{"id":2132,"date":"2009-11-04T23:45:06","date_gmt":"2009-11-04T22:45:06","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2132"},"modified":"2009-11-04T23:45:06","modified_gmt":"2009-11-04T22:45:06","slug":"vierter-schreibetag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2132","title":{"rendered":"Vierter Schreibetag"},"content":{"rendered":"<p>Wie es mir geht? Abwechslungsreich. Eigentlich h\u00e4tte ich ja erst morgen nach der Mayr\u00f6cker Lesung in der alten Schmiede, zu der ich hoffentlich komme, ein paar Zeilen zu meinem Schreibfortschritt anmerken wollen, aber dann ist sehr viel losgewesen. Denn Schreiben ist ja etwas Intensives.  Also die letzte Eintragung vor fast zwei Tagen mit fast achttausend Worten. Da war ich sehr niedergeschlagen und habe gedacht, ich kann es nicht und jeder Kritiker, der mir das sagt, hat recht.<br \/>\nMit Szene f\u00fcnf und sechs habe ich mich auch sehr geplagt, habe dann ein bi\u00dfchen was notiert und bin ins Bett gegangen. Am Dienstag, oh Wunder, habe ich geschrieben und geschrieben, bin bis Szene zehn und ich glaube, dreizehntausend Worten gekommen, es mit den anderen verglichen, da gibt es einen, der schon bei zwanzigtausend  ist und hab gedacht, wenn ich so weiter mache, bin ich in einer Woche fertig und mich damit getr\u00f6stet, da\u00df ich ab Freitag mit meinem Geburtstagsfest, der Literatur im Herbst, der Buchmesse,  den Lesefestwochenveranstaltungen und der Fortbildung an der SFU ect. n\u00e4chste Woche  nicht wirklich weiterkommen werde. Die Buch Wien hatte mir noch nicht geantwortet, da\u00df ich aber am Donnerstag hingehen will, habe ich mir schon vogenommen und am Wochenende nach Harland fahren, weil der Alfred  dann nach Patagonien fliegt. Gestern nur bis ca elf geschrieben, aber viele Ideen im Kopf und sehr zuversichtig, vor allem Szene zehn mit Svetlana Richters Lesung und der Uni Besetzung ist mir sehr gut vorgekommen und heute nur um sechs und sieben zwei Stunden,  da bin ich dann schon fast fertig, habe ich gedacht.<br \/>\nAber ganz im Gegenteil, ich habe zwar jetzt wieder einen Drucker und kann das Ganze ausdrucken und durchlesen, aber das soll man ja nicht, sondern einfach drauflosschreiben und da gibt es auch einen Planer mit einem  Spr\u00fcchlein f\u00fcr jeden Tag, aber bei achtundzwanzig Seiten, die ich zuletzt hatte, verliere ich die \u00dcbersicht. Also habe ich am Morgen zwei Szenen geschrieben und wu\u00dfte dann nicht weiter, Ideen hatte ich zwar, aber zuviel Details, um richtig anzuschlie\u00dfen, ich habe ja sehr viele Personen und auch sehr viele Handlungsstr\u00e4nge, die Motivation, die sich gestern \u00fcberschlagen hat, war wieder weg, nicht wirklich zwar, aber zuviel Druck im Kopf, um weiterzuschreiben. Ich dachte, ich mu\u00df es korrigieren, um weiterzukommen, obwohl das nicht Sinn der Sache ist. Ja richtig, noch eine Abweichung von meiner \u00fcblichen Schreibroutine hab ich noch nicht erw\u00e4hnt, ich schreibe ja  den Erstentwurf mit der Hand und \u00fcbertrage dann in den Computer. Das habe ich mir zwar schon durch das Literaturgefl\u00fcster ein bi\u00dfchen abgew\u00f6hnt und tue es auch hier nicht und damit habe ich auch kein Problem. Aber bei achtundzwanzig Seiten und zig Handlungsstr\u00e4ngen weiterzuschreiben,  geht nicht, weil dann habe ich zu viele widerspr\u00fcchliche Details und Sachen, die ich nicht mehr wei\u00df. Wie alt Ayten Akmaz ist und wie ihre Freundin Beser mit dem Nachnamen hei\u00dft zum Beispiel. Wie die Handlung weitergeht, wei\u00df ich auch noch nicht. Ich hatte zu Mittag jedenfalls 16382 Worte, dann  meine Mails geholt und eines von Julia Fischer von der Buch Wien bekommen, da\u00df sie mir Messekarten schickt. Da habe ich mich ja gestern schon beschwert, da\u00df die mir nicht antworten, aber ich kann  eigentlich ohnedies nicht hin und jetzt bekomme ich wieder f\u00fcr jeden Tag eine Karte und noch Einladungen zur Er\u00f6ffnung, was mein Programm geh\u00f6rig durcheinanderbringt und dann gibt es am Sonntag noch zwei Seminare zur Verlagssuche bzw. Eigenverlagsgr\u00fcndung, zu denen ich mich auch noch angemeldet habe.<br \/>\nAber wie soll ich das dann machen mit dem Schreiben? Je l\u00e4nger ich werde, desto \u00f6fter werde ich es mir durchsehen m\u00fc\u00dfen und schaffe es  am Ende trotz des gro\u00dfen Vorsprungs nicht?<br \/>\nJedenfalls habe ich mich am Nachmittag hingesetzt, alles durchgegangen und bin jetzt bei 15168 Worten. Da bin ich zwar immer noch gut im Form und \u00fcber dem neunten Tag, aber ich wei\u00df schon wieder nicht, wie es weitergeht, habe nur drei Szenen im Kopf und denke, ich kann es nicht!<br \/>\nLust und Frust der Schreiberin, ich bin gespannt, ob ich mich den Rest des Monats einsperre oder mich im Buchmessentrubel verliere und am Ende, wie geplant, die f\u00fcnfzigtausend Worte ohne R\u00fccksicht auf Erfolg, also vielleicht lauter as hinschreibe, um den Beifall zu bekommen. Ich  kann nur sagen, dieser Schreibproze\u00df ist \u00e4u\u00dferst interessant und man lernt sehr viel dabei. Sonst gibt es nat\u00fcrlich auch einiges zu vermelden, Cornelia Travnicek hat den Lise Meitner Preis gewonnen und Mike Markart hat mir gestern geschrieben, da\u00df sein Roman &#8220;Calcata&#8221;  erschienen ist und ich mich um das Rezensionsexemplar k\u00fcmmern kann, aber zum Lesen komme ich au\u00dfer zu den Blogs, bei all dem sowieso nicht. Da liegt &#8220;Atemschaukel&#8221; schon so lange auf dem Klo. Im Oktober habe ich nur drei B\u00fccher weniger als &#8220;Leselustfrust&#8221;, die in einer Leseunlustphase steckt, gelesen, aber im November schaffe ich wahrscheinlich gar nichts, es ist aber trotzdem intensiv und ein hoch literarisches Gef\u00fchl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie es mir geht? Abwechslungsreich. Eigentlich h\u00e4tte ich ja erst morgen nach der Mayr\u00f6cker Lesung in der alten Schmiede, zu der ich hoffentlich komme, ein paar Zeilen zu meinem Schreibfortschritt anmerken wollen, aber dann ist sehr viel losgewesen. 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