{"id":140269,"date":"2023-11-11T00:18:55","date_gmt":"2023-11-10T23:18:55","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=140269"},"modified":"2023-11-11T00:18:55","modified_gmt":"2023-11-10T23:18:55","slug":"lebenszeichen-schon-und-gut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=140269","title":{"rendered":"Lebenszeichen gut und sch\u00f6n"},"content":{"rendered":"\n<p>Hurrah es ist da das zweite Gst\u00f6ttmaier-Buch, der st\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/03\/22\/wieder-ohrenschmauspreisverteilung\/\">&#8220;Ohrenschmaus-Gewinner&#8221;,<\/a> der ja <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2018\/12\/31\/das-geheimnisgeschichtenlexikon-des-david-silvester-marek\/\">das<\/a><a href=\"\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2023\/03\/29\/so-habe-ich-es-aufgeschrieben\/\"> vierte <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2022\/05\/04\/literaturgesprach-mit-viktor-noworski\/\">&#8220;Stipendium&#8221;<\/a> in Anspruch nahm, damit ein Buch daraus entstehen kann, das ich ein bi\u00dfchen lektorieren durfte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2017\/06\/23\/soebstaendi\/\">Eines hat <\/a>der 1963 in Waldhausen in O\u00d6 geborene Peter Gst\u00f6ttmaier, dessen Geburt schwer verlaufen ist, schon und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/29\/ohrenschmaus-2011\/\">2011 <\/a>hat er das erste Mal mit einem handgeschriebenen Text &#8220;S\u00f6st\u00e4ndi ist: allas s\u00f6lba mocha&#8221; eingereicht und gleich nicht nur gewonnen, sondern gro\u00dfe Begeisterung ausl\u00f6ste. <\/p>\n\n\n\n<p>Seither ist fast kein Jahr vergangen, in dem er nicht unter den Preispr\u00e4gern war, auf der Ehrenliste stand oder den Schokoladepreis bekam, denn Peter Gst\u00f6ttmaier der in Mundart denkt und spricht und f\u00fcr den die Freiheit und das Bewegen sehr wichtig ist, hat eine eigene Sprache  und jetzt ist es da, das eigentlich d\u00fcnne in blau gehaltene B\u00fcchlein, das die sch\u00f6nsten Texte der letzten dreizehn Jahre enth\u00e4lt, bei dem f\u00fcr mich schon Bekanntes aber auch sehr viel Neues enthalten ist, die von der Schwester Heidi P\u00f6lzguter, die sich liebevoll, um ihren Bruder k\u00fcmmert, ausgew\u00e4hlt und zusammengestellt wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch Zeichnungen von Peters Gst\u00f6ttmaier, die, wie seine Schwester bei der Buchvorstellung auf der &#8220;Buch Wien&#8221; betonte, aber schon f\u00fcr fr\u00fchere Wettbewerbe angefertigt wurden und Fotos, wo man den Autor in seiner sch\u00f6nen neuen Wohnung sieht, f\u00fcr die er sich vom ersten Preisgeld auch ein Sofa kaufte, was ihn, wie die Schwester verriet, dazu brachte, regelm\u00e4\u00dfig einzureichen, um sich damit ein Extrageld zu verdienen, was wie man sieht, hervorragend funktioniert, obwohl ich, die mehrere Laudatios f\u00fcr ihn gehalten habe, regelm\u00e4\u00dfig bremse, um auch die anderen zu Wort kommen zu lassen, um kein anderes Talent zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also durch das Buch, durch das man sehr gut durch seine Schwester Heidi gef\u00fchrt wird, die immer wieder die Texte erkl\u00e4rte und auf die Selbst\u00e4ndigkeit des Bruders hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8220;Geschichten, Gedichte und Gedanken&#8221; beginnen also mit einem Selbstportrait und dann mit dem ersten Preistext &#8220;s\u00f6bst\u00e4ndi&#8221; mit dem, glaube ich, inzwischen schon einige Hilfsorganisationen Werbung machen. