{"id":1632,"date":"2009-08-05T09:51:16","date_gmt":"2009-08-05T07:51:16","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1632"},"modified":"2009-08-05T09:51:16","modified_gmt":"2009-08-05T07:51:16","slug":"herbstvorschau-und-literaturgeplauder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1632","title":{"rendered":"Herbstvorschau und Lesegeplauder"},"content":{"rendered":"<p>Im September wird es drei eigene Lesungen geben. Am 5. beim Volksstimmefest, eine Woche drauf ist die Poet Night, am 21. 9. gibts doch eine Pr\u00e4sentation meiner neuen B\u00fccher im Reading!!room und am Wochenende davor ist wieder &#8220;Rund um die Burg&#8221;. Da habe mir jetzt das Programm ausgedruckt und  wieder vor, nonstop zu bleiben. Denn diesen Spleen, einmal im Jahr mit einer Tasche Proviant frierend in einem Zelt zu \u00fcbernachten und allem, was  Rang und Namen hat und lesen darf, zuzuh\u00f6ren, erlaube ich mir und jetzt gelingt mir auch das Durchhalten.<br \/>\nUm halb drei in der Fr\u00fch, wenns ganz kalt ist und die Erotiknacht vielleicht fad, denke ich ja leicht, was soll es, die anderen kommen  auch nicht zu meinen Lesungen?<br \/>\nEine Zeitlang habe ich  bef\u00fcrchtet, es w\u00e4re eine Woche vorher, also zeitgleich mit der Poet Night und diesen Marathon durchzuhalten, w\u00e4re  besonders schwer. Es ist aber hintereinander und ich werde mich auch nicht splitten m\u00fcssen.<br \/>\nObwohl der August erst angefangen hat, beginnt nun auch die Vorschau auf die neuen B\u00fccher. Peter Henisch hat ein Neues, entnehme ich dem Programm, dann gibts wieder einen Eva Rossmann Krimi. Alfred pflegt mir den regelm\u00e4\u00dfig zum Geburtstag und zu Weihnachten zu schenken, wahrscheinlich auch, weil ihn anschlie\u00dfend die Anna liest. Als ich das letzte Mal mit ihr essen war, hat sie mich in den Thalia, in die Mariahilfer Stra\u00dfe gef\u00fchrt und behauptet, es gebe einen Eva Rossmann  Krimi, den ich nicht habe, wir haben ihn aber nicht gefunden und der neue &#8220;Leben lassen&#8221; ist, so viel ich wei\u00df, noch nicht erschienen.<br \/>\nEva Rossmann wird bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; lesen und dann hat auch Wolf Haas einen neuen  Krimi &#8220;Brenner und der liebe Gott&#8221;, obwohl er diese Serie 2003 mit &#8220;Das ewige Leben&#8221; beenden wollte.<br \/>\nAlles kann sich \u00e4ndern und es werden im Herbst sicher viele neue B\u00fccher auf mich zu kommen, von denen ich noch keine Ahnung habe.<br \/>\nDann gibts auch die Liste f\u00fcr den deutschen Buchpreis und wir werden wissen, welche ehemaligen Bachmannpreistr\u00e4ger ganz oben stehen.<br \/>\nIn diesem Sinne, obwohl ich eine sehr anachronistische Leserin bin, mit einem ungelesen B\u00fccherberg, der weit in das vorige Jahrhundert hineinreicht, so da\u00df mich solche Listen meistens nur veranlassen, das Ungelese herausholen, leite ich zu einigen Fragen \u00fcber, die in den B\u00fccherblogs gerade diskutiert werden.<br \/>\nEine dreht sich um die schlechten B\u00fccher und da geben die Blogger ihre Kriterien an, was sie f\u00fcr schlechte B\u00fccher halten. Z.B. <a href=\"http:\/\/www.lillyberry.de\/\">lillyberry<\/a> oder <a href=\"http:\/\/leselustfrust.wordpress.com\/\">leselustfrust<\/a> f\u00fchren da lange Listen.<br \/>\nDas hat mich wieder etwas verwirrt, denn ich bin ja eine, die sehr  offen, tolerant und neugierig ist und sich f\u00fcr vieles interessiert.<br \/>\nEin Hauptkriterium f\u00fcr ein gutes Buch w\u00e4re f\u00fcr mich die Ernsthaftigkeit mit der es geschrieben wurde. Wenn sich der Autor, die Autorin bem\u00fchen, gibt es f\u00fcr mich kein schlechtes Buch, denn es ist ja interessant, was die anderen so schreiben.