{"id":1930,"date":"2009-09-13T10:55:22","date_gmt":"2009-09-13T08:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=1930"},"modified":"2009-09-13T10:55:22","modified_gmt":"2009-09-13T08:55:22","slug":"poet-night","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1930","title":{"rendered":"Poet Night"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1936\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1936\" class=\"size-medium wp-image-1936\" title=\"20090912-155928\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/20090912-155928.jpg?w=168\" alt=\"Eva Jancak\" width=\"168\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-1936\" class=\"wp-caption-text\">Eva Jancak<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1937\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1937\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/20090912-170211.jpg?w=168\" alt=\"Werner J. Gr\u00fcner\" title=\"20090912-170211\" width=\"168\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-1937\" \/><p id=\"caption-attachment-1937\" class=\"wp-caption-text\">Werner J. Gr\u00fcner<\/p><\/div>\n<p>Gestern das literarische Underground- und Kleinkunstereignis, das unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit, seit 2000 oder 2001, w\u00fcrde ich einmal sch\u00e4tzen, j\u00e4hrlich an einem Freitag oder Samstag Nachmittag, um vier Uhr im Kulturcafe Siebenstern, in der Siebensterngasse, beginnt, wo nur von ein paar kurzen Pausen unterbrochen, an die sechzig Autorinnen und Autoren, die alle aus dem Lesetheater kommen, neun Minuten eigene Texte lesen.<br \/>\nDas ist immer eine bunte Mischung und intereressant, denn da ich jedes Mal mehr oder weniger lang dort war und mir seit einigen Jahren zu den Texten und den Autoren Anmerkungen mache, habe ich schon einige Talente entdeckt, die ich sp\u00e4ter in anderen Rahmen wieder getroffen habe.<br \/>\nSusanne Toth vielleicht, die heuer bei dieser Lex Liszt Gala im Literaturhaus gelesen hat. Dagmar Fischer, auch eine ehemalige Lehrerin von der Anna, Christian Katt, der sich f\u00fcr den 2001 verstorbenen Christian Loidl  sehr engagierte und vor einigen Jahren ein paar Gedenkveranstaltungen im Literaturhaus machte, GAV- Mitglied ist und schon einige B\u00fccher hat.<br \/>\nDann gibt es die stillen poetischen Talente, wie Christoph Vivenz, den ich j\u00e4hrlich bei der Poet Night h\u00f6re, keine Ahnung, was er sonst noch macht und von seinen eindrucksvollen Texten jedesmal beeindruckt bin.<br \/>\nUnd nat\u00fcrlich die Bekannten. Die Arbeitskreis- und Lesefrauen, zum Beispiel, mit denen ich zum Lesetheater gekommen bin. Elfriede Haslehner, Judith Gruber-Rizy, Hilde Langthaler, Hilde Schm\u00f6lzer, Anita C. Schaub &#8230;.<br \/>\nAnitia C. Schaub, die K\u00e4rntner Feministin, Psychagogoin und Germanistin, die uns 2002 nach der von Rolf Schwendter organisierten Tag der Freiheit des Wortes angesprochen hat, ob wir nicht eine  Frauenuntergruppe des Lesetheaters machen wollen, dann das Buch &#8220;FrauenSchreiben&#8221; mit siebzehn Autorinnenportraits, Gerstl, Jelinek, Langthaler, Haslehner, Nebenf\u00fchr, Mayr\u00f6cker, Neuwirth, Hammerl, Jancak &#8230;, 2004 herausgebracht hat.<br \/>\nDie Frauenlesegruppe im Wiener Lesetheater war heftig umstritten, mu\u00dfte sich umbenennen und Anita C. Schaub ist bald, was ich sehr schade finde, von dort ausgestiegen, macht aber alleine weiter und liest seit einigen Jahren bei der Poet Night.