{"id":2127,"date":"2009-11-03T00:44:41","date_gmt":"2009-11-02T23:44:41","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2127"},"modified":"2009-11-03T00:44:41","modified_gmt":"2009-11-02T23:44:41","slug":"zweiter-schreibetag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2127","title":{"rendered":"Zweiter Schreibetag"},"content":{"rendered":"<p>Nach zwei Tagen Nanowrimo mein erster Schreibebericht. Es geht mir gut und schlecht. Denn ich bin inzwischen bei 7.957 Worten, wenn man auf  das Teilnehmerlogo im blogroll tippt, kann man meine Profilseite sehen, liege also gut im Kurs und bei t\u00e4glich 1667 Worten schon zwischen dem vierten und dem f\u00fcnften Tag,  bin aber damit unzufrieden, denn es geht mir, wie irgendwie meistens. Es kommt sehr schnell die Verzweiflung und &#8220;Das kann ich nicht!&#8221;, der Druck im Kopf und das Gef\u00fchl, nicht zu schaffen, was ich eigentlich ausdr\u00fccken will. Dabei steht ja in den Teilnahmebedingungen, da\u00df es nicht um  Qualit\u00e4t, sondern um f\u00fcnfzigtausend W\u00f6rter geht. Die bringe ich  schon zusammen, merke aber, mir geht es darum!<br \/>\nIch sitze fest, lese  &#8220;Es kann ja nichts passieren und nachher bist du stolz darauf!&#8221; und merke das ist es nicht!<br \/>\nAndererseits habe ich mir den November bewu\u00dft als Einlassen auf eine neue Schreiberfahrung vorgenommen. Geplottet, wie die von der Schreibwerkstatt immer schreiben, hab ich nicht viel, nur eine eher vage Idee und ein paar Notizen vor ein paar Wochen gemacht. Die Idee hat sich auch in zwei Ideen gespaltet und zwischen diesen Ideen pendle ich derzeit hin- und her und denke manchmal, da\u00df das Ganze kein Roman sondern eine Materialsammlung wird. Aber am Sonntag habe ich ziemlich euphorisch angefangen und die erste Szene auch flott vor mich hingeschrieben. Das Problem kam erst bei der dritten, weil ich merkte, so geht das nicht. In diesem Zeitrahmen ist ja nicht viel Zeit f\u00fcrs \u00e4ndern und das sollte man, wenn man sich an die Regeln h\u00e4lt, auch nicht. Aber dann w\u00e4re ich irgendwohin gekommen und h\u00e4tte nur w\u00fcstes Material. Also habe ich am Montag Szene drei umge\u00e4ndert, da lag ich schon bei 5100 Worten und dann noch drei Szenen geschrieben und jetzt passt es schon wieder nicht.<br \/>\nIch denke, so komme ich nicht weiter,  habe einige Ideen, wie ich es \u00e4ndern k\u00f6nnte und auch zwei Gleise, wo ich hin will. Das eine ist eine Art Geschichtensammlung, wie etwa &#8220;Ruhm&#8221; von Daniel Kehlmann, daran hatte ich in meinem Notizbuch gedacht, es dann aber mit einer fortlaufenden Handlung begonnen, die Geschichte mit der Quarant\u00e4ne und der Schweinegrippe hineingenommen und auch die Ayten Akmaz, die nach Istanbul zum Begr\u00e4bnis ihres Gro\u00dfvaters fliegt. Dann gibt es noch die Nobelpreisgeschichte und die verschiedenen Blogs, die ich einbeziehen will und das Ganze ist ein bi\u00dfchen wirr und f\u00fcr neunzig Seiten, was ja in etwa f\u00fcnfzigtausend Worte sind, zu gro\u00df angelegt. Also wieder die Qual der Wahl und das Feststecken, obwohl der Ansatz ein ganz anderer ist und dann gibt es nat\u00fcrlich auch die Idee von dem sch\u00f6nen Monat mit der komplett neuen Schreiberfahrung, aber die ist nur im Kopf, im Bauch lagern die bisherigen Schreiberlebnisse, als so festgefahren, da\u00df es gleich in diese Richtung geht.<br \/>\nIch habe mir gestern auch den Kalender angesehen und da ich ja meine Praxis habe, einige Fortbildungen neben all der Literatur, die im November auch noch kommt, werde ich nicht an allen Tagen schreiben k\u00f6nnen. Also ist ein Vorrat gut und so bin ich, als ich um f\u00fcnf mit den Stunden fertig war, nicht, wie geplant ins Literaturhaus zur Gedenklesung 2009 gegangen. Im Vorjahr kann ich mich erinnern, habe ich das auch nicht gemacht, sondern die Nanowrimo-Blogs durchgelesen, jetzt habe ich mich mit Szene f\u00fcnf und sechs sehr geplagt und bin mehr verwirrt als zufrieden, obwohl ich auf die siebentausend Worte stolz sein k\u00f6nnte, aber Quantit\u00e4t allein ist es  doch nicht&#8230;<br \/>\nNoch etwas Lustiges ist passiert, ich habe  Jacqueline Vellguth doch ein mail geschickt und mich bei meiner Blogadresse verschrieben, ein r vergessen und aus einem o ein i gemacht und sie ist bei einer Sexseite gelandet, auch sehr interessant, wo man hinkommen kann, wenn man nicht aufmerksam ist!<br \/>\nAnsonsten ist es interessant, das Anwachsen der Wortzahl der anderen zu beobachten, einer ist schon bei zw\u00f6lftausend Worten, viele noch bei Null und wieder faszinierend, da\u00df da tausende Leute auf der ganzen Welt sich hinsetzen und Romane schreiben von denen der Literaturbetrieb keine Ahnung hat. Einige werden zwar in den den n\u00e4chsten Jahren bei den Verlagen landen und  bei Wettbewerben eingereicht werden und ich wollte auch mein nanowrimo-novel als \u00dcbern\u00e4chstes herausgegeben, aber ob es dazu kommen wird, bin ich mir jetzt nicht sicher.<br \/>\nNoch etwas Interessantes gibt es zu vermelden von den Ohrenschmauspreistr\u00e4gern, da habe ich mir von dem Prosatext f\u00fcr den ich die Laudatio schreibe, die biografischen Daten schicken lassen und Sarah Lutschaunig von der k\u00fcnstlerischen Werkstatt Flip Flap von der die &#8220;Nachrichten im Fernsehen&#8221; sind, ist zehn Tage j\u00fcnger, als die Anna, w\u00e4hrend die Lebensberichtpreistr\u00e4gerin schon einundachzig ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zwei Tagen Nanowrimo mein erster Schreibebericht. Es geht mir gut und schlecht. 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