{"id":1657,"date":"2009-08-08T08:51:09","date_gmt":"2009-08-08T06:51:09","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1657"},"modified":"2009-08-08T08:51:09","modified_gmt":"2009-08-08T06:51:09","slug":"spurensuche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1657","title":{"rendered":"Spurensuche"},"content":{"rendered":"<p>Gestern habe ich mein St. P\u00f6lten Repertoire wieder um ein St\u00fcck erweitert. In die Stadt selbst komme ich ja kaum, nur zum Thalia in die Kremsergasse und wenn Wahl ist, gehe ich mit dem Alfred auf den Markt und drehe meine &#8220;Geschenkrunden&#8221;.<br \/>\nEinmal habe ich einen Hauptstadttag gemacht und versucht ein bi\u00dfchen Literarisches zusammenzusammeln. Au\u00dfer dem Manfred Wieninger und dem Alois Eder fand ich nicht viel.<br \/>\nRichtig, die &#8220;<a href=\"http:\/\/www.litges.at\/\">Litges<\/a>&#8221; macht am Samstag einen Jourfix in einem Cafe in der Kremsergasse, der Alois Eder, den ich manchmal auf der Stra\u00dfe treffe, hat mich da mal hingef\u00fchrt und \u00fcber die Wieninger Plagiatsgeschichte habe ich in &#8220;Harland-Stadt&#8221; geschrieben.<br \/>\nJetzt habe ich mir gedacht, mache ich es der Leselustfrust-Schreiberin nach und schau mir an, was St. P\u00f6lten verlagsm\u00e4\u00dfig so zu bieten hat. Denn da gibts seit einigen Jahren den Residenzverlag mit Hauptsitz in St. P\u00f6lten und nicht mehr unter Jochen Jung in Salzburg in der Gaisbergstra\u00dfe, denn den haben sie 2000 hinausgeschmissen, obwohl in den Siebzigerjahren alle wichtigen \u00f6sterreichischen Autoren, zumindest, als sie noch nicht zu Suhrkamp  konnten, dort verlegt wurden.<br \/>\nJochen Jung, hat &#8220;Jung und Jung&#8221; gegr\u00fcndet, seinen Grafiker, der die  sch\u00f6nen Residenzumschl\u00e4ge machte, mitgenommen, verlegt auch nicht mehr viele \u00d6sterreicher, ist im Beirat des Deutschen Buchpreises und schreibt inzwischen selbst.<br \/>\nIch glaube, M\u00e4rchen und Kurzgeschichten. Ich hab ihn einmal bei &#8220;Buch und Wein&#8221; in der Sch\u00e4ffergasse geh\u00f6rt, jetzt steht er  bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; auf dem Programm und bei den IG Autoren haben sie einmal lang und kritisch \u00fcber den neuen Residenzverlag diskutiert, der inzwischen dem N\u00d6-Pressehaus geh\u00f6rt.<br \/>\nGerhard Ruiss hat sich, glaube ich, sehr \u00fcber den Ausverkauf der \u00f6sterreichischen Literatur mokiert und erz\u00e4hlt, da\u00df die B\u00fccher mit Originalbriefen der Autoren in den Mist gekippt wurden, da war ich leider nicht dabei, aber inzwischen hat sich das gewandelt, denn als ich voriges Jahr mit O. P. Zier im Literaturhaus gesprochen habe, hat sich der sehr positiv \u00fcber den Verlag ge\u00e4u\u00dfert.<br \/>\nZdenka Becker hat dort einen Roman und liest mit einem neuen, bei Picus erschienen, ebenfalls bei &#8220;Rund um die Burg&#8221;.<br \/>\nMichael Stavaric und  Clemens J. Setz, der voriges Jahr beim Bachmannlesen gewonnen hat, wurden dort entdeckt und der neue B\u00fcchner-Preistr\u00e4ger Walter Kappacher hat seinen &#8220;Fliegenpalast&#8221; auch bei Residenz verlegt.