<br \/>\nJetzt gibts ein Buch mit dem Namen &#8220;Fremdenzimmer&#8221;, das bei Arovell erschienen ist und in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur vorgestellt werden wird, in dem die Reisen der Protagonistin Andrea von Wien nach Klagenfurt, wo sie ihre Mutter  pflegt, beschrieben werden.<br \/>\nElfriede Haslehner  las eine andere utopische Geschichte, in der es um die Krise geht. Hier wacht die Heldin eines Morgens auf,  es gibt keinen Strom, keine Heizung und keine Autos auf der Stra\u00dfe und sie zieht sich mit ihrem Freund in eine einsame H\u00fctte zum \u00dcberleben und Sterben zur\u00fcck.<br \/>\nJudith Gruber-Rizy hat wieder ihr neues Buch &#8220;Drift&#8221; vorgestellt, in dem die Heldin, wie in allen ihren B\u00fcchern Rosa hei\u00dft.<\/p>\n<div id=\"attachment_1938\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1938\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/20090912-172850.jpg?w=168\" alt=\"Judith Gruber-Rizy\" title=\"20090912-172850\" width=\"168\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-1938\" \/><p id=\"caption-attachment-1938\" class=\"wp-caption-text\">Judith Gruber-Rizy<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1939\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1939\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2009\/09\/20090912-190237.jpg?w=168\" alt=\"Christa Kern\" title=\"20090912-190237\" width=\"168\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-1939\" \/><p id=\"caption-attachment-1939\" class=\"wp-caption-text\">Christa Kern<\/p><\/div>\n<p>Dann gabs Erinnerungen an einen runden Geburtstag von Eva Dite, den Aufruf zu einer Benefizveranstaltung f\u00fcr die Hermi in der Kulmgasse, die f\u00fcr alle K\u00fcnstler in den Siebziger- und Achtzigerjahren eine offene K\u00fcche hatte und sich dadurch in Schulden st\u00fcrzte. Eva Dite z\u00e4hlte die Namen der jetzt Gro\u00dfen auf, die dort ein und ausgegangen sind.<br \/>\nMechthild Podzeit-L\u00fctjen, auch ein GAV-Mitglied und eine Frauen lesen Frauen Lesefrau, die sehr poetische Texte hat, las von der Er\u00f6ffnung des Ernst Jandl Parks, welche Kinder jetzt dort spielen und was am Parkeingang geschrieben steht.<br \/>\nNat\u00fcrlich traten auch M\u00e4nner auf, bekannte und weniger bekannte. Beppo Beyerl las einen Text vom Wiener Riesenrad und den Tschechen, denen es einst geh\u00f6rte.<br \/>\nDann kam Herbert J. Wimmer mit eigenen Texten und einigen Gerstl Gedichten, in Gedenken an die Dichterin, die gemeinsam mit Gert Jonke regelm\u00e4\u00dfig als Spezialguests aufgetreten ist und sich als einzige das Kleinhonorar nicht auszahlen lie\u00dfen.<br \/>\nGert Jonke hatte eine eigene Gedenklesung, vorgetragen von Ingrid Ahrer und es war sehr interessant, einen Jonke Text von einem anderen zu h\u00f6ren.<br \/>\nSehr poetisch Waltraud Haas, auch ein verborgenes, stilles Talent, die einige B\u00fccher in gro\u00dfen \u00f6sterreichischen Verlagen hat und deren neuer Lyrikband &#8220;Zwerchfellgewitter&#8221;, demn\u00e4chst bei Klever erscheint und auch in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur vorgestellt wird.<br \/>\nEs gibt bei der Poet Night aber auch sehr viel Humoristisches, viel Satire und Kabarett.<br \/>\nBesteht die H\u00e4lfte der Mitglieder aus Schauspielern, die Ausschnitte aus ihren Soloprogrammen zum Besten geben. Manfred Loydolt, Helga Leitner, Gerda Kamna w\u00e4ren dazu Beispiele.