{"id":1327,"date":"2009-05-15T00:01:26","date_gmt":"2009-05-14T22:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1327"},"modified":"2009-05-15T00:01:26","modified_gmt":"2009-05-14T22:01:26","slug":"gina-kaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1327","title":{"rendered":"Gina Kaus"},"content":{"rendered":"<p>Iin den letzten Tagen waren ein paar Kleindetails zu erledigen, ich habe der GAV meinen Veranstaltungsvorschlag f\u00fcr 2010 gemailt.<br \/>\nDie Mittleren &#8211; Teil IV, Lesung von Frauen mit Ruth Asp\u00f6ck, Andrea Stift, Eva Jancak, Susanne Schneider und Cornelia Travnicek, Christa Nebenf\u00fchr hat mir ja abgesagt, damit ich mir keine Hoffnungen mache, da\u00df sie ihre \u00e4sthetischen Kiterien vielleicht doch noch revidiert, wenn sie mich nur oft genug h\u00f6rt. Ich habe mich streng an die Vorlage gehalten, die ich von der letzten GAV-GV  im Kopf hatte, 2010 nur mehr eine Veranstaltung pro Person und treue Leser meines Blogs wissen ja, da\u00df ich mich seither sehr mit dieser Frage besch\u00e4ftigt habe. Nat\u00fcrlich &#8220;Tag der Freiheit des Wortes&#8221;, aber im Literaturhaus geht es nicht mehr, weil ich da ja keine Kontrolle habe, da\u00df ich die Veranstaltung so machen kann, wie ich will. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich  Jessica Beer von der Hauptb\u00fccherei fragen, aber wenn man immer auf die Nase f\u00e4llt und den Eindruck hat, da\u00df sich f\u00fcr das was man tut, nicht wirklich jemand interessiert und ohnehin ein bi\u00dfchen depressv ist, fehlt halt die Kraft, also nur mehr die Frauen Veranstaltung, ein paar Leuten habe ich das auch schon angedeutet.<br \/>\nMagdalena Knapp-Menzel hat mir zur\u00fcckgemailt, da\u00df sie nicht sicher ist, ob die Beschr\u00e4nkung auch f\u00fcr die gro\u00dfen GAV-Veranstaltungen gilt , sie wird aber Christine Huber fragen und die hat geschrieben, die Beschr\u00e4nkung gilt nur, wenn zuviele Veranstaltungen eingereicht werden und das wei\u00df man noch nicht,  aber wenn du  mich fragst, ich finde es gut, wenn die Veranstaltung im Sinne der Rotation jemand anderer macht.<br \/>\nJennifer Witura hat mich zur  Feedbackrunde wegen der Margaretner Art eingeladen, die ist am 25. 5,  da werde ich in Sizilien sein, also habe ich mein Feedback schriftlich abgegeben, das n\u00e4chste Mal vielleicht ein Honorar und bitte das Foto mit dem Bezirksvorsteher.<br \/>\nCornelia Travnicek hat die Aussendung f\u00fcr ihr im August erscheinendes neues Buch &#8220;F\u00fctter mich&#8221; gemacht und mir ein Rezensionsexemplar f\u00fcr das Literaturgefl\u00fcster versprochen und mit Frau Heidegger bahnt sich ein weiterer Diskurs \u00fcber das Gratislesen und dem Mist in der Literatur an, das sind ja alles Themen, die mich sehr besch\u00e4ftigen. Au\u00dferdem gabs am Donnerstag eine Veranstaltung im Institut f\u00fcr Wissenschaft und Kunst in der Berggasse 17, das ist gleich neben der ber\u00fchmten Adresse und das ist eine gro\u00dfe Bibliothek und ein kleiner Vortragssaal, wo ich schon im intimen Kreis derselben Stammbesucher die tollsten Symposien und Vortr\u00e4ge \u00fcber meist nicht mehr sehr bekannte, vergessene Dichterinnen, die in  der Nazizeit ins Exil gehen mu\u00dften, h\u00f6rte. Diesmal war Gina Kaus an der Reihe. Ich habe den Namen gekannt und trotzdem wieder verwechselt. Nun ja, ich bin ein bi\u00dferl legasthen und habe gedacht, es w\u00e4re ein Portrait in dem Buch &#8220;Zeitlos&#8221; der Evelyne Polt-Heinzl drinnen, war es aber nicht. Kenne ich ihn halt von woanders und der Vortragsaal war ziemlich leer, als Hildegard Atzinger ihre Diplomarbeit &#8220;Gina Kaus -Schriftstellerin und \u00d6ffentlichkeit&#8221; vorgestellt hat, eine 1893 geborene Autorin, die in Wien und Berlin gelebt hat und in der Zwischenkriegszeit eine Bestsellerautorin von Unterhaltungsromanen, in der neuen Sachlichkeit, das hei\u00dft in einer leicht lesbaren f\u00fcr alle zug\u00e4nglichen Sprache geschrieben hat. Sie war  Kaffeehausliteratin und Besucherin der literarischen Salons und mit Franz Werfel, Karl Kraus, und Robert Musil ect. befreundet. F\u00fcr eine Novelle hat sie mit vierundzwanzig Jahren den Fontane Preis bekommen, eine Frauenzeitschrift gegr\u00fcndet und dort die Arbeiterfrauen zur Beratung an \u00c4rzte, Anw\u00e4lte und Psychologen vermittelt. Nach dem Anschlu\u00df ist sie in die USA emigiriert, hat dort Filmdrehb\u00fccher und ihre Memoiren geschrieben. Inzwischen ist sie vollkommen vergessen, obwohl sie in der Zwischenkriegszeit ber\u00fchmt war. Eine der anwesenden Damen hat dann noch erz\u00e4hlt, da\u00df man den Memoirenband &#8220;Von Wien nach Hollywood&#8221; am Samstag, um einen Euro beim Schottentor kaufen konnte, ein Herr der \u00fcber Robert Neumann forschte, hatte die passenden Briefe zur Hand und wir standen zu f\u00fcnft oder sechst noch lang in der Bibliothek bei Rotwein und Kabberkeksen und es war ein interessantes Gespr\u00e4ch \u00fcber eine vergessene Autorin, die auch auf der Liste der verbotenen B\u00fccher stand,  ein  intimes Literaturerlebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Iin den letzten Tagen waren ein paar Kleindetails zu erledigen, ich habe der GAV meinen Veranstaltungsvorschlag f\u00fcr 2010 gemailt. 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