<br \/>\nHerwig Bitsche, der Verlagsleiter, kochte bei der &#8220;Buch Wien&#8221; mit Toni M\u00f6hrwald und lie\u00df dort und bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; den guten Sonnenuhrtee verteilen. Eine Kochbuchschiene gibt es also auch.<br \/>\nUnd ich war im M\u00e4rz auf der Buchpr\u00e4sentation der &#8220;Roten Babuschka&#8221; in der Hauptb\u00fccherei, das in Leipzig sehr beworben wurde.<br \/>\nAlso  ein neuer Starverlag, der sich durchsetzen konnte und die \u00f6sterreichische Verlagsszene neben &#8220;Droschl&#8221; und &#8220;Jung und Jung&#8221;  vertritt.<br \/>\nIch vermutete den Verlag  im Stadtkern und habe mir gedacht, den schaue ich mir auf einer meiner Radtouren an.<br \/>\nDann habe ich nachgegooglet, bin auf die klingende Adresse &#8220;Gutenbergstra\u00dfe 12&#8221; gekommen und habe sie im Stadtplan nicht gefunden.<br \/>\nGestern bin ich trotzdem losgefahren, habe das Rad an der Traisen stehenlassen und bin die Linzerstra\u00dfe hinuntergegangen, denn, da\u00df es dort in der N\u00e4he ist, hatte ich herausbekommen. Als ich schon in der Josefsstra\u00dfe war, habe ich einen alten Herrn gefragt und der hat mir erkl\u00e4rt, da\u00df ich zum Europaplatz abbiegen mu\u00df.<br \/>\n&#8220;Richtung Prinzersdorf!&#8221;, hat er gesagt und ich bin auf einer Autobr\u00fccke gestanden, die \u00fcber den Alpenbahnhof  in den Wald f\u00fchrte und am Ende des Stadtwalds herausgekommen. Beim Kreuzweg, wo Alois Eder beim vorigen Osterspaziergang sehr sch\u00f6ne Elegien vorgelesen hat.<br \/>\nDann weiter in Richtung Melk, auf einmal teilte es sich, ich bin falsch abgebogen, habe die Gutenbergstra\u00dfe \u00fcbersehen und auf der M\u00fclldeponie gelandet, daf\u00fcr aber am R\u00fcckweg \u00fcber einen einsamen Kriecherlbaum gestolpert und meinen Rucksack mit kleinen roten Fr\u00fcchtchen angef\u00fcllt.<br \/>\nDas N\u00d6-Pressehaus liegt auf einem einsamen Feld und da es diese Tafeln mit &#8220;Betreten des Firmengel\u00e4ndes verboten!&#8221;, gibt, habe ich au\u00dfer ein paar rauchenden M\u00e4nnern und parkenden Autos nicht viel gesehen.<br \/>\nAber trotzdem interessant, denn ich bin nat\u00fcrlich auch auf der Verlagshomepage gewesen.<br \/>\nHerwig Bitsche ist ein Vorarlberger und hat ein Rezept f\u00fcr Vorarlberger Kn\u00f6pfle und auf der Impressumseite gibt es Hinweise f\u00fcr Autoren, wie man seine Manuskripte einsenden soll!<br \/>\n&#8220;Nicht zu lang, nicht zu viel und Geduld! Keine Originale und dr\u00e4ngen Sie uns nicht, wir k\u00f6nnen nicht zur\u00fccksenden und bewerten nicht!&#8221;<br \/>\nDas ist vorbei, das tue ich, glaube ich, nicht mehr.<br \/>\nJochen Jung habe ich in den Achtzigerjahren meine unfertigen Manuskripte  eifrig geschickt und zur\u00fcckbekommen.  &#8220;Zwischen H\u00fctteldorf und Heiligenstadt&#8221; gleich zweimal, weil mir das Gerald Bisinger so empfohlen hat. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern habe ich mein St. P\u00f6lten Repertoire wieder um ein St\u00fcck erweitert. 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