{"id":115211,"date":"2022-03-21T20:25:00","date_gmt":"2022-03-21T19:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=115211"},"modified":"2022-03-21T20:25:00","modified_gmt":"2022-03-21T19:25:00","slug":"ohrenschmaus-und-tanz-der-teufel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=115211","title":{"rendered":"Ohrenschmaus und Tanz der Teufel"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute wird wieder der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/01\/28\/wieder-ohrenschmausjurysitzung-per-stream\/\">&#8220;Ohrenschmaus-Literatur von und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten&#8221;, <\/a>ich glaube diesmal in der Nationalbibliothek und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/03\/15\/hassposting-an-corona-oder-veranstaltungsstop-ii\/\">Pandemie bedingt<\/a> leider nur im kleinen Kreis verliehen. Das hei\u00dft, ich als Jurymitglied h\u00e4tte ja teilnehmen und auch eine Laudatio halten d\u00fcrfen. Aber da ich keine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/07\/20\/wiedereinfuhrung-der-maskenpflicht\/\">Maske, <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/01\/05\/von-massentests-und-freitesten\/\">keinen Test <\/a>und keine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/12\/16\/leben-als-ungeimpfte\/\">Impfung <\/a>will, habe ich zwar wieder angeboten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/23\/soebstaendi\/\">Peter Gst\u00f6ttmeier, <\/a>dem Dauersieger die Laudation zu schreiben und jemand liest sie vor, denn das habe ich schon zweimal, wollten die Organisateren aber nicht und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/03\/22\/corona-ohrenschmausverleihung\/\">gestreamt<\/a>n wird diesmal auch nicht, nur in den Soziale Medien kleine Clips verbreitet. <\/p>\n\n\n\n<p>Macht ja nichts, kann ich auch so, das hei\u00dft ohne die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/12\/04\/ohrenschmaus-preisverleihung-2\/\">sch\u00f6nen <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/12\/03\/der-dreizehnte-ohrenschmaus\/\">Fotos <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/12\/03\/zwoelfter-ohrenschmaus\/\">vom<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/blogwart\/\">Alfred,<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/11\/10\/der-zehnte-ohrenschmaus\/\"> die<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/12\/01\/der-neunte-ohrenschmaus\/\"> sonst<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/01\/achter-ohrenschmaus\/\"> immer <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/03\/siebenter-ohrenschmaus\/\">meine <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/12\/04\/ohrenschmaus-2012\/\">Berichte<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/30\/ohrenschmaus-2010\/\">schm\u00fcckten<\/a>, die Preistr\u00e4ger bekanntgeben. <\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft Robert Saugspier hat beschrieben, wie er seine &#8220;Lebensgef\u00e4hrtin kennengelernt&#8221; hat. Annemarie Delleg die &#8220;Bildersammlerin&#8221;  und Peter Gst\u00f6ttmeier, das Ausnahmetalent fragte sich &#8220;wo is de zeit hinkemma?&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Ehrenliste gibt es wieder auch. Da stehen diesmal f\u00fcnf Texte, beziehungsweise Preistr\u00e4ger darauf, zu denen Johanna Maria Ott, Veronika Gr\u00fcn, Christina Hendl, Herbert Schinko und Michael Wilhelm, also ein paar alte Bekannte, geh\u00f6ren und dann gibt es seit vorgen Jahr immer einen extra Schokoladenpreis. Sonst wurde der immer aus den vorhandenen Texten ausgew\u00e4hlt. Seit  dem Vorjahr gibt es ein Thema, das diesmal &#8220;Luftsprung&#8221; hie\u00df und da gibt es auch acht Sieger. <\/p>\n\n\n\n<p>Einer davon hei\u00dft wieder Peter Gst\u00f6ttmeier und daf\u00fcr, kann ich mich erinnern, habe ich gestimmt. Sonst halte ich mich eher zur\u00fcck, weil ich den anderen mit nicht so atarken Stimmen, auch eine Chance geben m\u00f6chte, aber hier ein Ausschnitt:<\/p>\n\n\n\n<p> &#8220;Attergau-Attersee<\/p>\n\n\n\n<p> is Freiheit is guate Luft<\/p>\n\n\n\n<p>  is Natur dort konnst in H\u00fctterl wohna<\/p>\n\n\n\n<p> konnst Stern z\u00f6hn aufd Nocht san sovie am H\u00fcmmi <\/p>\n\n\n\n<p>Mond is a do.