{"id":1195,"date":"2009-04-28T23:20:59","date_gmt":"2009-04-28T21:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1195"},"modified":"2009-04-28T23:20:59","modified_gmt":"2009-04-28T21:20:59","slug":"kalter-fruhling-und-neue-bucher","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1195","title":{"rendered":"Kalter Fr\u00fchling und neue B\u00fccher"},"content":{"rendered":"<p>Beim Literaturquiz und in diversen Schreiblernblogs habe ich mich in der letzten Zeit ein bi\u00dfchen mit  Science Fiction und Vampirromanen besch\u00e4ftigt. Ich brauche ja auch einiges f\u00fcr meinen &#8220;Wirtschaftsroman&#8221;, an dem ich immer noch nicht sehr erfolgreich herumd\u00fcmple und  am Freitag habe ich mir bei der &#8220;Buchlandung&#8221; vier neue ein Euro B\u00fccher gekauft.<br \/>\nDarunter einen sogenannten Social Fantasy, n\u00e4mlich &#8220;Kalter Fr\u00fchling&#8221; von Florian Nelle, den ich gerade gelesen habe und der mir vielleicht auch ein bi\u00dfchen Inspiration geben kann. Denn ich will ja einen Wirtschaftsroman mit Vampirfiguren und Arbeitslosen aus dem vorigen Jahrhundert als Motivationszurufer schreiben und im &#8220;Kalten Fr\u00fchling&#8221; geht es um ein total abgewirtschaftetes Berlin,  das sozusagen die allergr\u00f6\u00dfte Finanzkrise schon hinter sich hat. Der Hauptstadtlack ist wieder ab und \u00fcberall herrscht das Elend und der Klassenkampf, es riecht nach Kohl und dem Mief ungel\u00fcfteter Wohnzimmer. Man darf  rauchen und telefoniert aus Zellen, die Menschen haben sich aber durch das Abtauchen in virtuelle Realit\u00e4ten cybertraumabedingte Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen geholt und die Heldin ist eine Nahkampfsport trainierte Psychologin, die sich genau damit besch\u00e4ftigt.<br \/>\nDann gibt es einen Robin Hood, der die gro\u00dfen Spekulanten, ehemalige B\u00fcrgermeister,  Banker und sonstige Abzocker mit einem Zorro-Zeichen hinmordet und dazu Spr\u00fcche aus Ovids &#8220;Metamorphosen&#8221; legt.<br \/>\nEs gibt auch eine Nebenhandlung mit entf\u00fchrten Stra\u00dfenkindern, denen die Phantasie und das Ged\u00e4chtnis durch den sogenannten Soulvisualizer geraubt werden soll, damit die Firma Virtual Videos  bessere Gesch\u00e4fte macht. Die Polizei ist unf\u00e4hig oder korrupt und verhaftet stets die Falschen und dann gibt es noch eine Kindergang, die der Nahkampfpsychologin hilft und und das ist interessant, immer wieder sch\u00f6ne Stellen \u00fcber B\u00fccher, neben all der Langatmigkeit und der oft sehr fl\u00fcchtig ausgearbeiteten Science Welt.<br \/>\nDa gibt es eine Stelle, wo die Heldin in der Stabi (Staatsbibliothek) das alte Datenregister sucht und da wohnen nun die Ausgegrenzten, die sich, seit die Magazinarbeiter entlassen wurden, eingenistet haben und die B\u00fccher neu ordnen. Ein literarisch anspruchsvoller Social Fantasy Krimi also und es gibt auch ein paar B\u00fcchernews zu vermelden.