{"id":1884,"date":"2009-09-08T12:10:03","date_gmt":"2009-09-08T10:10:03","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1884"},"modified":"2009-09-08T12:10:03","modified_gmt":"2009-09-08T10:10:03","slug":"augstein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1884","title":{"rendered":"Augstein"},"content":{"rendered":"<p>Wieder eine Besprechung eines meiner Buchlandungs-Ein-Euro-B\u00fccher. N\u00e4mlich Ulrich Greiwes Biografie &#8220;Augstein &#8211; Ein gewisses Doppelleben.&#8221; Biografien lese ich zwar nicht sehr oft, aber manchmal doch sehr gerne und so habe ich mich gestern und heute mit dem Leben des streitbaren Spiegel-Herausgebers, der 1923 geboren und 2002 gestorben ist, in der Badewanne besch\u00e4ftigt und das war sehr interessant. Denn Rudolf Augstein mu\u00df sowohl eine extravertierte, als auch eine charismatische Pers\u00f6nlichkeit gewesen sein, der mit seinem ber\u00fchmten Nachrichtenmagazin das deutsche Nachkriegsleben pr\u00e4gte.<br \/>\nF\u00fcnfmal war er verheiratet, seine Kinder Jacob und Franziska f\u00fchren die Zeitschrift weiter, w\u00e4hrend Sohn Stephan heute als Sabine Maria Augstein Spezialanw\u00e4ltin f\u00fcr Lesben und Schwule ist.<br \/>\nEr bezog in Hamburg-Nienstedten eine vierunddrei\u00dfig Zimmer Villa und besa\u00df noch ein paar andere H\u00e4user, in denen \u00f6fter eingebrochen wurde. So wurden ihm auch seine Kokoschkas und Beckmanns geraubt. Er schrieb Gedichte, mischte  in der Kultur- und Theaterwelt mit, war mit G\u00fcnter Grass und Uwe Jonsen befreundet, schw\u00e4rmte f\u00fcr Wagner und Tschechow, war f\u00fcr die Wiedervereinigung und gegen Franz Josef Strau\u00df, was ihn ins Gef\u00e4ngnis brachte.<br \/>\nMartin Walser hat er nach einer Laudatio umarmt, davon gibt es Fotos, genauso, wie von dem blinden alten Tausendf\u00fc\u00dfler, der st\u00e4ndig \u00fcber seine eigenen F\u00fc\u00dfe stolpert, auf denen er sich aus seiner Zeitschrift vorlesen l\u00e4\u00dft.<br \/>\nKlein und dick war er ebenfalls und hat trotzdem ein gro\u00dfes St\u00fcck deutsche Nachkriegsgeschichte gepr\u00e4gt und ich erinnere mich, da\u00df ich 1973 mit meinem Vater, kurz nach der Matura und mitten drin in meiner philosopischen Phase, am Graben spazierenging und er mir bei einer Buchhandlung aus einer Abverkaufskiste, um wahrscheinlich damals drei\u00dfig Schillinge, ein Buch mit Spiegel-Rezensionen kaufte, da waren die B\u00fccher der bekannten Namen drinnen, mit denen Augstein befreundet oder verfeindet war und die mich sehr interessierten, obwohl ich mit dem Namen Augstein damals sicher nicht viel anfangen konnte.<br \/>\nSoweit die Lekt\u00fcre am Alphabetisierungstag und da gab es im Morgenjournal  einen Bericht \u00fcber die Google-Bucherfassung und ein Interview mit Marlene Streeruwitz und Clemens J. Setz, das ist der, der auf der Longlist steht, dar\u00fcber und im Kurier gibts die Bilder von vier Wiener Buchh\u00e4ndlerinnen, n\u00e4mlich Petra Hartlieb, Anna Jeller,  Elisabeth Seidl von Kuppitsch, die am Donnerstag und am Freitag den 220 Buchhandlungsgeburtstag feiert und Brigitte Salanda.<br \/>\nEs wird das dichte Netz der Wiener Nahversorgung mit dreihundertzwanzig Buchgesch\u00e4ften, hundertvier davon in der Innenstadt, gelobt.<br \/>\nDamit komme ich zu meinem Korrigierbericht, damit gehts ganz gut, denn das Ganze ist schon ziemlich glatt, mit nur mehr ein paar holprige Stellen. Viel habe ich zwar auch diesmal nicht daran ver\u00e4ndert und heute werde ich auch nicht sehr damit weiterkommen, mu\u00df ich ja meinen Lesungsmartahon, der mich in den n\u00e4chsten zwei Wochen erwartet, vorbereiten.<br \/>\nDen &#8220;Wunderbaren Tintentraum&#8221;, meine Bachmannpreissatire, f\u00fcr die Poet Night abstoppen. Neun Minuten darf ich lesen, ich glaube, ich brauche nicht so lang, sind es ja nur ein bi\u00dfchen \u00fcber tausend Worte.<br \/>\nF\u00fcr die Buchpr\u00e4sentationen, werde ich bei den &#8220;Wilden Worte&#8221; wahrscheinlich den Prolog aus der Erz\u00e4hlung und aus dem Roman das erste Kapitel lesen.<br \/>\nAlso wieder und das ist eine Warnung, f\u00fcr die, die das nicht m\u00f6gen, ein bi\u00dfchen \u00fcber den Literaturbetrieb jammern und klagen, wie schlecht es meiner Heldin Elsa Eisenstein darin geht.<br \/>\nUnd Montag darauf im read!!!ing room, wo ich f\u00fcnfzig Minuten lesen soll, werde ich  noch Xaxer Maria Mayerhofer und Amanda Silberkandl in je einem Kapitel vorstellen, damit man sieht, da\u00df ich auch etwas anderes schreiben kann.<br \/>\nJa und Mike Markart hat mir geschrieben, da\u00df Ende September im Braum\u00fcller Literaturverlag sein Roman &#8220;Calcata&#8221; erscheinen wird, vielleicht bekomme ich ein Rezensionsexemplar.<br \/>\nUnd Hurra, das Lesebuch zur Longlist des deutschen Buchpreises 09 ist da. Anette Knoch vom Droschl Verlag hat es mir geschickt. Vielen, vielen Dank!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder eine Besprechung eines meiner Buchlandungs-Ein-Euro-B\u00fccher. 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