{"id":1566,"date":"2009-07-10T00:27:59","date_gmt":"2009-07-09T22:27:59","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1566"},"modified":"2009-07-10T00:27:59","modified_gmt":"2009-07-09T22:27:59","slug":"o-tone","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1566","title":{"rendered":"o-t\u00f6ne"},"content":{"rendered":"<p>Die o-t\u00f6ne, diese Literatursommerlesereihe, jeden Donnerstag im Juli und im August im Museumsquartier, wo das jeweilige who is who der \u00f6sterreichischen Literaten, die ein Buch geschrieben haben, das es  vielleicht bis auf die Short-list bringt, habe ich bisher vers\u00e4umt.<br \/>\nDenn Donnerstag bin ich im Sommer nie in Wien, nur diesmal  mache ich nach der Sommerakademie am Donnerstag und  Freitag meine Praxistage.<br \/>\nVoriges Jahr, meine allerersten Leser wissen es, h\u00e4tte ich den Franz Schuh zwar auch beinah geschafft, nur bin ich da bei Irene Rauchs Schreibseminar h\u00e4ngengeblieben, aber diesmal bin ich zum musikalischen Auftakt mit Ernst Molden und Willi Resetarits und zur Lesung mit Gernot Wolfgruber aus der bei Jung und Jung erschienenen Widerauflage des 1975 geschriebenen &#8220;Auf freiem Fu\u00df&#8221;, der Geschichte einer Lehrlingsjugend  der \u00f6sterreichischen Provinz, wie G\u00fcnter Kaindlsdorfer launig moderierte, gekommen und wurde schon in der Fr\u00fch von Kristina Pfoser darauf eingestimmt und ich habe auch eine Beziehung zu der kurzen Welle der \u00f6sterreichischen Arbeiterliteratur der Siebzigerjahre.  Habe ich doch 1973 zu schreiben angefangen und das war es auch, was mir  so vorschwebte und da gab es die drei gro\u00dfen Vorbilder Franz Innerhofer, der wahrscheinlich ber\u00fchmteste, der sich 2002 das Leben nahm mit seinen &#8220;Sch\u00f6nen Tagen&#8221;,  Michael Scharang, der inzwischen die Seiten wechselte mit &#8220;Charly Traktor &#8221; und dann im Schatten der beiden, der 1944 in Gm\u00fcnd geborene Gernot Wolfgruber, der mir, ich habe gerade in meinen Katalog nachgesehen, durch vier von seinen f\u00fcnf B\u00fcchern, die ich habe, am n\u00e4chsten steht. Irgendwann Ende der Siebzigerjahre habe ich zu Weihnachten die Donauland Ausgabe der &#8220;Herrenjahre&#8221; bekommen, die mich sehr beeindruckt hat. Dann habe ich auch &#8220;Niemandsland&#8221; gelesen und mir einmal die dtv Taschenbuchausgabe von &#8220;Auf freiem Fu\u00df&#8221;, das radikalste Buch, wie es der Autor bezeichnen soll, gekauft und dann noch die Residenzausgabe &#8220;Die N\u00e4he der Sonne&#8221;, an die ich mich aber nicht erinnern kann.<br \/>\nIch bin also eine eifrige Wolfgruber Leserin, es gibt ja nur f\u00fcnf zwischen 1975 und 1985 erschienene Romane und die M\u00e4r eines neuen Werks, das  schon in Ausz\u00fcgen  ver\u00f6ffentlicht wurde und aus dem der Autor dann auch las.<br \/>\nJochen Jung sa\u00df in der ersten Reihe und ich finde es sehr interessant, da\u00df diese Arbeiterb\u00fccher, die die Siebzigerjahre  sehr beherrschten, so schnell verschwunden sind und sich die drei Autoren damit auch nicht halten konnten.<br \/>\nIch bin kurz vor acht in den Hof gekommen, habe auf den freien Pl\u00e4tzen Volltext und Standard liegen sehen, aber es war alles besetzt. So habe ich mir die Molden-Band hinter der B\u00fchnen auf einem der Betonkl\u00f6tze angeh\u00f6rt, das war ein sch\u00f6ner Platz, nur war die Akustik nicht sehr gut, bei der Lesung habe ich aber  einen Platz in der dritten Reihe gefunden.<br \/>\nDen Wiener Lieds\u00e4nger und  Paula von Preradovic-Enkel Ernst Molden kenne ich auch schon lang, hat er sich ja 1992 um ein Nachwuchsstipendium beworben und da hatte er ein Theaterst\u00fcck &#8220;Der Basilisk&#8221;  im Schauspielhaus und dann hat er auch ein paar Kriminalromane geschrieben, bevor er sich als S\u00e4nger etabliert hat und er wirkt auch mit seinem Strohhut interessant.<br \/>\nAuf meinen Platz habe ich sehr gut die Besucher beobachten k\u00f6nnen und auch einige Bekannte gesehen, die literarische Autogrammsammlerin beispielsweise, die immer zu den literarischen Gro\u00dfveranstaltungen kommt.<br \/>\nBeim Wolfgruber hat es sich etwas gelichtet, aber die Lesung war sehr packend und der Text auch eindrucksvoll.<br \/>\nDas war also die Er\u00f6ffnung der Sommerlesereihe mit der ich mich wieder in die Sommerfrische verabschieden werde und die Literatursaison hat gestern in der alten Schmiede geendet.<br \/>\nEs gibt aber im August im Cafe Pr\u00fcckl die Podium-Lesereihe, aber da bin ich nicht eingeladen und au\u00dferdem ist mir das Cafe Pr\u00fcckl zu teuer.<br \/>\nEs kamen aber diese Woche  noch ein paar Einladungen zu literarischen Veranstaltungen, so hat mich Anni B\u00fcrkl zu der Pr\u00e4sentation ihres neuen Krimis am 28. 7. eingeladen und Krimi und Sommer passen ohnehin zusammen. So gibt es jedes Jahr ein Buchkultur Spezial Krimiheft und dann hat auch Ilse Kilic  einen Wohnzimmerabend  n\u00e4chste Woche, aber da bin ich in der Sommerfrische.<br \/>\nF\u00fcr die, die es interessiert, die o-t\u00f6ne werden mit Walter Kappacher, Franzobel, Robert Menasse, Wolf Haas etc. sicher interessant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die o-t\u00f6ne, diese Literatursommerlesereihe, jeden Donnerstag im Juli und im August im Museumsquartier, wo das jeweilige who is who der \u00f6sterreichischen Literaten, die ein Buch geschrieben haben, das es vielleicht bis auf die Short-list bringt, habe ich bisher vers\u00e4umt. 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