{"id":1349,"date":"2009-05-17T10:34:21","date_gmt":"2009-05-17T08:34:21","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1349"},"modified":"2009-05-17T10:34:21","modified_gmt":"2009-05-17T08:34:21","slug":"margaretner-literaturgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1349","title":{"rendered":"Margaretner Literaturgeschichte"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem sich in den letzten Tagen eine hitzige Diskussion \u00fcber Wert und Unwert von Lesungshonoraren entbrannt hat, in der letzten Zeit viel \u00fcber Margareten die Rede war und sich Frau Heidegger mehr Infos \u00fcber den Literaturbetrieb w\u00fcnscht, m\u00f6chte ich hier  meine Margaretner &#8220;Lesungs- und Literaturgeschichte&#8221; beschreiben, die sehr interessant ist.<br \/>\n1997 bin ich in den Bezirk gezogen, vorher habe ich schon f\u00fcnf Jahre eine Praxis in der Reinprechtsdorfer Stra\u00dfe gehabt und irgendwann in der Bezirkszeitung gelesen, da\u00df es in der Pannaschgasse ein Literaturfest gibt, bei dem man lesen kann.<br \/>\nIch habe mich gemeldet, das Fest hat sich als Wahlveranstaltung zur EU-Wahl herausgestellt. Ich habe aus der &#8220;Verwechslung gelesen&#8221;, Hannes Swoboda hat mir das Mikrofon zurechtger\u00fcckt, ein Kind hat geschrieen, &#8220;Wann bist du endlich fertig?&#8221;,  Frau Bezirksrat Steininger hat die Lesung freundlich abgek\u00fcrzt und der Leiter der Szene Margareten d\u00fcckte mir das Veranstaltungsprogramm in die Hand.<br \/>\nSo bin ich mit der Szene Margareten und Frau Steininger in Kontakt gekommen, die mich zu sehr sch\u00f6nen Frauen-VIP-Veranstaltungen in eine Vinothek am Bacherplatz, wo  auch die Belgrader B\u00fcrgermeisterin zu Gast war, eingeladen hat. Sie war einmal auf meinem Geburtstagsfest, wo Elfriede Gerstl am Programm stand und hat mich 2002 zu einer Lesung in die Szene Margareten eingeladen.<br \/>\nLeider habe ich vers\u00e4umt nach dem Honorar zu fragen, sp\u00e4ter erfahren, es gibt keines, nun ja, wenn es schon versprochen war,  habe aber herausgefunden, da\u00df andere sehr wohl Honorar bekamen und da ich auch wu\u00dfte, da\u00df die st\u00e4dtischen B\u00fcchereien Honorare zahlen und die Lesungen in der B\u00fcchereifiliale stattfinden, habe ich gefragt, ob die B\u00fccherei nicht das Honorar \u00fcbernehmen kann, was zur Folge hatte, da\u00df ich wieder ausgeladen wurde, obwohl das Programmblatt schon gedruckt war und die Lesung angek\u00fcndigt.<br \/>\nEine peinliche Situation mit der ich mich an den Bezirksvorsteher und an die IG Autoren wandte, was zuerst nichts bewirkte, in weiterer Folge hat Konstantin Kaiser, der vor mir gelesen hat, sein Honorar durch die B\u00fcchereien bekommen und ich wurde zwei Jahre sp\u00e4ter durch Stephan Teichgr\u00e4ber, der inzwischen die Lesungen organisierte, wieder eingeladen und jetzt gab es ein Honorar, das auch in etwa den Vorschl\u00e4gen der IG Autoren entsprach.<br \/>\nEs war eine sch\u00f6ne Lesung aus &#8220;Tauben f\u00fcttern&#8221;, die Frau Bezirksrat war da und hat mir die B\u00fccher zur\u00fcckgebracht, die ich ihr f\u00fcr die erste Lesung zur Verf\u00fcgung stellte.<br \/>\nDann gab es eine zeitlang Wettbewerbe in der Szene Margareten bzw. der st\u00e4dtischen B\u00fccherei, an denen ich mich beteiligte.<br \/>\nStephan Teichgr\u00e4ber veranstaltete die &#8220;Goldene Margarite&#8221;, 2004 und 2005, die B\u00fccherein haben einen Festwochenwettbewerb, wo ich 2006, mit &#8220;Amadeas kleine Nachtmusik&#8221; sogar den Preis, einen Buchgutschein \u00fcber 250 Euro, gewonnen habe, mit dem ich mir bei Thalia sehr sch\u00f6ne B\u00fccher aussuchen konnte.<br \/>\nJetzt gab es die Margareten ART, der Bezirk tut etwas, um seine Kunst zu pr\u00e4sentieren, das ist keine Frage und ich finde auch den Einfall, in der Szene Margareten, die Margaretner Dichter und ihre works in progress vorzustellen, sehr gut, denn das sind  immer sehr sch\u00f6ne  und interessante Lesungen, wo man das Entstehen von Gegenwartsliteratur hautnah miterleben kann.<br \/>\nSusanne Ayoub  habe ich dort kennengelernt, Armin Baumgartner hat gelesen, Monika Wogrolly, Daniela Schmeiser, Ernst Hinterberger, Paul Wimmer, ect.<br \/>\nEs gibt ein G\u00e4stebuch, wo man die Namen und die Lesungen nachlesen kann und das ist sicher interessant und lobenswert.<br \/>\nDie Frage bez\u00fcglich Honorar bleibt trotzdem offen, denn gibt es keines, werden immer Namen fehlen und die Pr\u00e4sentation wird nicht vollst\u00e4ndig sein.<br \/>\nUnd Margareten hat ja viele Dichter und Dichterinnen, siehe meinen Eintrag zum Margaretner Osterspaziergang, aber auch da bin ich das erste Mal mit Frau Bezirksrat Steiniger durch den Bezirk gegangen und wir haben Jeannie Ebner getroffen, was mich sehr ber\u00fchrte.<br \/>\nDer Bezirk hat aber auch Friederike Mayr\u00f6cker eingeladen und einmal gab es, glaube ich, eine Ausstellung mit den Puppen von Friederike Mayr\u00f6ckers Mutter und El Awadalla, die Gewinnerin der Millionenshow, hat, glaube ich, bei einem Fest am Siebenbrunnenplatz mitgemacht, war aber unzufrieden, weil es kein Honorar gegeben hat und sie ist eine bekannte, selbstbewu\u00dfte und politisch sehr aktive  Literatin, die an der Wienzeile wohnt.<br \/>\nNun ja, Margareten hat literarisch viel zu bieten. Heuer gabs den Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters und jetzt die Margareten ART und meine Margaretner Erlebnisse habe ich in der Erz\u00e4hlung &#8220;M.M. oder die Liebe zur Germanistik&#8221; beschrieben, in der es um die fr\u00fchpensionierte Lehrerin Margarete Marek, ihre Dissertation \u00fcber Jura Soyfer und ihre Liebe zu dem jungen Dichter Jury aus der Ukraine geht, aus der ich beim Osterspaziergang viel gelesen habe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem sich in den letzten Tagen eine hitzige Diskussion \u00fcber Wert und Unwert von Lesungshonoraren entbrannt hat, in der letzten Zeit viel \u00fcber Margareten die Rede war und sich Frau Heidegger mehr Infos \u00fcber den Literaturbetrieb w\u00fcnscht, m\u00f6chte ich hier &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1349\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-1349","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1349"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1349\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}