{"id":1544,"date":"2009-07-03T09:49:03","date_gmt":"2009-07-03T07:49:03","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1544"},"modified":"2009-07-03T09:49:03","modified_gmt":"2009-07-03T07:49:03","slug":"1-jahr-literaturgefluster","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1544","title":{"rendered":"1 Jahr Literaturgefl\u00fcster"},"content":{"rendered":"<p>Es ist so weit. Das Literaturgefl\u00fcster gibt es ein Jahr und ich mu\u00df nat\u00fcrlich dar\u00fcber schreiben. Am 3. Juli wurde der erste kurze Artikel verfasst, es war in der Fr\u00fch, Alfred mu\u00dfte in die WU und ich habe mich nicht ausgekannt, also ein Pilotversuch und mal sehen, was daraus wird?<br \/>\nDie Idee selbst einen Blog zu machen, ist mir nach dem Bachmann-Kolloquium 2008 gekommen, als ich in den Pausen gelesen habe, was die anderen Blogger dar\u00fcber schreiben.<br \/>\nOb ich das ebenfalls kann?<br \/>\nInzwischen sind 190 zum Teil sehr lange Artikel daraus geworden, 89 Kommentare, bis Dato 9.308 Aufrufe und es hat mir gro\u00dfen Spa\u00df gemacht!<br \/>\nEs ist aber auch mehr. Wenn man sich n\u00e4mlich \u00fcber drei\u00dfig Jahre sehr intensiv f\u00fcr die Literatur interessiert, mindestens sechsunddrei\u00dfig Jahre schreibt und etwas weniger lang mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen geht, im Arbeitskreis schreibender Frauen literarisiert wurde und nicht zuletzt Mitglied der GAV ist, hat sich ein ziemliches literarisches Wissen angesammelt, das ich nicht nur f\u00fcr mich ordnen will. Denn es ist ja  interessant, was in der Literatur passiert und leider bekommen nur Insider zu wissen, was sich au\u00dferhalb des Mainstreams tut!<br \/>\n\u00dcber das Lesetheater, die Poetnight, aber auch das Nanowrimo-Writing wird in den Medien kaum berichtet. Auch  in \u00d61 und in einer Sendung wie dem &#8220;Zeitton&#8221; gibt es nichts zur &#8220;Untergrundliteratur&#8221;.<br \/>\nEin Wort, das ich, wie den &#8220;Eigenverlag&#8221;, nicht mag, trotzdem ist unter diesem Titel, in der Zeitschrift &#8220;Buchkultur&#8221;, 1991, ein Portrait \u00fcber mich ver\u00f6ffentlicht worden.<br \/>\nDann kommt noch dazu, da\u00df ich den strengen \u00e4sthetisch-germanistischen Kriterien nicht ganz entspreche, ein wenig sch\u00fcchtern bin und mich zumindestens verbal nicht sehr gut pr\u00e4sentieren kann. Und so wurde ich sechsunddrei\u00dfig Jahre vom Literaturbetrieb aber so etwas wie \u00fcbersehen und wenn man dazu noch sensibel ist, aber nicht aufh\u00f6ren will, weil die Psychologenseele nat\u00fcrlich schreit, &#8220;Tu das nicht!&#8221; &#8211;  ist so ein Blog ein wahrer Segen!<br \/>\nDas hat sich wohl mein Unbewu\u00dftes vor einem Jahr gedacht, als ich die paar Zeilen im Pilotversuch ohne Konzept und ohne Ahnung, was daraus wird, geschrieben habe.<br \/>\nEs ist etwas daraus geworden! Schon auf den ersten Kurzartikel, zuf\u00e4lligerweise auch zum Thema &#8220;Sommerfrische&#8221;, in der ich mich jetzt wieder befinde, ist ein Kommentar von einer Nieder\u00f6sterreicherin gekommen, die mich, keine Ahnung, wie, gefunden hat.<br \/>\nDann ist mein literarischer Verst\u00e4rker Otto Lambauer dazugesto\u00dfen, hat auch einen Blog gegr\u00fcndet, im M\u00e4rz damit aufgeh\u00f6rt, aber jetzt, was ich als Erfolg verbuche, wieder angefangen. Weiter so!<br \/>\nEs lebe die Literatur und die Selbstinitiativen, denn wenn wir alles den \u00fcbers\u00e4ttigten Gr\u00f6\u00dfen \u00fcberlassen, kommt am Ende etwas Angebranntes heraus. Und ich habe sie zum Gl\u00fcck noch, die literarische Begeisterung, trotz allem oder wahrscheinlich auch deshalb!<br \/>\nDann habe ich Autorinnen durch das Bloggen kennengelernt, Andrea Stift und Cornelia Travnicek, mit der ich inzwischen, und das hat nichts mit dem Literaturgefl\u00fcster zu tun, in der alten Schmiede gelesen habe.<br \/>\nUnd manchmal treffe ich jemanden bei einer Veranstaltung, erz\u00e4hle ihm von meinen Blog und am n\u00e4chsten Morgen meldet sich ein anderer und schickt mir einen Kommentar zu dem, was ich vor ein paar Wochen \u00fcber ihn geschrieben habe oder Rudi Lasselsberger mailt am fr\u00fchen Morgen &#8220;Poetnight, was, wo, wie, warum?