{"id":104878,"date":"2021-08-11T00:13:00","date_gmt":"2021-08-10T22:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=104878"},"modified":"2021-08-11T00:13:00","modified_gmt":"2021-08-10T22:13:00","slug":"das-sandkorn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=104878","title":{"rendered":"Das Sandkorn"},"content":{"rendered":"\n<p>Jetzt geht es zum <a href=\"\/2014\/12\/12\/die-letzten-tage-der-menschheit\/\">ersten Weltkrieg<\/a>, beziehungsweise in  die Jahre 1914\/1915 zur\u00fcck oder zum <a href=\"\/deutscher-buchpreis\/\">deutschen Buchpreis<\/a> von 2014 und   meinen <a href=\"\/2019\/06\/23\/das-fuenfte-buchpreisbloggen\/\">Buchpreisbacklistlesen<\/a>, das  sich  noch ein bi\u00dfchen ausgeht. N\u00e4mlich zu Christoph Poschenrieders &#8220;Sandkorn&#8221;, das damals  auf der <a href=\"\/2014\/08\/28\/longlistenlesen\/\">LL<\/a> stand. Ich habe  mich  damals am Longlistenlesen ein  bi\u00dfchen beteiligt.Von  dem Roman des 1964 bei Boston geborenen, in M\u00fcnchen lebenden Autor aber nicht viel mitbekommen. Dann lag es wahrscheinlich irgendwann auf dem Thalia-Abverkaufstapel und voila:<\/p>\n\n\n\n<p>Das  Buch wird als ein raffiniertes Kunstwerkt beschrieben. &#8220;Mit gro\u00dfer Leichtigkeit gleitet Poschenrieder durch Zeiten, Orte und Lebensansichten und zeichnet Figuren, die in ihrem Inneren ein Geheimnis bewahren!&#8221;, schreibt so Bruno Bachmann am Buchr\u00fccken und  ich mu\u00df schreiben, es liest  sich leicht und fl\u00fc\u00dfig. Im Nachhinein denkt  man vielleicht &#8220;Whats up?&#8221; Was  habe ich da gelesen und wie neu und einzigartig oder zusammenkonstruiert war das? Und hat vielleicht  auch nicht  alles  verstanden. <\/p>\n\n\n\n<p>Es  beginnt ganz einfach. Da streut im Juni 1915,  als schon der  erste Weltkrieg tobt, ein Mann in Berlin Sand aus und murmelt dazu die Namen verschiedener iatlienischer Orte. Er wird nat\u00fcrlich verhaftet und wird dem Kommissar Treptows zugef\u00fchrt,der dann in weiterer  Folge ein Manuskript dar\u00fcber verfa\u00dft, das aber nicht ver\u00f6ffentlicht wird.   <\/p>\n\n\n\n<p>Der Mann ist ein Kunsthistoriker und hei\u00dft Jacob Tolmeyn mit &#8220;c&#8221; und &#8220;y&#8221; und  ist Kunsthistoriker  und daher hat  er am preu\u00dfischen historischen Instiut in Rom an   der Erforschung der   Bauten von Friedrich II, dem Stauferk\u00f6nig geforscht, beziehungsweise  dort   abfotografiert und  auch  den Sand  von dort eingesammetlt. Zu Beginn des Buches sehen wir ein Foto und zwar das Castel del Monte, das ein Arthur Haseloff  1908 fotografiert hat und  in einem Nachwort f\u00fcgt derAutor an, da\u00df zwischen 1904 und 1908 das tats\u00e4chlich zwei Kunsthistoriker so taten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der gute Tolmeyn ist aber schwul und da gibt es eine Geschichte, da\u00df er 1914  nach Berlin geschickt wurde, um dort das Photografieren zu erlernen. Dort wurde er von einem Niki erpresst und der ist dann ins Wasser gefallen. Der Kommissar bekommt das nat\u00fcrlich heraus und l\u00e4\u00dft sich von Tolmeyn, die ganze Geschichte erz\u00e4hlen. <\/p>\n\n\n\n<p>Er wird also von seinem Professor mit  seinem schweizer Gehilfen Beat zu allen Stellen geschickt, wo erdie Bauwerke fotografieren mu\u00df und den Samd sammelt, um den Geruch  oder das Gesicht der Sandk\u00f6rner zu erforschen. Warum er dann nach Berlin kommt,um sie auszusteuen habe ich, mu\u00df ich gestehen, nicht ganz verstanden. Er versucht aber auch mit Beat Imboden, der vorher bei der Schweizer Garde war, eine Beziehung anzufangenund als der Kieg begonnen hat und sie weiterforschen, Jacob hat so gute Beziehungen, da\u00df er von der Einberufung freigestelltwurde, bekommen sie noch eine italienische Aufpasserin, eine Leticzia Trivulzio di Belguoiso, das ist eine Emanze, eine \u00c4rztein, die sich f\u00fcr das Frauenrecht einsetzt, dazu und geraten da zu dritt auch in Irrungen und Verwirrrungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abwechselnd wird da in den Perspektiven hin- und hergesprungen. Am Schlu\u00df erfahren wir Niko Schulze ist gar nicht ertrunken und Jacob, dersich freiwillig stellen mu\u00df, der Kommissar will das so, f\u00e4llt im Krieg und ein interessantes Buch, nun ja,  2014 hat es ja viel<a href=\"\/2014\/08\/12\/zeit-der-grossen-worte-und-besuch-der-hartmannswillerkopfgedenkstatte\/\"> Literatur <\/a>gegeben,  die sich auf den World War I bezogen und von Christoph Poschenrieder habe ich fast erstaunt gesehen, habe ich noch ein Buch, n\u00e4mlich seinen Schopenhauer-Roman &#8220;Die Welt im Kopf&#8221;auf meinen Harlander Lesestapel liegen und hoffe, da\u00df ich bald zum Llesen komme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt geht es zum ersten Weltkrieg, beziehungsweise in die Jahre 1914\/1915 zur\u00fcck oder zum deutschen Buchpreis von 2014 und meinen Buchpreisbacklistlesen, das sich noch ein bi\u00dfchen ausgeht. N\u00e4mlich zu Christoph Poschenrieders &#8220;Sandkorn&#8221;, das damals auf der LL stand. 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