{"id":117564,"date":"2022-05-20T00:09:00","date_gmt":"2022-05-19T22:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=117564"},"modified":"2022-05-20T00:09:00","modified_gmt":"2022-05-19T22:09:00","slug":"schwerkraft-der-tranen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=117564","title":{"rendered":"Schwerkraft der Tr\u00e4nen"},"content":{"rendered":"\n<p>Heuer war ja<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/03\/20\/leipzig-liest-trotzdem\/\"> Portugal das Gastland der Leipziger Buchmesse<\/a> oder h\u00e4tte das vielleicht schon im Vorjahr sein sollen. Die Messe hat dann nicht stattgefunden, Gastlandauftritte gab es<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/02\/08\/vom-gastland-portugal-in-die-alte-schmiede\/\"> schon <\/a>und ich bin da per Zoom auch bei zwei Veranstaltungen gewesen, bei einer hat die 1979 in Angola geborene und in Portugal aufgewachsene Yara Nakahanda Monteiro ihr Debut &#8220;Schwerkraft der Tr\u00e4nen&#8221; vorgestellt, das seltsamerweise bei &#8220;Haymon&#8221; herausgekommen ist und f\u00fcr mich war neu, da\u00df Angola oder von dort stammenden Autoren  zur portugiesischen Literatur geh\u00f6ren. Also wieder was gelernt, da\u00df das eine portugiesische Kolonie war und es einen Befreiungskrieg gegeben hat, \u00fcber den jetzt Romane geschrieben werden. Ein paar Tage oder Woche sp\u00e4ter wurde mir dann das Buch angeboten, das ich jetzt gelesen habe, das auch sehr interessant ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessantes Thema, ein interessanter Schreibstil, auch ein bi\u00dfchen verwirrend, aber sicher wichtig sich in die Literatur der jungen aus Angola kommenden Autoren einzulesen und m\u00f6glicherweise ist auch ein bi\u00dfchen Autobiografisches dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ist jedenfalls die Bibliothekarin Vitoria, in Angola geboren, mit den Gro\u00dfeltern als Zweij\u00e4hrige nach Portugal gefl\u00fcchtet und dort aufgewachsen, die keinen Kontakt zu ihrer Mutter Rosa Chitula, eine angolische Freiheitsk\u00e4mpferin hat, die sich nie gemeldet und so fliegt Vitoria nach Luanda, der Hauptstadt, um nach ihrer Mutter zu suchen. <\/p>\n\n\n\n<p>Sie wohnt bei einer Freundin ihrer Tante, die ihr auch den Tip gegeben hat, sich mit einem General in Verbindung zu setzen. Den trifft sie dann bei einer Hochzeit. Vorher war sie mit ihren Cousinen tanzen und ist auch ein bi\u00dfchen in das soziale Leben Angolas, der Armut und der Unterdr\u00fcckung eingetaucht. Der General l\u00e4\u00dft sie warten, beziehungsweise engagiert er sie mit ihr seine Gedichte vorzustellen. Er bezahlt aber die Inserate, die Vitoria aufgibt, um nach ihrer Mutter zu forschen und die kommt dann in Kontakt mit Mama Ju oder Juliana, die sie damals zu ihren Gro\u00dfeltern brachte.<\/p>\n\n\n\n<p>So fliegt Vitoria nach Huambo, wohnt dort bei Mama Ju, die damals mit ihrer Mutter k\u00e4mpfte, deren Haus angez\u00fcndet wird und erf\u00e4hrt von ihr nach und nach die Geschichte ihrer Mutter und den Grund, warum die sich nie gemeldet hat, ist Vitoria doch wahrscheinlich das Kind einer Vergewaltigung und Folteropfer und Vitoria, deren Gro\u00dfvater inzwischen gestorben ist, beschlie\u00dft nie mehr nach Portugal zur\u00fcckzukehren, sondern in Angola zu bleiben um f\u00fcr die Freiheit zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessantes Buch, das, weil es in wechselnden Perspektiven geschrieben wurde, gar nicht so leicht zu lesen ist. Hab aber wieder etwas \u00fcber die portugiesische Literatur erfahren, in der ich, wie ich schon geschrieben habe, nicht wirklich firm ist. Da das Portugal Paket mit einer Tragtasche, Lesezeichen und anderen Goodies inzwischen doch zu mir gekommen ist, warten noch zwei diesbez\u00fcgliche B\u00fccher auf mich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heuer war ja Portugal das Gastland der Leipziger Buchmesse oder h\u00e4tte das vielleicht schon im Vorjahr sein sollen. 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