{"id":1759,"date":"2009-08-26T12:27:36","date_gmt":"2009-08-26T10:27:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1759"},"modified":"2009-08-26T12:27:36","modified_gmt":"2009-08-26T10:27:36","slug":"dreck-an-der-traisen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1759","title":{"rendered":"Dreck an der Traisen"},"content":{"rendered":"<p>Alle unter Siebenundzwanzigj\u00e4hrigen, die ja noch bis 30. August bei Schreibbar 09 \u00fcber die Events des Sommers schreiben und insgesamt 900 Euro gewinnen k\u00f6nnen, hatten  in der vorigen Woche, Gelegenheit dazu, denn da gab es in St. P\u00f6lten die &#8220;Frequency&#8221; und da bin ich am Donnerstag an der Traisen durchgefahren, bzw. habe ich mein Rad an der Security vorbei durch das Eingangsgitter geschoben, lange hinter einem Polizeiauto, das auch sehr langsam fahren mu\u00dfte, da von allen Seiten hunderte Jugendliche herbeistr\u00f6mten, die Bierkisten schleppten, ihre Zelte auf der Wiese hatten, vor diesen und in der Traisen auf Campingst\u00fchlen sa\u00dfen, viele mit Pappt\u00e4felchen in der Hand, mit der sie die Radschieberin mit &#8220;hot hot!&#8221; anfeuerten!<br \/>\nMan h\u00f6rte Englisch und deutsches Deutsch &#8220;Ihr \u00d6sterreicher sagt auch halb vier?&#8221; und am Abend war es  bei geschlossenem Fenster, sieben Kilometer weiter, sehr laut.<br \/>\nAm Freitag sind wir zum Gl\u00fcck mit Alfreds Wandergruppe in das Dachsteingebiet und zum Gosaukamm gefahren, als wir Sonntag Abend zur\u00fcckkamen, waren die Zelte weg und am Montag auf dem Wiener Rathausplatz las ich in &#8220;Heute&#8221; oder &#8220;\u00d6sterreich&#8221;, welch ein Erfolg, das Festival zu dem Zigtausende an die Traisen st\u00fcrmten, geworden ist und sich der B\u00fcrgermeister freute, der am liebsten jedem Besucher  einen Meldezettel \u00fcberreicht h\u00e4tte.<br \/>\nAls ich heute zu meiner Longlistlesebuch-Recherche an der Traisen nach St. P\u00f6lten fuhr, war der Dreck noch da.<br \/>\nHunderte von M\u00fclls\u00e4cken, Bierdosen und auch kaputte Zelte, sowie eine Zahnb\u00fcrste auf Weg und Wiesen, beim Bootshaus wird schon ger\u00e4umt, nach dem Steg sind die S\u00e4cke bereits zusammengepackt, dazwischen schauts noch schmutzig aus und die einsamen M\u00e4nner fischen sich ihre vollen Bierdosen aus dem M\u00fcll. Die achtzig Reinigungskr\u00e4fte, die derzeit an der Traisen putzen, kosten der Stadt kein Geld, kann man in der Gratiszeitung lesen und bei meiner Buchrecherche war ich wieder erfolglos.<br \/>\nN\u00e4mlich bei &#8220;Schubert&#8221; freundlich, bei &#8220;Thalia&#8221; weniger, Fazit: &#8220;Wir wissen nicht, haben nicht und interessieren uns auch nicht daf\u00fcr!&#8221; und das Besondere an der Geschichte ist, da\u00df ich mir das, was wahrscheinlich in dem Promotion B\u00fcchlein steht, leicht und locker im Internet besorgen kann.<br \/>\nBei <a href=\"http:\/\/libreka.de\">libreka.de<\/a> kann ich es mir gratis herunterladen und <a href=\"http:\/\/www.zintzen.org\">www.zintzen.org<\/a> hat auch eine sehr sch\u00f6ne Textzusammenstellung, nur lese ich Buchausz\u00fcge halt nicht gerne \u00fcber den Computer, was wieder eins zu null f\u00fcr das Buch, bei der Debatte Buch oder Internet,  spricht und dann frage ich mich nat\u00fcrlich, wieso gibts \u00fcberhaupt ein Lesebuch, wenn au\u00dfer mir keiner davon wei\u00df und es haben will?<br \/>\nNun gut, es ist noch Sommer und ich m\u00f6chte meinen Lesern  Interessantes \u00fcber das Lesen und das Schreiben bieten.<br \/>\nAnsonsten ist Cornelia Travnicek von ihrer Skandinavienreise zur\u00fcckgekommen und promotet ihr neues Buch &#8220;F\u00fctter mich&#8221;. Da warte ich auch auf das Rezensionsexemplar, mal sehen, ob es kommt und wie Cornelia Travnicek warte auch ich nicht gerne und mu\u00df es trotzdem ununterbrochen tun.<br \/>\nZum Beispiel auf die Entscheidung bez\u00fcglich &#8220;Traumtintenwettbewerb&#8221;, da bin ich auch schon ganz gespannt, was aus diesem ersten Schreibwerkstattwettbewerb geworden ist?<br \/>\nAnsonsten war es eine sch\u00f6ne Sommerfrische, mit einigen interessanten Ereignissen und vielen Artikeln und ich habe mich jetzt doch entschlossen, obwohl n\u00e4chste Woche noch Ferien sind, am Dienstag in Wien zu bleiben, denn da gibts am Mittwoch die Pr\u00e4sentation von Antonio Fians neuem Buch zum Thema &#8220;Schlaf&#8221; und am Donnerstag die Abschlu\u00dfveranstaltung der Podium Sommerreihe in der alten Schmiede mit Susanne Ayoub und Erika Kronabitter und da ich  schon ein Monat bei keiner literarischen Veranstaltung mehr war, lockt das nat\u00fcrlich sehr.<br \/>\nZu lesen habe ich gerade Erich Loest &#8220;Der elfte Mann&#8221; begonnen, das will ich noch besprechen, bevor ich mich in die neue Saison begebe.<br \/>\nJa und bei &#8220;Thalia&#8221; in der Kremsergasse liegt ein Gratisleseheft zu den B\u00fcchern von Susan Elizabeth Phillips genannt SEP zu ihren B\u00fcchern, ihren Lieblingsrezepten, samt einer exclusiven Kurzgeschichte auf, was  auch  bezeichnend ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle unter Siebenundzwanzigj\u00e4hrigen, die ja noch bis 30. 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