{"id":1139,"date":"2009-04-14T01:21:06","date_gmt":"2009-04-13T23:21:06","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1139"},"modified":"2009-04-14T01:21:06","modified_gmt":"2009-04-13T23:21:06","slug":"margaretner-osterspaziergang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1139","title":{"rendered":"Margaretner Osterspaziergang"},"content":{"rendered":"<p>Gerade sind wir vom Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters nach Hause gekommen. Es war sch\u00f6n und sehr intensiv. Von dreizehn Uhr bis kurz vor Mitternacht. Au\u00dferdem hat mich Rolf Schwendter an sehr vielen Stellen zu lesen eingeteilt, was mir sehr gut tat, da ich mich ohnehin sehr \u00fcbergangen f\u00fchle.<br \/>\nDie Idee dazu ist mir im vorigen Jahr gekommen, als es durch den achten Bezirk ging. Da haben pl\u00f6tzlich alle ihre eigene Texte gelesen, ich hatte nichts mit und dachte nur, die Stelle mit den H\u00fcten im &#8220;Novembernebel&#8221; h\u00e4tte gut gepasst. Das Buch war damals aber noch nicht ver\u00f6ffentlicht. Ich habe es, nachdem es erschienen ist, mit der Erz\u00e4hlung &#8220;M. M. oder die Liebe zur Germanistik&#8221;  Rolf Schwendter geschickt und Margareten als n\u00e4chsten Bezirk vorgeschlagen bzw. meine Mithilfe angeboten. Rolf Schwendter hat es aufgegriffen. Werner Gr\u00fcner und Susanne Schneider haben mitorganisiert.  Dann wurde es ein sehr sch\u00f6ner Spaziergang, vor allem das Wetter war, im Gegensatz zum vorigen Jahr, sehr toll.<br \/>\nWir sind um halb elf  von Harland nach Wien gefahren und kurz nach eins in der Waldviertler Stuben auf der Wiedner Hauptstra\u00dfe angekommen. Das ist ja immer  interessant, wo die Grenze zwischen dem vierten und dem f\u00fcnften Bezirk verl\u00e4uft. Die Wiedner Hauptstra\u00dfe 89 liegt im F\u00fcnften. Und schr\u00e4g gegen\u00fcber das Haus, wo Friederike Mayr\u00f6cker geboren wurde. Daniela Beuren  hat mit einem sch\u00f6nen roten Strohhut die Lebensgeschichte eines Mannes vorgelesen, der emigrieren mu\u00dfte und \u00fcber den sie etwas schreiben will. Ruth Asp\u00f6ck war da und Robert Egelhofer. Edith Brocza, die kommen wollte, war nicht da und auch die nicht, die ich eingeladen habe, aber viele andere.<br \/>\nDie zweite Station war der Reading-Room, den ich bisher nur vom Namen kannte. Anni B\u00fcrkl hat dort ja eine Margaretner Tour gemacht und die Volksstimme Anthologie wurde dort  ein zweites Mal vorgestellt und sie machen auch bei dieser Margaretner Kunst- und Kulturmesse am 12. 5. im Amtshaus Margareten mit und die Gaby R\u00f6ckl, die mit  Thierry Elsen, den Reading Raum betreibt, ist dieselbe, die das literarische Programm am 12. 5. betreut.<br \/>\nDie Beiden haben Gedichte von Martin Amanshauser gelesen, der, was ich nicht wu\u00dfte, ein Margaretner ist und aus einem Buch von Ernst Hinterberger. Dann ging es in den Kost-Nix-Laden und auf dem Weg dorthin ist Daniela Beuren ihr sch\u00f6ner Hut abhanden gekommen, der Wind hat ihn ihr vor einer Kreuzung vom Kopf gefegt und ein Auto hat ihn davongeschleift. Im Kost-Nix- Laden gab es Wein und andere Getr\u00e4nke und wieder Texte von Ernst Hinterberger, sowie von Ernst Jandl und Friederike Mayr\u00f6cker.