{"id":192,"date":"2008-09-18T00:10:22","date_gmt":"2008-09-17T22:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=192"},"modified":"2008-09-18T00:10:22","modified_gmt":"2008-09-17T22:10:22","slug":"noch-farb-ich-meine-haare-rot","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=192","title":{"rendered":"Noch f\u00e4rb ich meine Haare rot"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_201\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/20080917-201640.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-201\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/20080917-201640.jpg?w=256\" alt=\"\" title=\"20080917-201640\" width=\"256\" height=\"144\" class=\"alignright size-medium wp-image-201\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-201\" class=\"wp-caption-text\">Nach der Lesung<\/p><\/div><br \/>\nDas ist der Titel zu Elfriede Haslehners Lesung zum 75. Geburtstag,  Mittwoch abend im Amerlinghaus aus ihren Gedicht- und Prosatexten, veranstaltet von &#8220;Frauen lesen Frauen&#8221; im Rahmen des ersten Wiener  Lesetheaters mit Elfriede Haslehner, Helga Eichler, Monika Giller, Judith Gruber- Rizy, Heidi Hagl, Hilde Langthaler, Erika Parovsky, Mechthild Podzeit-L\u00fctjen, Gabriela Schmoll und Hilde Schm\u00f6lzer.<br \/>\nEin Grund  \u00fcber Elfriede Haslehner zu schreiben, denn ich kenne sie schon lang und z\u00e4hle sie zu meinen literarischen Bezungspersonen, wenn es soetwas gibt.<br \/>\n1978 war es, als mich Monika Jensen in den Arbeitskreis schreibender Frauen gebracht hat und ich eine sehr unsichere junge Frau war, die noch nicht mit dem Psychologiestudium fertig war.<br \/>\nDamals habe ich Elfriede Haslehner kennengelernt, die gerade den Frauenverlag mitgegr\u00fcndet hat und die erste Anthologie &#8220;Aufschreiben&#8221; herausgegeben hat.<br \/>\nEinen meiner ersten Texte habe ich, das war dann schon ein bi\u00dfchen sp\u00e4ter (ich war gerade fertig und habe mit meiner Gespr\u00e4chspsychotherapieausbildung begonnen), hingeschickt und Elfriede, die meinem Schreiben ja immer sehr kritisch gegen\u00fcbergestanden ist, hat ihn mir mit einem Brief zur\u00fcckgeschickt, in dem sie mir vorsichtig formulierend geraten hat, stattdessen in Therapie zu gehen.<br \/>\nIch habe mit dem Schreiben  nicht aufgeh\u00f6rt und sie, nach dem sich der Arbeitskreis 1984 aufgel\u00f6st hat, in der GAV wiedergetroffen. 1987 wurde ich dort aufgenommen,  wir haben uns  noch  lange mit Valierie Szabo Lorenz und Hilde Langthaler  in den jeweiligen Wohnungen getroffen und wollten auch ein Vier-Frauenbuch herausgeben, das leider an der Verlagsfindung gescheitert ist.<br \/>\n1978 war sie  eine aufstrebende Lyrikerin, die gerade von der Frauen- und Friedensbewegung entdeckt wurde und ihre ersten Gedichtb\u00e4nde und Anthologien herausgebracht hat. Sp\u00e4ter wurde sie von den Ellenbogen j\u00fcngerer Frauen aus dem Frauenverlag herausgedr\u00e4ngt, der heute Milena-Verlag hei\u00dft und keiner mehr ist und hat darunter, wie ich glaube, sehr gelitten.<br \/>\nSieben Gedichtb\u00e4nde gibt es von ihr. 2002 hat Anita Schaub, die Frauenlesegruppe des 1. Wiener Lesetheaters gegr\u00fcndet, die unsere Lesejausen abl\u00f6ste.<br \/>\nInzwischen gehe ich nicht mehr zu den Jour fixes, weil ich, da berufst\u00e4tig, nicht monatlich die Texte anderer lesen will, erstens habe ich keine Ausbildung als Schauspielerin und zweitens w\u00fcrde das eigene Schreiben  zu kurz kommen, was ich  nicht will.<br \/>\nDas wurde mir, glaube ich, \u00fcbel genommen und da es, au\u00dfer Alfred, niemanden gibt, der mein Schreiben f\u00f6rdert, hat es mit dem Gelesen werden meiner Texte nicht sehr gut geklappt.<br \/>\nInzwischen organisiert Judith Gruber-Rizy die Lesungen und heute gab es die Lesung zum 75. Geburtstag. Die zum 70. habe ich vers\u00e4umt, obwohl ich sie  bei der GAV eingereicht habe und auch mitlesen wollte. Aber damals habe ich zum zweiten Mal einen kleinen Luitpold Stern Preis (den es wegen der BAWAG Aff\u00e4re nicht mehr gibt) gewonnen und die Preisverleihung war zuf\u00e4llig am 17. Juni. Es gab  keine Konkurrenzveranstaltung und so konnte ich die frauenbewegten, kritischen, pazifistischen und auch die Dialektgedichte  sehr genie\u00dfen. Ich habe  auch mein Lieblingsgedicht &#8220;Bilanz&#8221; hei\u00dft es, das Elfriede  am Schlu\u00df gelesen hat. Ich kann es nicht auswenig und zitierte aus dem Ged\u00e4chtnis.<br \/>\n &#8220;Ich habe nicht unter der Br\u00fccke geschlafen, war nicht in Steinhof und in Kalksburg, es wurde an mir kein AIDS diagnostiziert und ich bin noch nicht an Krebs gestorben, welch ein erfolgreiches Leben.&#8221; &#8211; Das trifft auch auf mich zu und ich sage mir es manchmal in den Momenten der Depression.<br \/>\nDie Lesung war also interessant. Bekannte getroffen, Ruth Asp\u00f6ck,  Richard Langthaler und Elfriedes Freund Franz. Erste Ahnbahnungen f\u00fcr mein Geburtstagsfest am 7. November gemacht, Rolf Schwendter mein Unbehagen \u00fcber die \u00dcberschneidung von &#8220;Rund um die Burg&#8221; und der &#8220;Poet Night&#8221; mitgeteilt, Rotwein getrunken und mich am Buffet mit K\u00e4sestangen und Aufstrichbroten gelabt.<br \/>\nEin zweites Lieblingsgedicht, das von der Vernissage, zu der man sich sch\u00f6n anziehen soll, damit man nicht f\u00fcr eine Sandlerin gehalten wird, die wegen dem Buffet kommt, habe ich auch, das heute nicht gelesen wurde.<br \/>\nAm Freitag gibt es dann die Poet Night,  bei der wir uns wiedertreffen.  Ich werde zwischen 17 und 18 Uhr lesen und kann, wenn ich will, schon fr\u00fcher zu &#8220;Rund um die Burg&#8221; gehen, um mir die \u00f6sterreichischen Neuerscheinungen anzuh\u00f6ren, die sogenannte Subkultur im Amerlinghaus war aber auch sehr interessant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist der Titel zu Elfriede Haslehners Lesung zum 75. 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