<br \/>\nDann gibts nat\u00fcrlich Richard Weis mit seinen Wilden Worten, der meistens ein *Best of* seiner Wunschgedichte bot, diesmal aber zu Ehren Rolf Schwendters, der sich das alles bis zwei Uhr fr\u00fch anh\u00f6ren mu\u00df, eine Katzengeschichte las. Eine Geschichte von der Katze Schnurli hatte auch Horst G. Tischer und da hatte ich den Eindruck, da\u00df das eine Stehgreiferz\u00e4hlung war, die live und als Weltuhrauff\u00fchrung geboten wurde.<br \/>\nEs hat auch Werner J. Gr\u00fcner, der wie ich nonstop geblieben ist, zum ersten Mal eigene Texte gelesen. Politische Splitter und Aphorismen, zum Beispiel eine Betrachtung \u00fcber das Gr\u00fc\u00dfen in \u00d6sterreich, Gr\u00fc\u00df Gott oder Heil Hitler?<br \/>\nAndere haben \u00fcberhaupt anderes gelesen. Peter Waugh auf Englisch, der Psychoanalytikersohn Georg Becker Gedichte von Dagmar Fischer und Erich Fried.<br \/>\nDann war noch Axel Karner da, wieder ein Vollblutautor, von dem ich mir vor zwei Jahren die Idee zum &#8220;Novembernebel&#8221; auf einer Poet Night geholt habe. Jetzt habe ich die Kurz-Kriminalgeschichten &#8220;Vom ersten Durchblick des Gewebes am zehnten November und danach&#8221; mit ihm getauscht. Auf Seite 14 kann man in &#8220;Ab und zu raschelt noch das rote Kraut&#8221; den Satz nachlesen, der zum &#8220;Novembernebel&#8221; gef\u00fchrt hat.<br \/>\nIngrid Jantzen, die immer sehr sp\u00e4t las, weil sie vorher Vorstellung hatte, hatte offenbar Krebs und hat einen sehr ber\u00fchrenden Text dar\u00fcber gelesen.<br \/>\nIch springe herum im Programm des \u00e4u\u00dferst intensiven Abends, bei dem ich wieder non stop geblieben bin, obwohl ich sehr m\u00fcde war. Ich habe eifrig mitgeschrieben, um f\u00fcr sp\u00e4ter Erinnerungspunkte zu haben, das hat Helga G. Schweiger, die neben mir gesessen ist, neugierig gemacht, sie wollte wissen, was ich \u00fcber sie geschrieben habe.<br \/>\nIch schreibe ein paar S\u00e4tze des Geh\u00f6rten mit, manchmal auch eine Bemerkung, die nicht dazu geh\u00f6rt, so ist es peinlich ein Rohkonzept aus der Hand zu geben, sie wollte es aber lesen, es entspann sich  eine Diskussion, die Eva Dite beim Lesen st\u00f6rte &#8230;<br \/>\nIlse Kilic und Fritz Widhalm vom fr\u00f6hlichen Wohnzimmer und dem Gl\u00fccksschweinmuseum h\u00e4tte ich jetzt fast vergessen, sie waren aber auch sehr sp\u00e4t daran,  ich bin eigentlich nur wegen ihnen geblieben und wegen Susanne Schneider, die auf der Rotenturmstra\u00dfe spazierenging und dabei von China tr\u00e4umte.<br \/>\nAm Schlu\u00df las  Rolf Schwendter sein &#8220;Wir retten das System&#8221; &#8211; Volksstimmefestpoem noch einmal.<br \/>\nViele, viele  habe ich jetzt nicht erw\u00e4hnt. Der Text hat aber schon \u00fcber tausend Worte, also im n\u00e4chsten Jahr selber hingehen, denn da wird \u00f6sterreichische Literatur geboten, die man sonst vielleicht \u00fcbersieht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern das literarische Underground- und Kleinkunstereignis, das unter Ausschlu\u00df der \u00d6ffentlichkeit, seit 2000 oder 2001, w\u00fcrde ich einmal sch\u00e4tzen, j\u00e4hrlich an einem Freitag oder Samstag Nachmittag, um vier Uhr im Kulturcafe Siebenstern, in der Siebensterngasse, beginnt, wo nur von ein &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=1930\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-1930","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1930\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}