{"id":1419,"date":"2009-06-10T23:03:28","date_gmt":"2009-06-10T21:03:28","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1419"},"modified":"2009-06-10T23:03:28","modified_gmt":"2009-06-10T21:03:28","slug":"buchaussendung-und-romane-vom-nationalsozialismus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1419","title":{"rendered":"Buchaussendung und Romane vom Nationalsozialismus"},"content":{"rendered":"<p>Heute wollte ich eigentlich mit der Anna essen gehen, dann ist aber Ruth Asp\u00f6ck gekommen, weil ich ihr noch ein Buch wegen meiner Geburtstagslesung geben wollte und sie die damals aktuellen schon hatte.<br \/>\nSie hat mir auch ein Buch mitgebracht, n\u00e4mlich &#8220;Selbstportrait&#8221; aus der fr\u00f6hlichen Wohnzimmeredition, wo sich die fr\u00f6hliche Wohnzimmergemeinde, Freunde und Prominente in drei\u00dfig Portraits jeweils mit Text und Bild vorstellen.<br \/>\nAm Nachmittag habe ich meine doppelte Buchaussendung gemacht.<br \/>\nAn sich ja leider eine v\u00f6llig sinnlose Aktion, wenn ich da am Schreibtisch sitze, mit Herzblut sch\u00f6ne Briefe verfasse, die B\u00fccher in Kuverts f\u00fclle, auf das Postamt trage und  meistens nicht einmal eine Antwort kommt.<br \/>\nSo gesehen k\u00f6nnte ich die zweiundzwanzig Euro Porto gleich aus dem Fenster werfen, der Caritas spenden, etc, andererseits die Nationalbibliothek verlangt ein Belegxemplar und verzeichnet die B\u00fccher auch in einen Katalog, der bis nach Leipzig und zu Google kommt, Helmut Sch\u00f6nauer hat sich wieder f\u00fcr Rezensionen angeboten und der Dokumentationsstelle f\u00fcr neuere \u00f6sterreichische Literatur schicke ich die B\u00fccher eigentlich auch ganz gern und Evelyne Polt-Heinzl antwortet mir auch.<br \/>\nAnsonsten habe ich mich wieder f\u00fcr Lesungen, Rezensionen und eine Sendung im ORF angemeldet und auf das Literaturgefl\u00fcster hingewiesen.<br \/>\nFr\u00fcher habe ich meine Texte sehr oft an Verlage und Literaturzeitschriften herumgeschickt und mich f\u00fcr Preise und Stipendien beworben. Das tue ich jetzt kaum mehr.  Daf\u00fcr habe ich meine B\u00fccher, meine Lesungen und nat\u00fcrlich das Literaturgefl\u00fcster.<br \/>\nAm Abend gab es in der alten Schmiede wieder Textvorstellungen zum Thema Nationalsozialismus mit diesmal nur zwei Lesungen, n\u00e4mlich Uwe Bolius &#8220;Hitler von Innen&#8221; und Otto Licha &#8220;Geiger&#8221; moderiert von Renate Zuniga.<br \/>\nIch bin wegen Uwe Bolius hingegangen, den ich schon lange kenne, erstens wohnt er in der N\u00e4he und hat 1989 auch Kerstin Hensel eingeladen, da haben wir uns dann in seiner Wohnung am Margaretenplatz getroffen. Dann war er  auch in der GAV, ist von dort wegen der Rushdie-Geschichte aber ausgetreten.<br \/>\nIch habe mit ihm bei dieser Halbpreisveranstaltung &#8211; Schreibwerkplatz in einer sehr leeren alten Schmiede in der Energiewoche im Februar 2004 um siebzehn Uhr  gemeinsam gelesen, ich aus der Globalisierungsnovelle, er aus dem Book on Demand &#8220;heinrich, hanna, gert&#8221;, deshalb habe ich ihn dann eingeladen, als ich 2005, die Veranstaltung &#8220;Selbstgemacht, die Literatur neben dem Literaturbetrieb&#8221;, im Literaturhaus machte,  die Zusammenarbeit war etwas schwierig, weil Uwe Bolius unbedingt wollte, da\u00df ich die Bremer Bod Autorin Hella Streicher einlade.<br \/>\nEr ist aber sicher ein interessanter Mann und hat sich mit der Liebesgeschichte Hitlers zu seiner Nichte Geli Raubal auch ein schwieriges Thema ausgesucht, n\u00e4mlich den Versuch Hitler als Mensch gerecht zu werden und aus realen Personen eine Fiktion zu machen.<br \/>\nDen zweiten Autor kannte ich nicht, da ging es auch um reale Personen, n\u00e4mlich um den j\u00fcdischen Geigenlehrer, der  nach Tanger fl\u00fcchten konnte, w\u00e4hrend seine Eltern dem Holocaust zum Opfer fielen. Otto Licha schreibt die Geschichte von der Figur des Vaters aus, der, weil ihm auf der Flucht die Finger abgefroren sind, den Sohn zum Geigenspielen dr\u00e4ngt, der dar\u00fcber in die Psychiatrie kommt oder wie Renate Zuniga in ihrer Einleitung sagte, wie das so ist, wenn Geschichte nicht aufgearbeitet wird, die Neurosen wuchern weiter.<br \/>\nEs war ein beklemmender Abend mit dem Versuch schwierige Fragen zu beantworten, die man wahrscheinlich gar nicht beantworten kann.<br \/>\nEs war sehr voll in der alten Schmiede und die Diskussion interessant, wenn die Beklemmung auch sp\u00fcrbar war.<br \/>\nFrau Bolius hat die Diskussion beendet, indem sie auf die sch\u00f6nen Cover des Limubs-Verlags, die meistens oder immer H\u00e4user zeigen, hinwies.<br \/>\nErika Kronabitter hat ihre B\u00fccher auch dort, ihr altes und ihr neues, das, wie das von Manfred Chobot, der neben mir gesessen ist, im Herbst erscheinen wird.<br \/>\nEs war ein interessanter Abend und jetzt kann ich mich, da morgen ein Feiertag ist und ich, da Alfred in Italien ist, nicht nach Neuberg an der M\u00fcrz zum Ernst Jandl Preis fahren kann, f\u00fcr den Rest der Woche in Schreibklausur begeben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wollte ich eigentlich mit der Anna essen gehen, dann ist aber Ruth Asp\u00f6ck gekommen, weil ich ihr noch ein Buch wegen meiner Geburtstagslesung geben wollte und sie die damals aktuellen schon hatte. 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