{"id":106024,"date":"2021-09-03T00:35:00","date_gmt":"2021-09-02T22:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=106024"},"modified":"2021-09-03T00:35:00","modified_gmt":"2021-09-02T22:35:00","slug":"paradais","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=106024","title":{"rendered":"Paradais"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"\/2019\/03\/27\/saison-der-wirbelstuerme\/\">&#8220;Saison der  Wirbelst\u00fcrme&#8221;<\/a> das hochgelobte Debutder 1982 geborenen mexikanischen Autorin Fernanda Melchor, hat mir, glaube ich, nicht so gut gefallen. Bei &#8220;Paradais&#8221; das mir &#8220;Wagenbach&#8221; wieder als Quartbuch in E- Pubform schickte, ist das anders. Denn das ist trotz des rauhen Tones ein tolles Buch, das die sozialen Mi\u00dfst\u00e4nde, die in Mexiko herrschen, auf eine meiner Meinung nach hervorragende Weise schildert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn ich eine Weile brauchte, um hineinzukommen. Das ist Leopoldo oder Polo, ein sechzehnj\u00e4hriger Junge, der sich durch das Buch erz\u00e4hlt. Er ist G\u00e4rtner im Paradais, eine Nobelsiedlung in Progreso. Seine Mutter hat ihn dorthin vermittelt, nachdem er die Schule abgebrochen hat. Mit seiner Mutter ist der pfiffige Junge ohnehin nicht zufrieden, denn sie hat ihm aus seinem Zimmer ausgesiedelt. Dort wohnt jetzt seine Cousine Zorayda, die schwanger ist. Sie behauptet, das Kind ist von ihm. Er sagt, sie fickt mit jeden herum und Polo, der von seinem Gro\u00dfvater tr\u00e4umt, der ihm bevor er dement gestorben ist, versprochen hat, ein Boot zu bauen, mit dem er Touristen herumfahren k\u00f6nne, betrinkt sich am liebsten mit dem dicken Franco, der bei seinen Gro\u00dfeltern in der Luxussiedlung lebt, um nicht nach Hause zu m\u00fcssen und der Dicke hat einen Plan, der sich durch ganze Buch zieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es n\u00e4mlich die Senora Marian  Marono, die der Dicke, der seine Gro\u00dfeltern bestiehlt, um den Schnaps zu kaufen und vom Gro\u00dfvater das Schie\u00dfen erlernte, er ist der Sohn eines bekannten Rechtsanwalt, gerne v\u00f6geln will und da heckt er den Plan aus, dort einzubrechen, um einen Slip der Angebetenen zu stehlen. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Schwachkopf!&#8221; meint Polo und geht dann mit, um sich w\u00e4hrend der Dicke v\u00f6gelt, am Geld, Schmuck und Fernsehger\u00e4ten zu bereichern, um seinem Elend zu entkommen. Das Ganze geht schief oder zieht sich als Erz\u00e4hlung durchs Buch.<\/p>\n\n\n\n<p> &#8220;Der Dicke war schuld!&#8221;, hei\u00dft es immer wieder und eine blutige Gr\u00e4fin gibt es  es es auch. Ein wenig Mystik, wie in den &#8220;Wirbelst\u00fcrmen&#8221; gibt es also auch und der Ton ist rauh. Es werden auch einige Gewaltszenen geschildert und man bekommt einen guten Eindruck \u00fcber die sozialen Mi\u00dfst\u00e4nde im rauhen Mexiko.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein spannendes Buch , das ich mir so nicht erwartet habe und ich wirklich empfehlen kann.<\/p>\n\n\n\n<p> Einige Preise hat Fernanda Melchor f\u00fcr ihr Buch auch schon bekommen und gilt, wie ich den Beschreibungstexten entnehme,  als eine der wichtigsten j\u00fcngeren literarischen Stimme Mexikos, die ich Dank  &#8220;Wagenbach&#8221; kennenlernten konnte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Saison der Wirbelst\u00fcrme&#8221; das hochgelobte Debutder 1982 geborenen mexikanischen Autorin Fernanda Melchor, hat mir, glaube ich, nicht so gut gefallen. Bei &#8220;Paradais&#8221; das mir &#8220;Wagenbach&#8221; wieder als Quartbuch in E- Pubform schickte, ist das anders. 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