{"id":2089,"date":"2009-10-21T08:20:32","date_gmt":"2009-10-21T06:20:32","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2089"},"modified":"2009-10-21T08:20:32","modified_gmt":"2009-10-21T06:20:32","slug":"von-schreibstuben-und-schreibschulen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2089","title":{"rendered":"Von Schreibstuben und Schreibschulen"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Abende zum Themenschwerpunkt literarische Praxis im Literaturhaus am Dienstag und am Mittwoch und da das ein sehr vielf\u00e4ltiges Thema ist, werde ich getrennt und nicht in einem Zug dar\u00fcber berichten, auch wenn Alfred und der liebe Otto \u00fcber meine Schreibflut st\u00f6hnen, aber da hat Peter Rosei gestern ja  von einem Dichter erz\u00e4hlt, der in Wien herumgegangen ist und &#8220;Schreib nicht soviel!&#8221;, gefordert haben soll.<br \/>\nAm Dienstag ist es um das &#8220;Literarische Schreiben als diskreten Proze\u00df&#8221; gegangen und da wurde eine Studie von Tasos Zembylas und Claudia D\u00fcrr vorgestellt, die literarische Fallstudien in actu untersucht haben. Als ich vor Beginn, das im Passagen Verlag erschienene Buch studierte, hatte ich gleich die ersten literarischen Erlebnisse. Einen sehr erz\u00e4hlfreudigen Peter Rosei n\u00e4mlich, der von einem Berliner Fan oder einen Literaturwissenschaftler angesprochen wurde, der ihm eine volle B\u00fcchertasche zum Signieren entgegenhielt, auf dem B\u00fcchertisch lagen die neuen Rosei B\u00fccher und der Autor st\u00f6hnte, da\u00df man daran merken k\u00f6nne, wie alt man wird und schw\u00e4rmte vom Nollendorferplatz, auf dem er sich \u00f6fter aufh\u00e4lt.<br \/>\nDann gings los mit der Buchvorstellung, Peter Rosei und zwei jungen Frauen, n\u00e4mlich Verena Rossbacher, die am Leipziger Literaturinstitut studierte und 2009 bei Kiepenheuer &amp; Witsch mit &#8220;Verlangen nach Drachen&#8221; einen fulminanten Debutroman hingelegt hat und Michaela Falkner, die ich schon bei der jungen Literatur geh\u00f6rt habe und die Schreibstudie, bei der die beiden Literaturwissenschaftler, den Schreibproze\u00df beobachtet haben, war \u00fcberhaupt sehr interessant und neu f\u00fcr mich. Die haben n\u00e4mlich nicht nur viele Interviews \u00fcber das Schreiben gef\u00fchrt, sondern auch bei Peter Rosei, Verena Rossbacher, Michaela Falkner und Thomas Klupp, der mit &#8220;Paradiso&#8221;, als ehermaliger Literaturkursteilnehmer in Klagenfurt auch fulminant aufgetreten ist, den Schreibproze\u00df sehr intensiv mit einem Computersystem, wo alle Textverbesserungen beobachtet werden konnten und Schreibprotokollen, wo die Autoren mit einem Diktaphon dar\u00fcber Auskunft gaben, ect., genau erforscht. Ich habe mich \u00fcber diese Bereitschaft zur Offenheit sehr gewundert, gebe ich im Literaturgefl\u00fcster ja auch \u00f6fter Nachrichten \u00fcber meine aktuellen Schreibproze\u00dfe und habe dabei das Gef\u00fchl ungew\u00f6hnlich offen zu sein. Aber in den Literaturinstituten lernt man offenbar genau das, denn Verena Rossmann erz\u00e4hlte, da\u00df sie das zum Schreiben braucht und bedauert, da\u00df die intensive Schreibbeobachtung nun vor\u00fcber ist.