{"id":136958,"date":"2023-08-29T10:53:09","date_gmt":"2023-08-29T08:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=136958"},"modified":"2023-08-29T10:53:09","modified_gmt":"2023-08-29T08:53:09","slug":"gebete-der-einsamkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=136958","title":{"rendered":"Gebete der Einsamkeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich tausche ja mit der lieben <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/12\/19\/am-markt-vor-dem-dritten-lockdown\/\">Doris Kloimstein <\/a>seit einiger Zeit, wenn ich sie am Markt von St. P\u00f6lten treffe, immer wieder B\u00fccher aus. Ich bringe ihr die, die ich in den offenen Schr\u00e4nken finde und ich f\u00fcr interessant halte und sie hat mir schon <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/11\/30\/jesolo\/\">einiges<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2019\/03\/17\/stella\/\">sehr<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2021\/07\/11\/machtkampf-im-ministerium\/\">Interessantes<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/05\/16\/das-geburtstagsfest\/\">gegeben<\/a>, wo ich mit dem Lesen inzwischen gar nicht mehr nachkomme.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dropbox.com\/scl\/fi\/zxwqvg8jsijspjf2ppr7b\/20230828-183125.jpg?rlkey=nf5ll6slto7qkg3rykliuwpwm&amp;raw=1\" alt=\"\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Clermont-Ferrand<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p> Da die Doris ihre Ferien seit Jahren aber in <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/26\/bei-den-kloimsteins-in-st-denis\/\">Frankreich verbringt,<\/a> haben sich auch einige von franz\u00f6sischen Autoren auf meiner <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste_2023\/\">Leseliste<\/a> angesammelt und die habe ich mir herausgesucht, als ich die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/06\/25\/kein-lesen-in-frankreich\/\">Leseplanung f\u00fcr die Frankreichreise <\/a>machte. Die hat dann erst im August statt im Juli stattgefunden und da hatte ich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/24\/samson-und-das-gestohlene-herz\/\">noch<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/23\/paradise-garden\/\">eine <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/21\/der-fruhling-ist-in-den-baumen\/\">Reihe<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/20\/der-achte-kreis\/\">von<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/19\/mord-im-lainzer-tiergarten\/\"> Rezensionsexemplare<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/16\/seelensturm\/\">zu<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/14\/wiener-magnolienmord\/\">lesen<\/a>, so da\u00df ich gar nicht mehr alle mitnehmen konnte. F\u00fcr den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/27\/der-zopf\/\">&#8220;Zopf&#8221;<\/a> ist es sich noch ausgegangen. Dann war ein d\u00fcnnes <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/08\/28\/das-andere-madchen\/\">B\u00fcchlein der letzten Nobelpreistr\u00e4gerin dabei <\/a>und als ich zum &#8220;Fetzen&#8221; greifen wollte, ist mir ein noch d\u00fcnneres B\u00fcchlein von Antoine  de Saint-Ex\u00fcperi in die H\u00e4nde gefallen, da\u00df mir die Doris vor einigen Jahren,  glaube ich, gegeben hat. Jedenfalls vorher, als ich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/05\/27\/bon-jour-saint-ex\/\">J\u00f6rg H Trauboths &#8220;Bonjour St. Ex&#8221; <\/a>gelesen habe. Denn da habe ich mich an das B\u00fcchlein erinnert und der Autor hat mich darauf aufmerksam gemacht, was ohnehin in dem Buch steht, da\u00df die meisten Texte darin aus &#8220;Der Stadt der W\u00fcste&#8221; stammen, die Antoine de Saint-Exupery neben dem ber\u00fchmten &#8220;Kleinen Prinzen&#8221; noch geschrieben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das stimmt nicht ganz, denn der erste Text &#8220;F\u00fcr Antoine&#8221; stammt von seiner Frau Consuelo. Die Anderen sind aus dem Buch und der Verleger merkt an, da\u00df die Reihenfolge ge\u00e4ndert wurde, beziehungsweise gibt es unter jeden Text, die Seitenangabe, wo man das Gedicht oder Gebet in &#8220;Der Stadt der W\u00fcste&#8221; finden kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dropbox.com\/scl\/fi\/1a3sz8863dlprirxsbz6g\/20230828-180357.jpg?rlkey=qiluxgwrwpaycdxn7p9i2231b&amp;raw=1\" alt=\"\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Camping Huttopia Royat<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es sind mehr poetische Texte als Gebete, wird noch angef\u00fcgt und Antoine de Saint Exupuery wurde 1900 in Lyon geboren. An dieser Stadt sind wir auf der R\u00fcckfahrt auch vorbeigekommen. Es gibt dort auch einen Flugplatz, der seinen Namen tr\u00e4gt und der Flieger ist ja 1944 bei einem Aufkl\u00e4rungsflug \u00fcber S\u00fcdfrankreich abgeschossen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Also durch die Gebete, was auf dem Campingplatz bei Clermont Ferrand sehr schnell geschehen ist, denn das Buch hat ja nur einundsechzig Seiten und dreiundzwanzig Texte und da gibt es das &#8220;Gebet der Einsamkeit&#8221;, die &#8220;Hymne auf die Stille&#8221;, die &#8220;Hymne auf die Nacht&#8221;, &#8220;Gott in der W\u00fcste&#8221;, die &#8220;Stille des Friedens&#8221;, etcetera.<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt durch das Buch, was f\u00fcr eine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/20\/erinnerungen\/\">Frau, die weder gl\u00e4ubig noch katholisch ist<\/a>, sehr interessant war, ein bi\u00dfchen \u00fcber Antoine  de Saint Exuperys Gedankenwelt zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>So schreibt er in der &#8220;Hymne auf die Stille&#8221;: &#8220;Stille du Musikantin der Fr\u00fcchte!- Stille der inneren Worte, denn es ist gut, wenn du Gott wiederfindest&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>In &#8220;Stille, Hafen der Schiffe&#8221; klagt er  &#8220;Oh du Schw\u00e4tzer! Wie sehr haben sie die Menschen verdorben&#8221;, an.<\/p>\n\n\n\n<p>In &#8220;Der Friede ist ein Baum&#8221; schreibt er &#8220;Erleuchte mich, Herr. Lass mich an Weisheit zunehmen, damit ich vers\u00f6hne.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Es l\u00fcgen alle&#8221; finde ich auch sehr interessant, wo er schreibt:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Es l\u00fcgt der Liebende, der dir vorgibt, dass Tag und Nacht das Bild seiner Geliebten in ihm wohne. Ein Floh lenkt ihn davon ab, denn der Floh sticht. Oder auch nur die Langeweile, denn dann g\u00e4hnt er&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Das finde ich sehr originell und wird sich bei mir einpr\u00e4gen und h\u00e4ngen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also ein sehr interessantes Buch und es war sicher sehr eindrucksvoll sich auf der R\u00fcckreise nach Wien ein wenig in die gl\u00e4ubige Gedankenwelt des Autors des &#8220;Kleinen Prinzen&#8221; einzulesen, von dem meine Franz\u00f6sischlehrerin in der Stra\u00dfergasse immer leidenschaftlich schw\u00e4rmte und den Hut des Napoelons auf der Tafel aufzeichnete.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich tausche ja mit der lieben Doris Kloimstein seit einiger Zeit, wenn ich sie am Markt von St. P\u00f6lten treffe, immer wieder B\u00fccher aus. 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