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria Trojer hat<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Springen<\/p>\n\n\n\n<p> macht Freude<\/p>\n\n\n\n<p>nach Corona aufatmen<\/p>\n\n\n\n<p>Sprung aus mir heraus<\/p>\n\n\n\n<p>mutig&#8221;, gereimt.<\/p>\n\n\n\n<p>Christiane Becker schrieb<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Man springt in der Luft, wenn man gute Laune hat<\/p>\n\n\n\n<p>auf dem Trampolin springt, wenn man Gl\u00fcck hat&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gibts noch &#8220;Ich bin&#8221; von Silvia Hochm\u00fcller. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Nonsens&#8221; von Michael Wilhelm, ein Vorjahrssieger, ist besonders lustig<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Zippe zappe ich trage Kappe<\/p>\n\n\n\n<p>zippe zo, nach einem Spiel mu\u00df ich aufs Klo<\/p>\n\n\n\n<p>zippe zeiter, das Feld wird immer weiter&#8221;&#8221; und ebenfalls bekannt, &#8220;Die Gestreiften Socken&#8221; von Herbert Schinko.<\/p>\n\n\n\n<p>Und weils bei der Preisverleihung beschr\u00e4nkt ist, wirds am vierundzwanzigsten April im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/10\/19\/von-der-gav-gv-zum-badeschiff\/\">Badeschiff<\/a> ein gro\u00dfes &#8220;Luftsprung-Fest&#8221; geben, wo alle Autoren lesen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Mal sehen, ob da die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/12\/21\/positiv-negativ-positiv\/\">Gs <\/a>und die Maskenpflicht schon gefallen sind und ansonsten werde ich mich wieder in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; streamen, wo der 1981 in Lumbumbashi geborene,  seit 2009 in Graz und jetzt vielleicht in Wien lebende Fiston Mwanza Mulija, dessen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/11\/tram-83\/\">&#8220;Tram 83&#8221; <\/a>ich gelesen habe und ihn auch einmal in Krems bei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/04\/09\/neunzehntes-internationales-kulturenfestival-literatur-wein\/\">&#8220;Literatur und Wein&#8221; <\/a>h\u00f6rte, seinen zweiten Roman &#8220;Tanz der Teufel&#8221; bei &#8220;Zsolnay&#8221; erschienen, vorstellte. Das Buch wurde  schon im Morgenjournal vorgestellt und der Autor war auch, glaube ich, bei der Pr\u00e4sentation des <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/03\/20\/leipzig-liest-trotzdem\/\">Gastlandes \u00d6sterreichs vorige Woche in Leipzig.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt leitete Johanna \u00d6ttl ein und der 1984 in der Schweiz geborene Fermin Suter stellte den Autor vor, der sein Buch zuerst mit musikalscher Begleitung perfomierte. Denn es spielt wieder in einer angolischen Bar,  zu Zeiten Mobutos, handelt von zwei Stra\u00dfenkindern, die sich mit Kleinkriminalit\u00e4t und Gelegenheitsarbeiten durch Leben bringen, beziehungsweise den &#8220;wunderbaren Tanz des Teufels&#8221; tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war sehr eindrucksvoll, aber schwer zu verstehen, so da\u00df <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/03\/26\/stadtspaziergangsliteratur\/\">Johannes Tr\u00f6ndle <\/a>schlie\u00dflich auf konventionellere Art und Weise vier der sechsundf\u00fcnfzig kurzen Vignetten weiterlas.