{"id":210,"date":"2008-09-20T21:58:26","date_gmt":"2008-09-20T19:58:26","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=210"},"modified":"2008-09-20T21:58:26","modified_gmt":"2008-09-20T19:58:26","slug":"literaturmarathon","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=210","title":{"rendered":"Literaturmarathon"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Freitag und Samstag war also sehr intensiv. Vierundzwanzig Stunden Literatur bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; und zehn Stunden &#8220;Poet-Night&#8221; des ersten Wiener Lesetheaters. Beides Veranstaltungen, die ich nach M\u00f6glichkeit non-stop besuche.<br \/>\nDas Problem war diesmal nur, da\u00df beides Freitag um 16 Uhr begann. Da man nur an einem Ort gleichzeitig sein kann, war es klar, da\u00df ich mich splitten mu\u00df. Ich wu\u00dfte nur nicht, wie ich es machen soll. Bis Samstag zwei Uhr fr\u00fch im Siebensternkulturzentrum zu bleiben und dann zum Burgtheater gehen, war  die eine M\u00f6glichkeit. An die habe ich gedacht, als ich noch nicht wu\u00dfte, wann ich lesen werde.<br \/>\nDann kam die Information, Freitag von 17.30-17.40. Also die M\u00f6glichkeit, mir ab achtzehn Uhr die Hochliteratur zu geben, damit ich f\u00fcr die zu erwartende B\u00fccherliste schon etwas \u00fcber die Neuerscheinungen der \u00f6sterreichischen Verlage wei\u00df.<br \/>\nVariante drei kam von Otto Lambauer, der mailte, da\u00df es in seinem Zelt ab achtzehn Uhr Lesungen von Texten des &#8220;Ohrenschmaus-Literaturpreis 2008&#8221; gibt und da ich in der Jury war und bin, w\u00e4re es ja interessant, nach einer kurzen Poet-Night, mir die Ohrenschmaus-Lesungen anzuh\u00f6ren und dann ins Hauptzelt hin\u00fcberzugehen, wo sie mich nicht lesen lassen, ja nicht einmal mehr auf meine Anfragen antworten.<br \/>\n<div id=\"attachment_216\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/20080919-1623361.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-216\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/20080919-1623361.jpg?w=300\" alt=\"Bei der Lesung\" title=\"20080919-1623361\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-216\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-216\" class=\"wp-caption-text\">Bei der Lesung<\/p><\/div><br \/>\nDie Poet-Night ist eine Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheaters, das sonst Texte anderer pr\u00e4sentiert. Aber einmal im Jahr k\u00f6nnen die, die selber schreiben, acht bis zehn Minuten lang ihre Texte lesen.<br \/>\nIm Gegensatz zu &#8220;Rund um die Burg&#8221; ist das eine eher geschlossene Veranstaltung. Die Lesenden kommen eine halbe Stunde fr\u00fcher, holen sich das kleine Honorar und h\u00f6ren sich haupts\u00e4chlich selber zu, da es nicht  viel \u00f6ffentliche Werbung gibt. Diesmal hing sogar ein Zettel an der T\u00fcre des Extrazimmers, da\u00df hier eine geschlossene Veranstaltung  stattfiindet!<br \/>\nIch bin um halb f\u00fcnf gekommen, habe daher den Thomas Northoff vers\u00e4umt und  etwas fr\u00fcher als geplant gelesen. Und zwar eine Szene aus &#8220;Novembernebel&#8221;, in der es auch um eine Lesetheaterauff\u00fchrung geht.<br \/>\nMechthild Podzeit-L\u00fctjen ist mit ihren Text \u00fcber eine Elfriede, die f\u00fcnfundsiebzig ist, sich die Haare noch immer rot f\u00e4rbt und kein wirklicher Sozialfall ist, genauso aktuell gewesen, hat sie sich offenbar auf die Geburtstagslesung am Mittwoch bezogen und das auf ihre Art sehr poetisch gemacht, was mich  beeindruckt hat. Da war Elfriede Haslehner noch gar nicht da.<br \/>\nElfriede Gerstl hat als prominenter Gast gelesen, Beppo Beyerl seinen Tschechenroman vorgestellt, Richard Weihs etc. . Monika Giller f\u00fcr die ich letztes Jahr ein Veto f\u00fcr ihre Aufnahme eingelegt habe, hat mich mit  &#8220;Auf dem Totenbett&#8221;, wieder  einmal sehr beeindruckt.<br \/>\nAnderes habe ich vers\u00e4umt (Ruth Asp\u00f6ck, Judith Gruber-Rizy ect&#8230;), da wir uns, nachdem Alfred gekommen ist, mir ein Glas Wein brachte und Fotos machte, entschlossen haben, noch eine Weile zuzuh\u00f6ren und dann um halb zehn zum Burgtheater gegangen sind.