/06\/05\/feldkircher-literaturbahnhof-und-gluckschweinmuseum-souveniers\/\">Friederike Mayr\u00f6cker <\/a>hinzuweisen, die ja am Donnerstag ihr Begr\u00e4bnis hatte.und am Freitag ist es mit der Lesung des 1985 geborenen Leander Steinkopf, der von Vea Kaiser eingeladen wurde und dessen Text &#8220;Ein Fest am See&#8221; die Geschichte einer Hochzeit erz\u00e4hlt, wo der Erz\u00e4hler eingeladen wurde und die Braut, die verflossene  Liebe  ist. Es gibt ein veganes Buffet und der entt\u00e4uschte Liebhaber s\u00e4uft sich mit seinem mitgebrachten Whiskey an. Eine beeindruckende Geschichte, die die Psychologin in  mir gut nachvollziehen kann, von der Jury aber als satirisch interpretiert wurde, was ich  nicht nachvollziehen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Lesende war  die 1986 in Moskau geboreneAnna P rizkau ,die ihr Portrait in einer Bar spielen lie\u00df, wo sie f\u00fcnfundzwanzig Fragen \u00fcber sich beantwortete. Ihr Text hei\u00dft &#8220;Frauen im Sanatorium&#8221; und ich habe wieder im Gegensatz zur Jury ihre Migrantengeschichte erz\u00e4hlt, die mir gut gefallen hat, wenn sie auch ein wenig rotzig erz\u00e4hlt oder vorgelesen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam die1996 in Klagenfurt geborene Verena Gotthardt, deren &#8221; Text &#8220;Die j\u00fcngste Zeit&#8221; mich stellenweise an&lt;josef Winkler erinnerte. Eine Familiengeschichte, Erinnerungen an die Gromutter ein wenig experimentell und nat\u00fcrlich weiblicher als josef Winkler.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann    ging  es  ins unabh\u00e4ngige  Literaturhaus Krems, denn    dort ist der  1987 in Z\u00fcrich geborene Luk as Maisel derzeit ja Stipendiat, so stand  er  mit der Klagenfurt Tasche, die die Autoren offenbar aufzuh\u00e4ngen hatten, am Lesepult im gro\u00dfen Vortragssaal und las seinen Text vom&#8221;Anfang und Ende&#8221;, der bei der Jur<strong>y<\/strong>    ein heftiges Streitgespr\u00e4ch ausl\u00f6ste, denn Philpp Tingler ist ja sehr provokant und untergriffig und f\u00e4hrt gerne alle an, die nicht seiner Meinung sind    und es g    ing um die Frage, wenn ich es recht verstanden habe, ob eiin Text der von einer Tinder-Beeeziehung und den Kriterien der heutigen Freundschaftskultur   han  delt, den literarischen Anspr\u00fcchen entspricht? Dann gings wirklich in die Vergangenheit zur\u00fcck, denn Fritz Krenn ist ja schon 1958 geboren und ging in sein    em Portrait in die gro\u00dfe Literatur zur\u00fcck,wo einem Robert, einem Gottfried und einen <a href=\"\/2013\/09\/19\/franz-kafka-tagebucher-1910-1923\/\">Franz,<\/a> der sowohl Briefe an den Vater, als an eine Milena schrieb. und dan   n ging es mit einen &#8220;Mister Dog&#8221;in die Neunzigerjahre in die Villa von<a href=\"\/2011\/12\/02\/nachdenken-uber-christa-wolf\/\"> Christa Wolf<\/a> zur\u00fcck, wo  der oder ein Schriftsteller  zum Lesen  eingeladen wurde und  dort ein H\u00f6llenhund den Schriftsteller nicht in die hehren Schriftstellertempel hineinlie\u00df und um  Ferdinand  Raimund, der nach einen Hundebu\u00df an der       Tollwut gestorben ist, ging es auch Klaus Kastberger hat den Grazer Schriftsteller eingeladen, der seinen Text hervorragend gelesen hat.  Die Diskussion war wieder intensiv. Dann verabschiedete Christian Ankowitsch die Juroren. Es ging in den Gartenzu Cecile Shortmann,die zuerst <a href=\"\/2020\/06\/23\/cox-oder-der-lauf-der-zeit\/\">Christoph Ransmayr <\/a> vorstellte und dann einen Jurorwieder nach der Diversit\u00e4t fragte?<\/p>\n\n\n\n<p> Wen soll man einladen? Alte, junge, wei\u00df,e schwarze oder wie ich es bevorzugen w\u00fcrde, alle die das wollen und sich mit der literatur auseinandersetzen und nicht \u00fcber die kriterien streiten. in diesem Sinn kehre ich andiesem nachmittag zu meinen &#8220;Bachmanntext hur\u00fcck,beidem ich mu\u00df es gestehen, wieder etwas anstehe. 