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Sanza wollte nicht l\u00e4nger der Scho\u00dfhund seiner Eltern sein&#8221;, hie\u00df eine davon, die sehr direkt schildert, wie der Jugendliche aus der b\u00fcrgerlichen Geborgenheit seiner Eltern ausbrechen will und sich auf die Stra\u00dfe begibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann ging es zu  dem anderen Protagonisten, der sich in den Diamantenmienen Angolas  verdingt. Das Buch wurde auf Franz\u00f6sisch geschrieben, kam 2020 in Paris heraus und wurde von Katharna Meyer und Lena M\u00fcller \u00fcbersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gibts noch einen Monsieur Gijon und einen \u00f6sterreichischen Schriftsteller namens Franz Baumgartner, der sich in das schon erw\u00e4hnte Lokal &#8220;Mambo de la Fete&#8221;  begibt und beim Bier bestellen &#8220;Franizskus&#8221; genannt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im letzten Abschnitt ging es dann um &#8220;Gungi, dem \u00d6lmagnaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann gabs noch ein Gespr\u00e4ch zwischen Fermin Suter und dem Autor, der erkl\u00e4rte da\u00df er aus der Tradition der m\u00fcndlichen aber auch der franz\u00f6sischen Kultur k\u00e4me, so da er immer versucht den W\u00f6rtern ein zweites Leben zu geben denn wenn man eine Geschichte zwanzigmal erz\u00e4hlt ist sie zwanzigmal anders und meinte, da\u00df ein guter Erz\u00e4hler immer spontan neue W\u00f6rter erfindet und dann geht es auch um das Schmeicheln, wenn er seiner Mutter erz\u00e4hlt, da\u00df sie f\u00fcr ihn wichtiger als Elisabetz die II w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Fermin Suter fragte dann nach Improvisation in der Zusammenarbeit mit dem Musiker, die schon seit ungef\u00e4hr zehn Jahren besteht und es passiert bei jeder Lesung etwas anderes. Fermin Suter wollte noch den Zusammenhang zur Lautpoesie und zur <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/06\/osterspaziergang-des-ersten-wiener-lesetheaters\/\">Wiener Gruppe<\/a> wissen, aber Finston Mwanza Mulija ist ja ein kongulesischer Schriftsteller und mu\u00dfte, als er nach \u00d6sterreich kam, erst Deutsch lernen und erw\u00e4hnte <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/06\/sprachenkuenstler-jandl\/\">Ernst Jandl,<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/10\/29\/literarische-und-musikalische-begegnungen-mit-h-c-artmann\/\">H. C Artmann,<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/06\/25\/bachmann-geburtstag\/\"> Ingeborg Bachmann <\/a>und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/10\/10\/nobelpreis-an-peter-handke-und-olga-tokarczuk\/\">Peter Handke <\/a>an denen er sich orientierte und er meinte auchund das ist interessant, weil er ja franz\u00f6sischsprachig ist, da\u00df es in \u00d6sterreich gan anders ist <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/07\/15\/die-obstdiebin\/\">Peter Handke<\/a> zu lesen, als wenn er das auf Franz\u00f6sisch t\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann kam er wieder in den Kongo, wo es eine Kultur und eine Subkultur g\u00e4be und die ist sehr stark und die Leute glauben an Exen und an magische Figuren oder, da\u00df die Inspiration von Schlangen und Meerjungfrauen k\u00e4me und eine solche kommt in dem Buch, glaube ich, auch vor.  Fermin Suter meinte dann, da\u00df das Buch an ein vielschichtiges Gem\u00e4lde erinnern w\u00fcrde und wollte wissen, wie Fiston Mwanza Mujija beim Schreiben vorgegangen ist und er meinte, da\u00df ihm die Grenzen zwischen Prosa und Lyrik schwer f\u00e4llt, weil er schon \u00fcber zwanzig war, wie er nach Europa gekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende sind die Kinder Jugendliche, es ist 1997 und Mobutu wird gest\u00fcrzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessantes Buch und ein interessanter Abend und jetzt bin ich noch auf die &#8220;Ohrenschmaus-Preisverleihungsimpressionen&#8221; gespannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wird wieder der &#8220;Ohrenschmaus-Literatur von und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten&#8221;, ich glaube diesmal in der Nationalbibliothek und Pandemie bedingt leider nur im kleinen Kreis verliehen. 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