{"id":2096,"date":"2009-10-23T00:33:55","date_gmt":"2009-10-22T22:33:55","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2096"},"modified":"2009-10-23T00:33:55","modified_gmt":"2009-10-22T22:33:55","slug":"hirnhausl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2096","title":{"rendered":"Hirnh\u00e4usl"},"content":{"rendered":"<p>Nun etwas anderes, n\u00e4mlich der siebzigste Geburtstag von Joe Berger, der in der Wienbibliothek mit einem Symposium und der Pr\u00e4sentation von Prosatexten aus dem Nachla\u00df und verstreut Publizierten, gefeiert wurde.<br \/>\nJoe Berger, der 1991 an Krebs verstorbene Dichter, der im Tatort und auch wo anders als Schauspieler aufgetreten ist, in der Zeitschrift Forum publizierte, jedenfalls habe ich einen solchen Text einmal Frans Postma geschenkt, der ihn mir, als wir ihn 1997 in Holland besucht haben, zur\u00fcckgegeben hat. Das Wiener Original aus Kaltenleutgeben, der in den Sechziger, Sebziger und vielleicht auch Achtzigerjahren eine \u00e4hnliche Rolle, wie Hermann Sch\u00fcrrer spielte.<br \/>\nRobert Huez hat mich in der Pause gefragt, ob ich ihn gekannt habe. Ja, habe ich gesagt, ich bin mir aber gar nicht sicher, ob ich das pers\u00f6nlich getan habe. Seine Texte nat\u00fcrlich, das inzwischen vergriffene &#8220;Pl\u00e4doyer f\u00fcr den Alkohol&#8221;, habe ich in Harland , das Joe Berger Lesebuch, wie ich eigentlich dachte, scheine ich nicht zu haben, aber Gerhard Jaschke hat ihn im Freibord publiziert, vielleicht kenne ich ihn auch von den GAV-Sitzungen, obwohl ich mich nicht daran erinnern kann. Der Name ist aber sehr bekannt und vor zwei oder drei Jahren hat es eine Lesetheaterveranstaltung in einem Schutzhaus auf der Schmelz gegeben, bei der ich gewesen bin.<br \/>\nJoe Berger war sehr vielseitig  und das wurde in dem Symposium  genau ausgef\u00fchrt. Zuerst wurde das im Ritter-Verlag erschienene Buch &#8220;Hirnh\u00e4usl&#8221; von den Herausgebern Thomas Antonic und Julia Danielczyk vorgestellt. Thomas Antonic hat den Lebenslauf erz\u00e4hlt, da bin ich ein bi\u00dfchen zu sp\u00e4t gekommen, interessant war aber, da\u00df Joe Berger ein studierter Chemiker war und in einer Lackfabrik gearbeitet hat, ich hatte ihn von den Tatort Krimis eher als Sandler in Erinnerung, die &#8220;M\u00e4rchen f\u00fcr Konsumkinder&#8221; waren mir aber auch ein Begriff.<br \/>\nIn der Pause habe ich mich mit Robert Huez unterhalten, ist mir doch  der Unterschied zwischen den Siebzigerjahren und dem heute, wo man die Sprachkunst an der Universit\u00e4t studieren kann und von 375 Bewerbern sechzehn genommen werden, sehr aufgefallen. Heute ist alles sch\u00f6n und gl\u00e4nzend, der Jungautor will nach Klagenfurt, hat seinen Internetauftritt,  seine Projektmappe und seinen Agenten, fr\u00fcher ist er in der Wiener Gruppe, im Strohkoffer und im Hawelka gesessen. Vielleicht gibt es doch nicht so viele Unterschiede, nur ist es heute gl\u00e4nzender, vielleicht auch unpolitischer.<br \/>\nDann kam Irene Suchy, die Joe Berger als Musiker vorgestellt hat, obwohl  Ernst K\u00f6lz seine Texte vertont hat, der sie auch am Abend gesungen hat und eine Frau vom Filmarchiv hat den Schauspieler referiert und Filmausschnitte gezeigt, zum Beispiel einen, wo er einen sadistischen Schaffner spielte.<br \/>\nOttwald John war im Publikum und hat Joe Berger Anekdoten erz\u00e4hlt und Ulf Bierbaumer. Zu den Joe Berger Freunden z\u00e4hlten Wolfgang  Bauer und Peter Turrini. Die Wienbibliothek hat f\u00fcnf Archivboxen aus dem Nachla\u00df aufgekauft und eine Ausstellung gemacht, wo es siebzig Minuten Filmaufnahmen zu sehen gab, die ich mir in der Stunde zwischen Symposium und Abendveranstaltung angeschaut habe. Joe Berger ist in den Siebzigerjahren \u00f6fter in den Club 2 Sendungen aufgetreten, da ich nie ein gro\u00dfer Fernseher war, habe ich davon nicht viel mitbekommen und beim Zusehen sehr gestaunt, wie sehr er die mitgestaltet hat.<br \/>\nDann ging es weiter mit einer Lesung von Wolfram Berger und den &#8220;Wiener Depression&#8221;, die ich gut kenne. Es war wieder sehr voll. Friedrich Achleitner habe ich gesehen, Ditha Brickwell, die schon f\u00fcr die Generalversammlung aus Berlin angereist ist und El Awadalla. Es gab Wein und Brot und vorher Kaffee und Kuchen.<br \/>\nAnsonsten gibt es von der Frauenlesung &#8220;Frauensicht auf Entwicklungen&#8221; zu berichten, die am 17. November um 19 Uhr bei den Literaturtagen im November in der Galerie Heinrich in der Thaliastra\u00dfe 12 sein wird. Ich wei\u00df nicht, ob ich sie noch extra ank\u00fcndige, ich werde jedenfalls ein St\u00fcck aus dem &#8220;Haus&#8221; und zwar aus dem Kapitel &#8220;Mini-Mental-Status&#8221; lesen, weil das Thema  Frauensicht auf Entwicklungen ist. Au\u00dfer mir werden  Monika Giller,  Judith Gruber-Rizy, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Marlen Schachinger und Hilde Schm\u00f6lzer lesen und da man Werbung machen soll, kann ich dem, der mich dort als erster auf das Literaturgefl\u00fcster anspricht, wieder ein Buch versprechen.<br \/>\nAnsonsten habe ich von Paul Jaeg, vom Arovell Verlag ein Mail bekommen, da\u00df ich ihn f\u00fcr 2011 ein Manuskript schicken kann. Ich wei\u00df zwar nicht, ob ich so lange warten will, kann ihn aber, wenn er in der alten Schmiede liest oder bei der Generalversammlung, meine B\u00fccher zeigen und die Krisenwelt habe ich Andrea Stift geschickt, die den Einleitungstext schreiben will, obwohl ich mit dem Korrigieren noch nicht fertig bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun etwas anderes, n\u00e4mlich der siebzigste Geburtstag von Joe Berger, der in der Wienbibliothek mit einem Symposium und der Pr\u00e4sentation von Prosatexten aus dem Nachla\u00df und verstreut Publizierten, gefeiert wurde. 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