{"id":130885,"date":"2023-04-03T00:29:00","date_gmt":"2023-04-02T22:29:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=130885"},"modified":"2023-04-03T00:29:00","modified_gmt":"2023-04-02T22:29:00","slug":"kremulator","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=130885","title":{"rendered":"Kremulator"},"content":{"rendered":"\n<p>Von dem 1984 in Minsk geborenen und derzeit in der Schweiz lebenden Sasha Filipenko habe ich dank &#8220;Diogenes&#8221; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/07\/02\/die-jagd\/\">schon <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/05\/05\/rote-kreuze\/\">viel<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/05\/05\/der-ehemalige-sohn\/\"> gelesen <\/a>und er wurde glaube ich, auch im Vorjahr bei den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/04\/03\/fursprache-und-widerworte\/\">&#8220;Fried-Tagen&#8221; <\/a>,im Literaturhaus vorgestellt. <\/p>\n\n\n\n<p>Da konnte ich nur streamen, aber jetzt ist sein neuer Roman zu mir gekommen in dem es \u00fcber einen Pjotr Nesterenko geht, der Direktor der Moskauer Krematorien in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/02\/20\/metropol\/\">Stalin-Zeit <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/03\/06\/der-laerm-der-zeit\/\">war<\/a>, und da 1941 verhaftet und verh\u00f6rt wird und um die verschiedenen Verh\u00f6re geht es im ersten Teil der den gr\u00f6\u00dften Teil des Buches ausmacht. <\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es f\u00fcnf oder sechs Verh\u00f6re und Pjotr Nesterenko erz\u00e4hlt in diesen, dem Ermittler, der nicht Genosse genannt werden will, sein Leben.<\/p>\n\n\n\n<p> Da geht es hoch her. Es gibt einige Ohrfeigen, sonst ist der Protagonist, der aus adeligen Haus stammt, aber sehr souver\u00e4n und er hat auch schon einiges erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seinem Vater, der den Sohn zu einem starken Burschen machen wollte, gab es Schwierigkeiten. Dann diente er w\u00e4hrend der Revolution und im ersten WK in verschiedenen Armeen, floh dann ins Ausland, war als Pilot und in Paris auch als Taxifahrer t\u00e4tig und au\u00dfer den Verh\u00f6ren, gib es auch verschiedene Tageb\u00fccher und dann gibt eine Vera, die gro\u00dfe Liebe seines Lebens mit der  er Selbstgespr\u00e4che f\u00fchrt oder st\u00e4ndig an sie denkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ist Schauspielerin und tritt st\u00e4ndig mit verschiedenen M\u00e4\u00e4nnern, die sie f\u00f6rdern auf. In Paris gibt es aber eine heftige Beziehung zwischen den Beiden. <\/p>\n\n\n\n<p>Nesterenko geht da auch t\u00e4glich ins Theater, wo sie f\u00fcr ihn spielt. Dann entschlie\u00dft sie sich aber wieder nach Moskau zur\u00fcckzukehren, um in ihrer Karriere nicht behindert zu werden und da folgt ihr Nesternko nach und wird Direktor der Kreamtorien.<\/p>\n\n\n\n<p>Da gibt es viel zu tun, denn in der Stalin-Zeit wurde ja viel erschossen und am Abend geht er ins Theater, um nach seiner Vera zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die findet er dann auch, aber leider unter den Toten. Unter den ebenfalls Erschossenen, obwohl sie sich damit pr\u00fcstete von Stalin protegiert zu werden und sie deshalb ihren Pjotr auch verraten hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Der glaubt aber ein langes Leben zu haben und sich \u00fcber den Tod hinweg visualisieren zu k\u00f6nnen. Es kommt  trotzdem zu einer Verurteilung. Die passiert im zweiten Teil, im sehr kurzen dritten steht dann nur, da\u00df er 1992 rehabilitiert werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem in Zeiten, wie diesen ein sehr interessantes Buch, das sehr witzig und mit allen Varianten der Schreibkunst ein wichtiges Kapitel der russischen Geschichte aufarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von dem 1984 in Minsk geborenen und derzeit in der Schweiz lebenden Sasha Filipenko habe ich dank &#8220;Diogenes&#8221; schon viel gelesen und er wurde glaube ich, auch im Vorjahr bei den &#8220;Fried-Tagen&#8221; ,im Literaturhaus vorgestellt. 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