29 Seiten, 13931 Worte, , elf Szenen und ichdas Ganze jetzt durchkorrigieren mu\u00df,um weiterzukommen. F\u00fcr Klagenfurt h\u00e4tte ich aber einen fetzigen f\u00fcnfundzwanzig Minuten oder sieben Seiten Bab<strong>y<\/strong>wegnahmetext schreiben k\u00f6nnen, aber der h\u00e4tte der hehren jury h\u00f6chstwahrscheinlich auch nichtgefallen und ihm sprachliche M\u00e4ngel vorgeworfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag ging es dann mit der 1996 in Berlin geborenen Dana Vowinckel weiter, die offenbar Auszpge, was ich sehr interessant fand, aus ihrem ersten Roman&#8221;Gew\u00e4sser im &lt;ziplock&#8221;,las,wo die Tochter eines  Berliner Kantors ihre Ferien bei den Gro\u00dfeltern in den USA verbringt und offenbar eine verschwundene Mutter hat. Also kann man das auch machen und ich m\u00fc\u00dfte, falls  ich auch mal dort lesen d\u00fcrfte, meine Manuskripte nicht extra daf\u00fcr umschreiben. Der n\u00e4chste Lesende war dann der 1980 in Bochum geborene und in Berlin lebendeTimon Karl Kaletyta mit seinem Text &#8220;Mein Freund am See&#8221;, wo es um einen  Julian und ein Boot geht und das ein bi\u00dfchen an ein Kinderbuch erinnert.  Klaus Kasterger sagte, da\u00df sich der Text an die &#8220;Geschichten von der Maus&#8221; erinnerte. Mir hat der Text mit der naiven Sprache sehr gefallen, sieht man doch daran, was alles m\u00f6glich ist und in  der Pause ging es dann um ein Gespr\u00e4ch \u00fcber den &#8220;Klassenkampf&#8221; und die unteren Schichten. Au\u00dferdem wurde der Blog &#8220;54 books&#8221; und die jurorin insa Wilke interviewt. Bei Navas Ebrahimis Text bin ich nicht ganz mitgekommen, spielt er doch in einem Theater in einem Dialog zwischen einem Cousin und einer Cousine. Sie hat ein Buch \u00fcber ihn geschrieben, er erz\u00e4hlt vom Krieg, tanzt und am Ende war es eineShow, das Theater war ausverkauft, es wird geklatscht, alle verbeugen sich und die Jurydiskutierte dann \u00fcber die Gewalt, die darin beschrieben wird und Nadine Schneider, deren Buch ich ja gelesen habe, erz\u00e4hlte wieder eine d\u00f6rfliche Familiengeschichte, etwas weniger experimentell, als der von Verena Gotthardt, die  Klaus  Kastberber an <a href=\"\/2014\/06\/04\/mein-stifter\/\">Adalbert Stifter<\/a> erinnerte und die Diskussion ging wieder dar\u00fcber wie jenseitig oder diesseitig die Texte sein m\u00fcssen? Das war es dann. Morgen geht es zur Preisverleihung und ich denkewieder sehr unterschiedliche Texte von im Durchschnitt noch nichtso ganz bekannten Autoren..<\/p>\n\n\n\n<p>Beeindruckt hat mich der naive Erz\u00e4hlstil von Timon Karl Karleyta und die Tatsache wie man Romantexte in eine Erz\u00e4hlung packen kann. Zwei experimentelle Texte waren dabei. Die Problemtik von der ganzen Welt und beeindruckend nat\u00fcrlich was die Jury alles darin fand und spannend auch, da\u00df sich die Inszenatoren um die Eingliederung von Sozial Media besch\u00e4ftigen. Sie stellten immer eine Frage zum Tage, die man auf Twitter bantworten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p> &#8220;Wie schreibt man eine Sexszene? &#8220;, beispieleweise und ich frage mich wieder wo bleibt das Publikum und wo der Leser und die,diesonst noch schreiben?  Spannend auch die Distanz mit der ich mich inzwischen bez\u00fcglich diesen Bewerbs befinde, obwohl ich wieder so viel wie m\u00f6glich davon gesehen habe und am Donnerstag sehr verzweifelt war, denn ab Mittwochabend konnte ich auf WordPress keine neuen Texte mehr ver\u00f6ffentlichen. So habe ich am Donnerstagmorgen meinen Text in einem Ordner geschrieben und mir gedacht &#8220;Macht ja nichts, wenn ich ver\u00f6ffentliche, habe ich zwei Aufrufe, dann kann ich es ja gleich f\u00fcr mich selber tun!