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann geht es gleich weiter mit den Preistr\u00e4gen, denn mit den Gedichten \u00fcber die Beziehung zu seiner Mutter &#8220;Is net banond mama ist net banond augn san triab kopf tuat weh haut is grau tuat net locha is net bainond die mama&#8221;, hat er auch schon beim Ohrenschmaus gewonnen, wie auch mit dem Text &#8220;D\u00f6ss\u00f6bi&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann geht es ans Kochen oder an die &#8220;Fleischloabaln&#8221;, die die Mama bei den sonnt\u00e4glichen Besuchen immer in gro\u00dfen Mengen kochte, so da\u00df der Peter Montag, Denstag, Mittwoch, Donnerstag immer eines zu essen hatte und am Sonntag  sogar zwei. Es gibt aber auch die Stosuppn&#8221; und die  &#8220;Blunzn&#8221;, die Peter Gst\u00f6ttmaier literarisch zu beschreiben wu\u00dfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Peter Gst\u00f6ttmaier geht aber auch gern ins Kaffeehaus und l\u00e4\u00dft sich dann, wenn es regnet, auch recht gern von der Polizei nach Hause bringen und k\u00f6stlich der Text &#8220;Oans-drei-drei-Polizei&#8221;, der sehr sch\u00f6n zeigt, wie das soziale Zusammenleben in kleinen Orten funktionieren kann, wenn sich alle kennen und sich umeinander k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bewegungsdrang und die Selbst\u00e4ndigkeit wird immer wieder  beschrieben, denn Peter Gst\u00f6ttmaer ist stolz auf seine Au\u00dfengruppe, die er mit einem Betreuer eigentlich selbst eingerichtet hat, wie auch auf seine Wohnung, wo er mit betreuter Hilfe alles selber und sogar selber kochen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2020\/03\/15\/hassposting-an-corona-oder-veranstaltungsstop-ii\/\">Corona-Zeit<\/a>, wo man keinen Sozialkontakt haben durfte, hat Peter Gst\u00f6ttmaier, wie auch viele andere &#8220;Ohrenschmaus-Einreichende&#8221;, sehr bek\u00fcmmert und beeintr\u00e4chtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Nix geht mehr ois steht&#8221; hei\u00dft es da in der &#8220;R\u00fcckschau auf den ersten Lockdown.&#8221; Und in &#8220;Wonn h\u00f6rt des auf&#8221; screibt er etwas ungeduldig  &#8220;corona corona  oiweu corona&#8221;. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt auch ein paar Flirtversuche,  die sehr sch\u00f6n den leisen Humor des Autors zeigen, wie sie beispielsweise in  &#8220;So a schene Bluman&#8221; beschrieben wird und der Abschied von einem Betreuer wird in &#8220;ih sog zum obschied leise servus&#8221; auch sehr eindringlich geschildert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessantes Buch in dem man viel \u00fcber die Gedankenwelt eines Menschen mit sogenannten Lernschwierigkeiten mit denen man sonst vielleicht nicht so viel in Ber\u00fchrung kommt, erf\u00e4hrt, so da\u00df ich mich wirklich freuen w\u00fcrde, wenn es einmal auch in der &#8220;Alten Schmiede&#8221;vorgestellt werden kann und bin auch schon auf die n\u00e4chste Jurysitzung, bis drei\u00dfigsten November kann man f\u00fcr den &#8220;Ohrenschmaus&#8221; noch einreichen, gespannt, ob wir da wieder einen Peter Gst\u00f6ttmaier als Preistr\u00e4ger mit neuen Gedichten oder Prosatexten haben werden und das hat  Peter Gst\u00f6ttmaier bei der Pr\u00e4sentation  der Moderatorin auch versprochen, da\u00df er  weitermachen wird, so da\u00df es auch ein drittes, viertes oder was auch immer Buch geben kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hurrah es ist da das zweite Gst\u00f6ttmaier-Buch, der st\u00e4ndige &#8220;Ohrenschmaus-Gewinner&#8221;, der ja das vierte &#8220;Stipendium&#8221; in Anspruch nahm, damit ein Buch daraus entstehen kann, das ich ein bi\u00dfchen lektorieren durfte. 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