{"id":1130,"date":"2009-04-09T19:49:15","date_gmt":"2009-04-09T17:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1130"},"modified":"2009-04-09T19:49:15","modified_gmt":"2009-04-09T17:49:15","slug":"osterferien-und-gerstl-nachruf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1130","title":{"rendered":"Osterferien und Gerstl-Nachruf"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich heute \u00fcber meine Osterferien in Harland berichten. Zwei sehr beschauliche Tage habe ich schon hinter mich gebracht. Das Wetter ist sch\u00f6n und sonnig, ich habe ein bi\u00dfchen in den Blogs gebl\u00e4ttert.<br \/>\nLillyberry hat \u00fcber Denis Schecks &#8220;Druckfrisch&#8221; berichtet und sich dar\u00fcber mokiert, da\u00df sich der mit den Bestsellerlisten vor ein Flie\u00dfband stellt und das ihm schlecht erscheinende einfach in den M\u00fcll bef\u00f6rdert. Sieben von den zehn Titeln auf der Spiegelliste ist das passiert. Interessant, da\u00df er den Uwe Tellkamp und Daniel Kehlmanns &#8220;Ruhm&#8221;, dabei ausgenommen hat, den Daniel Glattauer aber nicht, was eine heftige Diskussion im Internet \u00fcber die Rolle der Kritiker ausl\u00f6ste. Ich bin ja auch der Meinung, wie Lilly Berry, da\u00df man B\u00fccher nicht unbedingt auf diese Art und Weise verrei\u00dfen mu\u00df, sondern man ihnen ruhig mit mehr Achtung, Interesse und Wertsch\u00e4tzung entgegentreten k\u00f6nnte, da B\u00fccherschreiben ja nicht einfach ist.<br \/>\nDann bin ich Rad gefahren, heute war ich beispielsweise in Herzogenburg und gestern beim Schlo\u00df in Ochsenburg, wo angeblich Schubert aufgetreten ist, es gibt jedenfalls eine Gedenktafel dazu.<br \/>\nIch war ich auch viel in der Badewanne, habe in Julia Francks &#8220;Mittagsfrau&#8221; gelesen, mit der ich gerne in der Karwoche fertigwerden w\u00fcrde, um vielleicht \u00fcbermorgen eine Rezension zu schreiben, um Otto Lambauer eine Osterfreude zu machen und die Wellnessprogramme habe ich mir auch herausgesucht.<br \/>\nWir haben schlie\u00dflich  Fastenzeit und das auf sich schauen und gut mit sich umgehen, um zu mehr Ruhe zu kommen und die positiven Kr\u00e4fte wirken zu lassen, kann in Zeiten wie diesen, wo ohnehin nicht viel gelingt und man nur Horrormeldungen \u00fcber die Wirtschaftslage h\u00f6rt, nicht schaden.<br \/>\nSchlie\u00dflich habe ich von meinen Radfahrten, nicht nur F\u00fchlingsblumen, sondern auch B\u00e4rlauch, den ich sehr mag, mitgebracht und billige Erdbeeren gab es beim &#8220;Lidl &#8220;auch.<br \/>\nOstergr\u00fc\u00dfe sind gekommen, Frans Postma hat sich aus Holland gemeldet und an meinem Work on progress habe ich auch weitergeschrieben.<br \/>\nSo weit so gut und als ich dar\u00fcber einen sch\u00f6nen Blog schreiben wollte, habe ich noch bei Christiane Zintzen vorbeigeschaut und von ihr erfahren, da\u00df Elfriede Gerstl heute gestorben ist. (Nachzulesen bei <a href=\"http:\/\/www.zintzen.org\/2009\/04\/09\/elfriede-gerstl-1932-2009\/\">in\/ad\/ae\/qu\/at<\/a>).<br \/>\nWas mich sehr betroffen hat, habe ich sie ja gut gekannt, da sie  eine war, die auch mit mir geredet hat und mich immer freundlich gr\u00fc\u00dfte.<br \/>\nSo kann ich der kleinen alten Dame mit den roten Haaren und den sch\u00f6nen H\u00fcten, die als Original durch die Wiener Innenstadt marschierte und oft bei den literarischen Veranstaltungen zu sehen war, ein paar Erinnerungen nachwerfen.<br \/>\nEinmal bin ich neben ihr in der alten Schmiede gesessen, da ist Kurt Neumann auf mich zugekommen und hat mir gesagt, da\u00df er nicht die Einladungslisten des Wespennestes bestimmt. Da stand eine Veranstaltung  im Programm, zu der man eingeladen werden mu\u00dfte, aber als ich anrief, um eine Einladung zu dem Festakt  ins Semper-Depot zu bekommen, hat mir Walter Famler mitgeteilt, da\u00df ich leider nicht zu den auserw\u00e4hlten Autoren geh\u00f6re.<br \/>\nIch hatte es schon verkraftet und wollte stattdessen zur Stern-Preisverleihung gehen, da hat mich die freundliche alte Dame einfach mitgenommen und mich auch Frederic Morton vorgestellt. Es war ein unverge\u00dflicher Abend mit einem tollen Buffet, vielen Wespennestheften und Alexandra Millner habe ich dort auch getroffen.<br \/>\nBei meinem literarischen Geburtstagsfest hat Elfriede Gerstl einmal auch gelesen und wir haben mehrmals B\u00fccher miteinander ausgetauscht.<br \/>\nMich hat es sehr getroffen und ich war auch sehr \u00fcberrascht, obwohl ich mich zu erinnern glaube, da\u00df Rolf Schwendter bei der Volksstimme-Buchpr\u00e4sentation  schon angedeutet hat, da\u00df es ihr nicht gut geht.<br \/>\nIch verabschiede mich also von der Dichterin und wem es interessiert, auf meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/08\/31\/volksstimmefest\/\">Artikel zum Volksstimmefest<\/a> im September, gibt es ein sch\u00f6nes <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080830-151049.jpg\">Bild von ihr<\/a>, da wird  nun auch ein Stammgast fehlen.<br \/>\nUnd liebe Cornelia Travnicek, ich glaube nicht, da\u00df Elfriede Gerstl eine coole Omi war, die auch schon mal Bullshit schrieb (frautravnicek.wordpress.com) und sie war sicher auch schon vor ihrem Tod eine gute Dichterin, auch wenn das in diesem \u00d6sterreich erst sehr sp\u00e4t bemerkt wurde.<br \/>\nIch glaube, erst so richtig, nach dem sie den Fried- und den Traklpreis mit einem Aufwaschen bekam.<br \/>\nSie hat, wie sich in ihren Texten nachlesen l\u00e4\u00dft, sehr darunter gelitten und jetzt hat das literarische Wien wieder eine Dichterin weniger. Ob wir das wohl aufholen k\u00f6nnen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollte ich heute \u00fcber meine Osterferien in Harland berichten. Zwei sehr beschauliche Tage habe ich schon hinter mich gebracht. Das Wetter ist sch\u00f6n und sonnig, ich habe ein bi\u00dfchen in den Blogs gebl\u00e4ttert. 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