&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt geht das Ver\u00f6ffentlichen wieder. Ich bleibe aber wahrscheinlich trotzdem unbemerkt und wenn ich es schaffe meine Stimme f\u00fcr das Publikumvoting abzugeben, werde ich f\u00fcr  Leander Steinkopf stimmen. Ein paar andere Texte haben mir auch noch gut gefallen, bin auf morgen gespannt und habe beispielsweise aus der Diskussion beim Literaturcafe geh\u00f6rt, da\u00df Nezati \u00d6ziri, Anna Prizkau und Dana Vowinckle gute Chancen haben. Magda Woitzuck, was ich sehr schade finde, wahrscheinlich nicht. Fritz Krenns und  Lukas Maisels Texte haben mir auch noch gut gefallen und und und&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Sonntag wurde dann die Shortlist verk\u00fcndet, die seit einigen jahren auf Wolfgang Tischers Veranlassung transparent \u00f6ffentlich einzusehen ist, f\u00fcr welche Autoren die juroren stimmten. Also Nava Ebrahimi,Timon Karl Karleyta, f\u00fcr mich \u00fcberraschend, Necati Uziri, Anna Pritzkau,  Leander Steinkopf, auch \u00fcberraschend, Dana Vowinckel und Julia Weber, deren Sextext ich auch nicht erwartet ha\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberraschend auch, da\u00df die 1978 in Teheran geborene und derzeit in Graz lebende Nava Ebrahimi, die beim \u00f6sterreichischen Buchpreis 2017 das Debut gewonnen hat, ich ihr Buch aber nicht gelesen habe und die ich neben Vonwinckel, Uziri und Pritzkau, als die vierte Preiskanditatin gereiht h\u00e4tte, schon in der ersten Runde in der Stichwahl gegen Dana Vonwickel, den &#8220;Bachmann-Preis&#8221; gewann und in ihrer Preisrede oder Interview dann sehr ger\u00fchrt war. Dnna Vonwinckel wurde dann nicht, wie ich fast bef\u00fcrchtet h\u00e4tte, durchgereiht, sondern gewann in der Stichwahl gegen  Nezati Uziri den &#8220;Deutschlandsunkpreis&#8221;. Nezati Uziri wurde dann der &#8220;Kelag-Preistr\u00e4ger&#8221; und bekam noch den Publikumspreis dazu. Scheint also ein gro\u00dfes Fanpublikum zu haben und wieder \u00fcberraschend Timon Karl Karlyeter wurde dann mit seinem Bootstext in der einfachen Sprache, was mir sehr gefallen hat, den Text aber vielleicht doch etwas zu aggressiv empfand &#8220;3 Sat-Preistr\u00e4ger&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Also ein sehr sozial ausgewogener und politisch  korrekter &#8220;Bachmann-Preis&#8221; k\u00f6nnte man sagen. Um Anna Pritzkaus  sehr sch\u00f6nen Text tut es mir leid. Um Fritz Krenn dessen Buch ich aber jetzt lesen kann, Leander Steinkopf und Lukas Maisel  und beim besten &#8220;Juror-Preis&#8221;, den Wolfgang Tischer vor einigen  Jahren eingef\u00fchrt hat und bei dem ich wieder mitstimmte, hat die Vorsitzende Insa Wilke, die meisten Stimmen bekommen. Ich habe wieder f\u00fcr  Klaus Kastberger gestimmt, weil er listig unkonventionell ist, auch wenn ich ihn einmal ganz anders kennenlernte. Vea Kaiser bekam die wenigsten Stimmen, was ich sehr schade finde, denn sie ist ,glaube ich,  eine sehr kompetente Frau. Ihr Erstlingswerk, das ich letztes Jahr gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist jetzt auch <a href=\"http:\/\/2021\/03\/22\/corona-ohrenschmausverleihung\/\">&#8220;Ohrenschmaus-Jurorin&#8221;<\/a> und tritt manchmal auch beim &#8220;Literarischen Quartett auf&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Was kann man also dazu sagen, au\u00dfer, da\u00df der Preis jetzt vergeben ist, sich alle auf das nchste Jahr freuen, wo man vielleicht wieder live dabei sein kann und ich an meinen Roman weiterschreiben werde, denn das kann ich auch. Auch wenn das niemand merkt oder zur Kenntnis nehmen will.<\/p>\n\n\n\n<p>          <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist wieder Bachmann-Lesezeit und wieder, wie fr\u00fcher zeitgleich mit der EM, dann wurde es ja auf eine Woche sp\u00e4ter verlegt, damit sich die Autoren und Juroren auch die Fu\u00dfballspiele anschauen konnten, aber diesmal ist der Wettbewerb wieder ein bi\u00dfchen &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=102508\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-102508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literaturbetrieb"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102508"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102508\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}