{"id":2098,"date":"2009-10-24T00:28:52","date_gmt":"2009-10-23T22:28:52","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2098"},"modified":"2009-10-24T00:28:52","modified_gmt":"2009-10-23T22:28:52","slug":"ohrenschmaus-und-gav-veranstaltungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2098","title":{"rendered":"Ohrenschmaus und GAV-Veranstaltungen"},"content":{"rendered":"<p>Wieder ein intensiv literarischer Tag, es gibt immer wieder solche, die ich wahrscheinlich brauche, um zehn die Jurysitzung des Literaturpreises f\u00fcr Menschen mit Intellektueller bzw. Lernbehinderung im Parlament, was mir, wie ich bez\u00fcglich dem Trojanov Buch diskutierte, der geforderten Sicherheitskontrollen wegen unangenehm ist, mit Eva Singers charmanter Betreuung aber zu machen war. Inzwischen gibt es nur mehr eine Restjury. N\u00e4mlich Heinz Janisch und mich. Friedl Hofbauer ist, h\u00f6rte ich, ausgeschieden, Felix Mitterer \u00fcbernimmt nur mehr den Ehrenschutz, Kurt Palm war verhindert und Barbara Rett wu\u00dfte nichts davon, da\u00df die Jurysitzung auf den Vormittag verlegt wurde und hat sich erst zu den Texten gesetzt, als wir uns schon getroffen haben.<br \/>\nZweiundneunzig Texte waren zu beurteilen, wir hatten sie diesmal nur per Internet, was schwierig war und, da\u00df in den Ausschreibungsbedingungen festgelegt wurde, da\u00df nur mitmachen kann, wer lern-bzw. intellektuell behindert ist, wirkt sich nat\u00fcrlich auf die Art der Texte aus. Ich habe das vorausgesehen und daher auch nichts dagegen, da\u00df sich Leute mit Psychiatrieerfahrung  beteiligen. Franz Joseph Huainigg will das aber nicht, obwohl ihm Anton Blitzsteins Texte gut gefallen. So wurde heute diskutiert, den Preis nur mehr alle zwei Jahre zu vergeben und die Jury mu\u00df auch aufgestockt werden.<br \/>\nTrotzdem haben wir die Preistr\u00e4ger bald gefunden. Die Preisverleihung wird am ersten Dezember im Museumsquartier sein. Ich darf die Laudatio f\u00fcr den Prosatext halten und das ist auch ein toller Text, f\u00fcr den wir einstimmig waren und die Lebensgeschichte stammt von einer einundachtzigj\u00e4hrigen Frau, die die NS Zeit und ihre Schrecken beschrieben hat. Eine spannende Sache und wichtig, da\u00df es das gibt. Danach gab es den kulturpolitischen Arbeitskreis in der alten Schmiede, den Ruth Asp\u00f6ck wieder zum Leben erweckt hat.<br \/>\nReinhardt Badegrubers Krimi &#8220;Die erste Geige spielt der Tod&#8221;, das Buch das ich mir von dem Schreibwerkstatt Gutschein gekauft habe, ist am Morgen auch gekommen und auf dem Weg zur alten Schmiede, habe ich mir in der W\u00fchlkiste von &#8220;Malota&#8221;, vier books to go, das sind die literarischen Kurzfassungen, die auch im Literaturcafe beworben werden, um je einen Euro f\u00fcnfzig gekauft und zwar einen Ingo Schulze, einen Alex Capus, eine Erz\u00e4hlung von Irene Dische und zwei von Uwe Timm.<br \/>\nLiteratur ist eben meine Lebensform und das wollte Ruth Asp\u00f6ck auch von uns wissen. Warum wir schreiben, was wir uns vom Leben und von der GAV erwarten. Am Schlu\u00df waren wir zu acht. Ilse Kilic, Erika Kronabitter, Helmuth Sch\u00f6nauer, Magdalena Knapp Menzel, Rolf Schwendter, Ditha Brickwell und ich. Interessant, wenn auch nichts Neues herauskam, den Literaturbetrieb werden wir sicher nicht ver\u00e4ndern, aber ein interessantes Gespr\u00e4ch im sch\u00f6nen Rahmen des Schmiedemuseums. Cornelia Travnicek hat das einmal Folterkammer genannt und ein Buch aus der Edition die Donau hinunter, bekamen wir auch zum Geschenk, n\u00e4mlich das 2004 erschienenen &#8220;Was ist Kunst? Diskussion in Permanenz&#8221;.<br \/>\nDann die Lesung der 2008 aufgenommenen Mitglieder, das hat Ruth Asp\u00f6ck ebenfalls vor ein paar Jahren angeregt, die Generalversammlung mit einer solchen Lesung zu beginnen und die war diesmal sehr dicht, wurden im Vorjahr doch sehr viele neue Mitglieder aufgenommen. So standen f\u00fcnfundzwanzig im Programm, achtzehn haben  gelesen und es war spannend, die neuen  Mitglieder kennenzulernen, von denen viele durchaus realistisch schreiben. Gerhad Jaschke hat moderiert, der wohl ber\u00fchmteste Neuaufgenommene, Clemens J. Setz lie\u00df sich entschuldigen. Beeindruckend die Performance von Martina Sinowatz und Daniela Beuren, besser bekannt unter grauenfruppe, die Ausschnitte aus ihrem Montageroman &#8220;Mathilda wird angegavt&#8221; brachten und darin ihre Erlebnisse bez\u00fcglich des Siemens Literaturpreises bzw. der GAV-Aufnahme verarbeiteten. Susanne Schneiders &#8220;Bambusfamilie&#8221; war beeindruckend, sowie von onophon, das hei\u00dft die Darbietungen von Rainer Deutner und Werner Nowacek, aber auch die anderen Texte, Performances, Gedichte und Romanausschnitte und die alte Schmiede mit Mitgliedern vollgef\u00fcllt. Nachher gabs  Brot und Wein und viele Gespr\u00e4che. Mit Margot Koller habe oder werde ich ein Buch tauschen,  bei Dietmar F\u00fcssels Gewinnspiel habe ich schon wieder etwas gewonnen, was er mir morgen bringen wird, mich  mit Ruth Asp\u00f6ck unterhalten und ein bi\u00dfchen von dem Joe Berger Symposium erz\u00e4hlt, was gut den Unterschied vom gestern zum heute demonstrieren kann. Paul Jaeg, der einen Text von mir wollte, hat mir gemailt, da\u00df er nicht kommen kann, ich habe ihm geantwortet, da\u00df ich ihm die &#8220;Krisenwelt&#8221; schicken werde. Bis 2011 werde ich aber sicher nicht warten, so geduldig bin ich nicht. Es tut aber gut zu wissen, vielleicht einen Verlag finden zu k\u00f6nnen, das hilft meine B\u00fccher in einem anderen Licht zu sehen und besser auszuhalten, da\u00df es Leute gibt, die nicht mit mir sprechen, weil sie mich f\u00fcr schlecht halten, aber die waren nicht da. Ich habe sogar zwei Einladungen f\u00fcr GAV-Veranstaltungen bekommen und als ich nach Hause gekommen bin, hab ich noch den Schlu\u00df der Joe Berger Tonspuren geh\u00f6rt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder ein intensiv literarischer Tag, es gibt immer wieder solche, die ich wahrscheinlich brauche, um zehn die Jurysitzung des Literaturpreises f\u00fcr Menschen mit Intellektueller bzw. 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