<br \/>\nHeute war ich nicht, wie eigentlich geplant, in der alten Schmiede bei der schwedischen Literatur und auch nicht am Nachmittag bei der Per Olov Enquist Lesung, denn da hatte ich die Stunden, die ich wegen dem Gerstl-Begr\u00e4bnis verschoben hatte. Habe mir aber vorgenommen, demn\u00e4chst den &#8220;Sekundanten&#8221; zu lesen, denn der war in Edith Broczas B\u00fccherschachteln vom letzten Jahr und gestern waren wir nicht im Kino, sondern in der Hauptb\u00fccherei bei der Diskussion zu Robert Misiks &#8220;Politik der Paranoia-Gegen die neue Politik der Konservativen&#8221;.  Da wollte Alfred hin und hatte sich das Buch auch schon gekauft.<br \/>\nDas pa\u00dfte zu meinem Wirtschaftsprojekt und interessant war auch, da\u00df  das Publikum aus dreiviertel M\u00e4nnern und nur einem viertel Frauen bestand, w\u00e4hrend das sonst ja  umgekehrt ist.<br \/>\nHeute habe ich schon wieder ein Buch bei einem Internet Gewinnspiel gewonnen, mal sehen ob es kommt, das bei Lillyberrys Geburtstagsaktion gewonnene ist ja noch nicht da, daf\u00fcr bekomme ich seit einigen Wochen den fixpoetry newsletter und da gibt es auch Gewinnspiele. Und f\u00fcnf erste B\u00fccher, die man in der Reihenfolge des Eintreffens seines Mails gewinnen kann.<br \/>\nNummer zwei war diesmal &#8220;L\u00e4rchenau&#8221; von Kerstin Hensel und ich dachte mir noch, genau das m\u00f6chte ich gewinnen, denn ich habe durch die GAV Kerstin Hensel ja  kennengelernt, als es die DDR noch gab und als sie 1989 beim Bachmannpreis gelesen hat, war sie dort ja noch als DDR-Autorin. Wir haben einige Zeit lange Briefe hin- und hergeschreiben, Internet gab es damals noch nicht und uns auch ein paar Mal getroffen. Einmal hat sie in der alten Schmiede in Wien gelesen, zweimal habe ich sie in Berlin besucht. Das letzte Mal, glaube ich 1992, dann ist der Kontakt abgebrochen.<br \/>\nDas Buch interessiert mich aber schon. Genau wie ich auch Rudolf Brunngrabers &#8220;Karl und das zwanzigste Jahrhundert&#8221;  gern nochmals lesen w\u00fcrde. Br\u00e4uchte ich es ja f\u00fcr mein Buchprojekt. Ich habe es schon einmal gelesen. Ich glaube auch vor ungef\u00e4hr zwanzig Jahren, da habe ich es mir von der Valerie ausgeborgt und es ihr leider zur\u00fcckzugeben. So ist es, wenn man zu ehrlich ist. Die Ruth Asp\u00f6ck meinte, sie w\u00fcrde es mir nur ungern borgen.  Da bleibt nur die Phantasie und ich m\u00fc\u00dfte mir den Leidensgenossen der Sophie Hunger neu ausdenken. Auch nicht schlecht, wenn ich es kann.<br \/>\nAnsonsten bleibt noch anzumerken, Otto Lambauer hat den R\u00fcckseitentext f\u00fcr das &#8220;Haus&#8221; inzwischen gemailt und Alfred hat den Umschlag gemacht. Der Text mu\u00df noch durchgesehen werden, ansonsten hoffe ich, wird es im Mai zwei neue eigene B\u00fccher geben und die Texte, die ich bei meinen n\u00e4chsten Veranstaltungen lesen werde, mu\u00df ich auch noch aussuchen.<br \/>\nBei der Margareten ART wahrscheinlich den Anfang vom &#8220;Novembernebel, wie damals in Vorarlberg und f\u00fcr die &#8220;Freiheit des Wortes&#8221; werde ich versuchen das Kapitel &#8220;Die roten Schuhe&#8221; aus dem &#8220;Haus&#8221; auf f\u00fcnf Minuten zu verk\u00fcrzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Literaturquiz und in diversen Schreiblernblogs habe ich mich in der letzten Zeit ein bi\u00dfchen mit Science Fiction und Vampirromanen besch\u00e4ftigt. 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