&#8221;<br \/>\nSo habe ich gleich am Anfang sehr viel Lob und Aufmunterung bekommen, vielleicht ist deshalb so viel daraus geworden, denn die konstruktive Kritik ist wichtig, w\u00e4hrend die destruktive l\u00e4hmt!<br \/>\nStimmt auch so wieder nicht, denn dann w\u00fcrde ich schon drei\u00dfig Jahre nicht mehr schreiben.<br \/>\nAber das Literaturgefl\u00fcster ist wirklich  besser, als das, was ich sonst so schreibe, aufgenommen worden!<br \/>\nEs gab zwar einige, die mir sagten, sie interessieren sich nicht f\u00fcr Blogs, lesen sie nicht und haben keine Zeit daf\u00fcr. Etwas, was ich fr\u00fcher auch gedacht habe, seit ich mich  aber damit befasse, wei\u00df ich, da\u00df hier wahre Goldsch\u00e4tze zu finden sind!<br \/>\nDer Blog der Cornelia Travnicek z.B. Die Schreibwerkstatt und das <a href=\"http:\/\/schriftsteller-werden.de\">schriftsteller-werden.de<\/a>, Anni B\u00fcrkl und Christiane Zintzens &#8220;inad\u00e4quat&#8221; nicht zu vergessen und noch vieles mehr.<br \/>\nDas habe ich ja schon vor einem Jahr geschrieben, wenn es das vor drei\u00dfig Jahren  gegeben h\u00e4tte, w\u00e4re ich heute vielleicht woanders. Ich habe also viel gelernt durch das Lesen und das Schreiben.<br \/>\nEine Kritik habe ich nat\u00fcrlich auch bekommen, da\u00df ich zu viel und zu offen schreibe, aber GAV- und andere Geheimnisse habe ich nie verraten und das, f\u00fcr wen oder gegen wen ich stimme, ist, denke ich, von \u00f6ffentlichem Interesse und das ist es auch, was ich mit dem Literaturgefl\u00fcster will.<br \/>\nLiterarische Hintergrundinformation  bieten und das, was ich auf meinen Wegen in die Literatur erfahre, \u00f6ffentlich machen. Zum Beispiel die letzten Worte der Jeannie Ebner und der Erika Mitterer, die ich von ihnen geh\u00f6rt habe, aber auch, da\u00df Franzobel, als er sich vor dem Bachmannpreis bei der GAV beworben hat, eine gro\u00dfe Diskussion ausl\u00f6ste.  So ist das Literaturgefl\u00fcster zu verstehen und so ist es, glaube ich, auch geworden und, obwohl ich ohne Konzept losgestartet bin, eine interessante Mischung aus allem, woraus die Literatur besteht und ich den Zugang habe.<br \/>\nDenn es ist nat\u00fcrlich subjektiv zu werten und ich werde nur von den Veranstaltungen berichten, bei denen ich war oder die mich aus irgendeinen Grund interessieren und mir aufgefallen sind.<br \/>\nAber da ich gern \u00fcber den Tellerrand hinausschaue, ist alles drin, denke ich, die Mainstream- und die Untergrundliteratur, Veranstaltungsberichte aber auch die \u00fcber das eigene Schreiben.<br \/>\nIch zelebriere meine eigene Schreibwerkstatt und plaudere \u00fcber das Entstehen meiner Texte. Schreibe meine Literaturgeschichte und die der Leute, die ich dabei kennenlerne und das sehr ehrlich, offen und subjektiv!<br \/>\nSo denke ich, da\u00df ich die, die sich daf\u00fcr interessieren und sich daf\u00fcr Zeit nehmen wollen, schon ein wenig einf\u00fchren kann in die \u00d6sterreichische, in die Wiener, in die Weltliteratur!<br \/>\nJetzt ist das Jahr herum, ich bin wieder in der Sommerfrische, das Symposium des Instituts f\u00fcr j\u00fcdische Geschichte ist diesmal erst eine Woche sp\u00e4ter, aber sonst wird sich das Literaturgefl\u00fcster wahrscheinlich wiederholen.<br \/>\nDie neue lange Nacht der Literatur bei &#8220;Rund um die Burg&#8221;, die neue Poet night, der neue Nobelpreistr\u00e4ger u. u. u. und dann das was aktuell passiert, das neue Schreiben, die neuen B\u00fccher, die neuen Skandale, h\u00f6chstwahrscheinlich auch die neuen Todesf\u00e4lle. Vielleicht kommen auch neue Stammleser zu den alten hinzu und wenn ich mit dem Literaturgefl\u00fcster ein wenig zur Literaturgeschichte beitragen und zeigen kann, da ist eine, die sich sehr f\u00fcr Literatur interessiert und  auch recht viel dar\u00fcber wei\u00df, freut mich das sehr!<br \/>\n&#8220;Alles Gute zum Geburtstag, Literaturgefl\u00fcster!&#8221;, das ja auch wirklich den treffenden Namen hat und am Nachmittag gehts nach St. P\u00f6lten zum Hauptstadtfest und die hat auch Geburtstag!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist so weit. Das Literaturgefl\u00fcster gibt es ein Jahr und ich mu\u00df nat\u00fcrlich dar\u00fcber schreiben. Am 3. 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