<br \/>\nGanz habe ich ja nicht verstanden, wie man von den individuellen Schreiberfahrungen zu Verallgemeinerungen kommen kann und es wurde bei der Diskussion auch betont, da\u00df jeder Schreibproze\u00df etwas Individuelles ist, es also Tausende, wenn nicht sogar schon Millionen Schreibproze\u00dfe gibt. Serafettin Yildiz, der im Publikum sa\u00df, hielt auch ein diesbez\u00fcgliches Zusatzreferat, in dem er voller Euphorie von seinen Schreibprozessen berichtete, wo er mit dem Kind Text mi\u00dfmutig schwanger bzw. spazieren geht und nachdem der Einfall bzw. die Geburt gelungen ist, voller Schwung durch die U-Bahn t\u00e4nzelt, bzw. begeistert in der Nacht nach Hause schwebt.<br \/>\nEs ist aber interessant sich damit zu besch\u00e4ftigen und dann kommen noch, dar\u00fcber wurde nicht gesprochen, die literarischen Blogs dazu, die dem Staunenden ebenfalls interessante Einblicke in die literarischen Schaffungsprozesse geben k\u00f6nnen.<br \/>\nBeim Gl\u00e4schen Wein, habe ich Christa Nebenf\u00fchr gesehen, die auch  viele Schreibkurse gibt und bekannter Weise ihre Schwierigkeiten mit mir hat, so da\u00df ich ihr erz\u00e4hlen konnte, da\u00df ich mein Mail Anfang September zur\u00fcckbekommen habe und am B\u00fcchertisch gabs schon das Programm zur Buch Wien und Lesefestwoche und da wieder eine Entt\u00e4uschung, weil die Er\u00f6ffnung diesmal nur mit Einladung zug\u00e4ngig ist. Ich habe am Montag ja bez\u00fcglich Gratiseintritt hingemailt, wenn ich eine Antwort bekomme, kann ich  noch wegen Er\u00f6ffnungseinladungen anfragen, wenn nicht, das Ganze von Au\u00dfen beobachten, was auch interessant sein kann, habe ich ja ohnehin vor, mich im November intensiv dem Nanowrimo-Schreibproze\u00df zu widmen. Und da bin ich schon bei meiner Erfahrung mit einer Amazon Bestellung, die bei mir  wieder sehr patschert abzulaufen scheint. Habe ich ja von der schreibwerkstatt.de einen Gutschein bekommen und mich f\u00fcr Claudia Rossbachers &#8220;Drehschlu\u00df&#8221; entschieden, das zum Bestellungszeitpunkt noch nicht erschienen war. Also warten, als sich das verz\u00f6gerte, brachte mich Jacqueline Vellguth auf die Idee, das Nanowrimobuch &#8220;No plot no problem&#8221; zu bestellen, das auch nur 10. 50 kosten und diese Woche geliefert werden sollte, leider schrieb Amazon wieder  &#8220;Verz\u00f6gert sich!&#8221; und als ich nachschaute, bekam ich heraus, da\u00df hier das Buch pl\u00f6tzlich neu um 33, gebraucht um 22 Euro angeboten wird, also wieder umbestellen. Claudia Rossbacher ging nicht mehr, hat Alfred das Buch ja schon gekauft, nachdem sich die Autorin einschaltete und mitteilte, da\u00df das Buch schon lang erh\u00e4ltlich und eine gute Wahl ist, so da\u00df ich mich f\u00fcr einen anderen Wien live Krimi entschied, der schon erschienen und hoffentlich nicht vergriffen ist, so da\u00df er wirklich n\u00e4chste Woche kommt. Jetzt wei\u00df ich, warum ich nicht bei Amazon bestelle, aber ich habe ja \u00f6fter Pech.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Abende zum Themenschwerpunkt literarische Praxis im Literaturhaus am Dienstag und am Mittwoch und da das ein sehr vielf\u00e4ltiges Thema ist, werde ich getrennt und nicht in einem Zug dar\u00fcber berichten, auch wenn Alfred und der liebe Otto \u00fcber meine &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2089\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-2089","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2089"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2089\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}