{"id":1583,"date":"2009-07-27T22:04:32","date_gmt":"2009-07-27T20:04:32","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1583"},"modified":"2009-07-27T22:04:32","modified_gmt":"2009-07-27T20:04:32","slug":"nachrichten-aus-der-hohen-tatra","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1583","title":{"rendered":"Wandern in der hohen Tatra"},"content":{"rendered":"<p>Vom Urlaub zur\u00fcck melde ich mich bei denen, denen ich abgegangen bin.<br \/>\nEs war sehr sch\u00f6n in der hohen Tatra und wir waren jetzt das vierte Mal dort auf Wanderurlaub.<br \/>\nDas erste Mal vor vier Jahren, 2005, da ging es ein paar Wochen sp\u00e4ter in die Schweiz zur Jungfrau, um den Spuren eines Courths-Mahler-Romanes nachzusp\u00fcren. Ja, ja, das lese ich auch sehr gerne und auf dem R\u00fcckweg zur der Text und Kritik Werkstatt nach Vorarlberg ins Silvretta-Haus zu der mich Erika Kronabitter eingeladen hat. Da habe ich die &#8220;Fluchtbewegung&#8221; vorgestellt und in einer Galerie in der N\u00e4he von Bregenz aus dem Krimi &#8220;Tauben f\u00fcttern&#8221; gelesen.<br \/>\nUnd die hohe Tatra hat mich so begeistert, da\u00df wir 2007, 2008 und heuer wieder hingefahren sind.<br \/>\nDie ersten drei Male haben wir beim Euro Camp in Tatranska Lomnica \u00fcbernachtet, der heuer leider geschlossen war. Was ich sehr schade fand, gab es dort ja eine sehr nette Familie, eine Gro\u00dfmutter, die das Lebensmittelgesch\u00e4ft betrieb, die Tochter betreute das Bufett und die Kinder spielten Fu\u00dfball oder liefen herum und transportierten die Sachen hin und her.<br \/>\nDie Frau sprach gut Deutsch und war sehr freundlich und zum Fr\u00fchst\u00fcck gab es sehr gute Kolatschen, die Klos waren zwar ein bi\u00dfchen abgesandelt, aber im Vorjahr ist mir im Zelt die Idee zu der &#8220;Haus&#8221;-Erz\u00e4hlung gekommen.<br \/>\nWo werde ich heuer den Einfall f\u00fcr meinen n\u00e4chsten Text haben, habe ich beim Wegfahren gedacht? Ein Einfall f\u00fcr die n\u00e4chste Arbeit ist mir  auch nicht gekommen, dazu stecke ich noch zu sehr in der derzeitigen, die ja jetzt &#8220;literarisiert&#8221; werden soll, aber einen Campingplatz gleich in der N\u00e4he haben wir gefunden, der sogar ein bi\u00dfchen sch\u00f6ner war und das Wetter war heuer auch recht gut.<br \/>\nGanz sch\u00f6n ist es im kleinsten Hochgebirge Europas ja nie, sondern viel Regen und eher kalt, aber wir sind auch diesmal viel gewandert.<br \/>\nRizy, Krivan, Slavkovsky Stit, Predne Solisko, Wasserfallweg, Magistrale etc.<\/p>\n<div id=\"attachment_1602\" style=\"width: 522px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1602\" class=\"size-large wp-image-1602\" title=\"Am Predne Solisko\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090723-135723.jpg?w=512\" alt=\"Am Predne Solisko\" width=\"512\" height=\"288\" \/><p id=\"caption-attachment-1602\" class=\"wp-caption-text\">Am Predne Solisko<\/p><\/div>\n<p>Das Gehen ist ein meditativer Akt, da kommen einem die besten Gedanken und ich habe diesmal auch ein bi\u00dfchen auf die Stimmungsbilder geschaut, weil ich an meiner Sprache arbeiten will und hatte auch ein kleines B\u00fcchlein mit, in das ich mir ein paar Impressionen aufgeschrieben habe.<br \/>\nDie hohe Tatra ist wirklich sehr sch\u00f6n, wie Semmering w\u00fcrde ich sch\u00e4tzen, mit den vornehmen alten Grand Hotels aus der vorvorigen Jahrhundertwende, die eher h\u00e4\u00dflichen Geb\u00e4ude aus den sozialistischen Zeiten gibt es zwar auch noch, aber, ich glaube, die verschwinden allm\u00e4hlich und da es jetzt den Euro gibt, merkt man kaum mehr einen Unterschied, wenn man durch die Kurorte der hohen Tatra f\u00e4hrt oder auf die Berge wandert und da es f\u00fcr uns immer noch ein bi\u00dfchen billiger ist, ist es ganz angenehm auf den H\u00fctten Gulaschsuppe, Buchty oder ein Szegediner Gulasch zu essen und am Abend beim Bahnhof-Beisl ein Glas Wein zu trinken.<br \/>\nWenn man aber beispielsweise an den Regentagen ein bi\u00dfchen weiter f\u00e4hrt, kommt man schnell in die Roma-Siedlungen und da schaut das Ganze gleich anders aus und ist bei Karl-Markus Gau\u00df nachzulesen.<br \/>\nAber &#8220;Die Hundeesser von Svinia&#8221; hatte ich nicht mit. Nur Fritz Habecks &#8220;Der Ritt auf dem Tiger&#8221; in dem es um die \u00f6sterreichische Geschichte des vorigen Jahrhunderts geht und da bin ich nicht viel weiter als hundert Seiten mit dem Lesen gekommen, etwas  Slowakisches habe ich beim Vorbereiten aber nicht gefunden, erst als ich schon dort war, ist mir eingefallen, da\u00df mir Christa Stippinger Lacatus Mirceas Gedichte geschenkt hat, die vielleicht ganz gut gepasst h\u00e4tten, auch wenn der Autor ein Rum\u00e4ne ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Urlaub zur\u00fcck melde ich mich bei denen, denen ich abgegangen bin. Es war sehr sch\u00f6n in der hohen Tatra und wir waren jetzt das vierte Mal dort auf Wanderurlaub. 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