<\/p>\n<div id=\"attachment_1099\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1099\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/20090413-173540.jpg?w=300\" alt=\"R\u00fcdigerhof\" title=\"R\u00fcdigerhof\" width=\"300\" height=\"168\" \/><p id=\"caption-attachment-1099\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcdigerhof<\/p><\/div>\n<p>Im Wirtschaftsmuseum habe dann ich gelesen. Die erste Szene aus der &#8220;Margarete&#8221;, dann ging es in die Dokumentationsstelle f\u00fcr Ost- und mitteleurop\u00e4ische Literatur. Stephan Teichgr\u00e4ber, der dieses Institut in der Spengergasse betreibt, hat ja auch eine Zeitlang die Lesungen der Szene Margareten mitorganisiert und die  beiden Literaturpreise der goldenen Margarete, die es dort einmal gegeben hat. Jetzt hat er sein Institut vorgestellt und wir haben ein bi\u00dfchen \u00fcber Ru\u00dfland diskutiert.  Dann gingen wir hinunter an die Wien zum Vorw\u00e4rts Verlagshaus, wo einmal die Frau und Arbeiterzeitung gedruckt wurde. Und auch Jura Soyfer ein- und ausgegangen ist. Werner Gr\u00fcner ist mit einem roten F\u00e4hnchen, mit dem  fr\u00fcher die Gemeindebauten beflaggt wurden, vorangegangen und ich habe dann eine Jura Soyfer Szene gelesen. Die n\u00e4chste Station war das Haus, das Herzmanofsky-Orlando in der Wehrgasse erbaut hat, weil er, was nur wenige wissen,  Architekt gewesen ist. Im R\u00fcdiger Hof sind wir dann an einem langen Tisch im Freien gesessen, ich h\u00e4tte Paul Wimmer und Jeannie Ebner vorstellen sollen, was dann aber ins Cafe Standard in der Margareten Stra\u00dfe verschoben wurde, was gut war, denn da h\u00e4tte ich sehr schreien m\u00fcssen, sind ja hinter mir die U-Bahnen gefahren und vor mir hat der Kellner abkassiert.<br \/>\nIch bin mit Dagmar Fischer ins Gespr\u00e4ch gekommen, die sich sehr lieb nach Anna erkundigte, die sie einmal unterrichtet hat und mich zu ihrer n\u00e4chsten Lesung eingeladen hat.<\/p>\n<p>Im Cafe Standard waren dann die Lesebedingungen angenehmer. Es gab einen Lesetisch im Extraraum und eine T\u00fcr, die man verschlie\u00dfen konnte, es waren auch nicht mehr so viele Leute da und ich habe sehr viel gelesen. Zuerst meinen Blog-Beitrag \u00fcber das litererarische Margareten vom August, der ja auch \u00fcber Paul Wimmer und Jeannie Ebner handelt und dann noch Maria Gornikiewiczs sch\u00f6nen Artikel aus der Wiener Zeitung zu Jeannie Ebners f\u00fcnften Todestag und in der zweiten Runde das dritte St\u00fcck aus M.M., die Szene, wo es auch viel um Thomas Bernhard geht und dann das St\u00fcck aus &#8220;Novembernebel&#8221; mit den H\u00fcten und der Lesetheaterauff\u00fchrung von &#8220;Glaube Liebe Hoffnung&#8221;, da habe ich dann meine  Hut-Bonmots erz\u00e4hlt, jetzt habe ich ja ein neues und am Schlu\u00df noch ein Gedicht zum Gedenken einer anderen Huttr\u00e4gerin, deren Tod am Gr\u00fcndonnerstag ja viele betroffen machte, obwohl er, wie ich h\u00f6rte, zu erwarten war. In dem Buch &#8220;Alle Tage Gedichte&#8221;, das sie mir 1999 zum Geburtstag schenkte, gibt es ein Gedicht mit dem treffenden Titel &#8220;Osterspaziergang&#8221;, das ich gelesen habe und daran erinnerte, da\u00df sie  in der Kettenbr\u00fcckengasse auf der Seite, die zum f\u00fcnften Bezirk geh\u00f6rt,  ein Kleiderlager hatte, in das ich ihr einmal einen Sack Schuhe tragen geholfen habe.<br \/>\nEs war also ein sehr besinnlicher Osterspaziergang, wo zwar nicht alles zur Sprache gekommen ist, was der f\u00fcnfte Bezirk literarisch zu bieten hat. Vieles wurde ausgelassen, es war aber trotzdem intensiv. Und, da\u00df ich einmal  im Mittelpunkt gestanden bin und die Erfahrung machte, da\u00df mich sehr viele kennen, tut mir auch sehr gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade sind wir vom Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters nach Hause gekommen. Es war sch\u00f6n und sehr intensiv. Von dreizehn Uhr bis kurz vor Mitternacht. 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