<br \/>\nDie Ohrenschmaus-Lesungen also vers\u00e4umt und im Hauptzelt  Xaver Bayer. Da bin ich nach einem kurzen Rundgang und  Begr\u00fc\u00dfung Ottos gerade zu der Lesung von Anna Kim zurecht gekommen. Anschlie\u00dfend hat Angelika Reitzer gelesen, deren  &#8220;Frauen in Vasen&#8221; mich ja interessierte. Dann kam der Burgtheater-Block mit einer Erich K\u00e4stner Performance. Danach ist Alfred gegangen, was ihm nicht gut tat, weil er auf der Kettenbr\u00fcckengasse einen Faustschlag abbekommen hat.<br \/>\nIm Literaturzelt gab es inzwischen den Krimi-Block mit Eva Rossmanns &#8220;Die Russen kommen&#8221;, Manfred Wieninger und Thomas Raab u.a.<br \/>\nIm Zelt war es allerdings sehr kalt. Viel k\u00e4lter als gew\u00f6hnlich, so da\u00df ich zwischen zwei und drei ernsthaft \u00fcberlegte, zu gehen. Und mich nur abhalten lie\u00df, weil ich ja \u00fcberall herumerz\u00e4hlte, da\u00df ich nonstop bleiben will.<br \/>\nDer Erotik-Block, der fr\u00fcher nie sehr aufregend war (und das ist ja  die Zeit der gr\u00f6\u00dften M\u00fcdigkeit, zwischen zwei und f\u00fcnf, ab f\u00fcnf ist es dann meistens \u00fcbertaucht), hatte aber diesmal sehr interessante Frauen anzubieten. Vor allem Mieze Medusa, die f\u00fcr Manfred Rumpl um vier Uhr fr\u00fch eingesprungen ist, war ein wirklicher Gewinn.<br \/>\nIch bin also geblieben. Zum Essen und Trinken hatte ich mit und auch einen Extrapullover, den Schal hatte ich leider vergessen.<br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen war das Zelt  ziemlich leer, da war ich wieder die einzige Dauerh\u00f6rerin. Au\u00dfer mir gibt es nur  einen Fotografen, der non-stop bleibt und die Lesenden fotografiert. <div id=\"attachment_233\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/20080919-205813.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-233\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2008\/09\/20080919-205813.jpg?w=300\" alt=\"Ohrenschmaus-Stand\" title=\"20080919-205813\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"size-medium wp-image-233\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-233\" class=\"wp-caption-text\">Ohrenschmaus-Stand<\/p><\/div><br \/>\nIch bin, wie besprochen,  nach der Lesung von Eduard Habsburg-Lothringens Gesellschaftsroman zu Ottos Stand gegangen, habe mit ihm Kaffee getrunken und mich auch ein bi\u00dfchen umgeschaut.<br \/>\nSo gab es im B\u00fccherzelt Gratis-Teepackerln  der Firma Sonnentor, was, wenn man bedenkt, da\u00df es sich bei einem guten Tee  besser lesen l\u00e4\u00dft,  eine nette Idee ist, obwohl die Firma Sonnentor ja nicht ins B\u00fccherzelt passt.  Anni B\u00fcrkl nennt ihren Blog aber auch &#8220;Texte und Tee&#8221; und dann gab es auch eine Schokoladeverkostung. N\u00e4mlich einen Tisch, wo man sich, wenn man wollte, eine mit verschiedenen Alkoholsorten gef\u00fcllte Nu\u00dfpraline, holen konnte.<br \/>\nSo \u00fcbertauchte ich meine M\u00fcdigkeit. Thomas Northoff hat in der Fr\u00fch hereingeschaut und zu Mittag Ruth Asp\u00f6ck und Robert Egelhofer, die wundern sich dann immer \u00fcber meinen non-stop Eifer. Ein bi\u00dfchen peinlich ist das ja schon. Ich mu\u00df aber sagen, es hat  etwas gebracht und es tut mir immer leid, wenn ich fr\u00fcher gehe.<br \/>\nDamit es nicht zu lang wird, nur mehr ein paar Highlights. Denn es lie\u00dfen sich ja noch ganze Seiten \u00fcber die vierundzwanzig Stunden Literatur f\u00fcllen. Vielleicht kommen noch ein paar andere Artikel heraus.<br \/>\nF\u00fcr heute also nur, zu Mittag gabs eine Stunde mit der &#8220;Schule f\u00fcr Dichtung&#8221;.<br \/>\nRobert Schindel hat gelesen, Franz Schuh und Johannes Gelich und wenn mir auch einiges nicht so gut gefallen hat, war es eine interessante Zusammenstellung und ist eigentlich, auch trotz der mangelnden Antwortbereitschaft und fehlenden Lesem\u00f6glichkeit eine tolle Sache, sich einen ganzen Tag lang non-stop Literatur zu geben. Ich habe auch ein paar B\u00fccher, Autorensolidarit\u00e4ten und Zeitschriften vom Literaturhausstand nach Hause gebracht. &#8211; Und jetzt gehe ich schlafen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Freitag und Samstag war also sehr intensiv. Vierundzwanzig Stunden Literatur bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; und zehn Stunden &#8220;Poet-Night&#8221; des ersten Wiener Lesetheaters. Beides Veranstaltungen, die ich nach M\u00f6glichkeit non-stop besuche. 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