<br \/>\nEin Problem ist nat\u00fcrlich das Lektorat, denn in dem Wunsch, das Ganze zu verkaufen, gibt es wahrscheinlich kaum mehr einen originellen Autor, denn da wird, wie man merken kann,  viel gegl\u00e4ttet,  den Leserw\u00fcnschen angepasst und auch nicht alles zugelassen und die Schreibschulen haben ja auch die Regel, da\u00df immerfort etwas passieren mu\u00df und da\u00df alles, was die Handlung nicht weitertreibt, hinausgeh\u00f6rt.<br \/>\nDarin widerspreche ich in meinem  Schreiben, wo oft nicht viel passiert und das hat mir vor Jahren auch einmal Karl-Markus Gau\u00df erkl\u00e4rt, da\u00df es in der Literatur nichts Gew\u00f6hnliches geben darf, sondern alles mu\u00df \u00fcberh\u00f6ht und au\u00dfergew\u00f6hnlich sein, w\u00e4hrend ich mich ja gerne an das Stifterische  Prinzip der &#8220;Bunten Steine&#8221; halte und von den Randexistenzen des Lebens berichten will.<br \/>\nUnd weil ich so schreibe, kritisiere ich auch nicht so gern herum, sondern h\u00f6re erst einmal zu, obwohl ich nat\u00fcrlich meinen eigenen Geschmack habe und auch nicht alles lese.<br \/>\nSo habe ich bei &#8220;Harry Potter&#8221;, Stephanie Meyer, etc. sicher meine Vorurteile, &#8220;Die Vermessung der Welt&#8221; nicht gelesen und tue mir bei der experimentellen Literatur auch schwer.<br \/>\nEine Kriterienliste, was ein schlechtes Buch ausmacht, sofern es nicht abgeschrieben, rechtsradikal und rassistisch ist, habe ich aber nicht.<br \/>\nDie zweite Frage ist, wie kommt man zu den B\u00fcchern, die man liest? Braucht es da die Verlagsempfehlung oder eine B\u00fcchersendung, wie &#8220;Die Vorleser&#8221; oder Elke Heidenreich, die die Vorauswahl treffen?<br \/>\nDa bin ich daraufgekommen, da\u00df ich auf den Namen gehe, wenn ich den Namen des Autors kenne, bin ich interessiert, auch das neue Buch kennenzulernen.<br \/>\nSo kaufe ich z.B. meine B\u00fccher aus den Ein-Euro-Kisten und da ich  viel zu Lesungen gehe, literarische Seiten lese, den Bachmannpreis studiere etc.  habe ich auch viele Namen im Kopf, so da\u00df ich &#8220;Ex libris&#8221; oder die anderen Sendungen gar nicht brauche, obwohl ich sie gern h\u00f6re.<br \/>\nDie \u00f6sterreichische B\u00fcchersendung ist zur Abwechslung eine, die mir  nicht so gef\u00e4llt, die halte ich durch die Essays, die die Herren, die sie moderieren, voran stellen, f\u00fcr zu oberklug und ich wei\u00df oft nicht, was  das mit den besprochenen  B\u00fcchern zu tun hat?<br \/>\nZum Abschlu\u00df meiner heutigen Gedankensplitter komme ich zu Anni B\u00fcrkl, die auch Ghostwriterin ist und da in ihrem Blog ihre Preise angibt,  wenn man sich von ihr ein Buch schreiben l\u00e4\u00dft,  weil man zwar Ideen, aber keine Zeit zum Schreiben hat.<br \/>\nDa konnte ich, als Konsumverweigerin nicht umhin, ihr einen Kommentar zu schicken. Obwohl es die ber\u00fchmten Schauspieler, Politiker etc., die f\u00fcnfzehn- bis zwanzigtausend Euro f\u00fcr einen Ghostwriter zahlen, um  ihre Biografie in einem Gro\u00dfverlag zu haben, die des bekannten Namens wegen auch gekauft wird, schon geben wird.<br \/>\nSoll auch so sein und so gesehen ist das Ghostwriting sicher spannend. Nur f\u00e4llt mir da das Gerede von der &#8220;Vanity Fair&#8221; ein, das man zu h\u00f6ren bekommt, wenn man sich zum Beispiel ein Buch im Book on Demand-Verfahren macht.<br \/>\nEs ist schon ein Dilemma mit der Literatur. In diesem Sinne freue ich mich auf den B\u00fccherherbst und  werde jetzt weiterkorrigieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im September wird es drei eigene Lesungen geben. 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