{"id":2200,"date":"2009-11-16T22:19:16","date_gmt":"2009-11-16T21:19:16","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2200"},"modified":"2009-11-16T22:19:16","modified_gmt":"2009-11-16T21:19:16","slug":"sechzehnter-schreibetag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2200","title":{"rendered":"Sechzehnter Schreibetag"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt gibt es, nachdem mich schon das schlechte Gewissen packte, wieder einen Schreibbericht. Ich bin, nachdem aus der Gruppendiskussion \u00fcber die kulturellen Interessen der Bank Austria  Kunden, zu der ich eigentlich gehen sollte, doch nichts geworden ist, weil ich das falsche Konto habe, inzwischen bei 39.960 Worten angelangt.<br \/>\nOhne jeden Zweifel gut im Rennen und laut dem Kalendarium fast beim vierundzwanzigsten Tag mit \u00fcber achtundsechzig Seiten Rohtext.  Ganz zufrieden bin ich, wie man vielleicht ahnen kann, nicht.<br \/>\nDer Wiedereinstieg nach der doch sehr stressigen Buch Wien ist mir  nicht leicht gefallen, obwohl ich am Mittwoch im Thalia und dann noch in schlaflosen  Stunden die n\u00e4chsten Szenen konzipierte und die auch sehr fl\u00fcssig vor Augen hatte. Als ich weiterschreiben wollte, war es wieder weg.<br \/>\nAlso sind Unterbrechungen doch nicht gut, man sollte im Schwung bleiben, das ist im November aber schwerer als sonst, der Sommer w\u00e4hrend der Sommerfrische w\u00e4re bei mir f\u00fcr das Nanowrimo sicher besser.<br \/>\nIch habe aber schon Samstag Nacht oder Sonntag fr\u00fch eine Melitta Bruch Szene geschrieben und heute vier, die eher k\u00fcrzer sind, etwa sechs Szenen sind noch konzipiert,  dann w\u00fcrde mir mit heutigen Stand der Dinge der Stoff ausgehen und die Geschichte w\u00e4re fertig.<br \/>\nOb ich dann schon bei f\u00fcnfzigtausend Worten bin, wei\u00df ich nicht, da w\u00e4re ich im Moment etwas skeptisch, aber zwei bis dreitausend Worte habe ich sicher in den letzten Wochen weggestrichen, die m\u00fc\u00dfte ich notfalls wieder anf\u00fcgen.<br \/>\nEin Problem habe ich auch mit der Zeit, denn diese und n\u00e4chste Woche gibt es einige Diagnostik Anmeldungen und da ist dann auch immer ein Befund zu schreiben und am Samstag habe ich mich f\u00fcr so einen Werbeausflug angemeldet. Zwar sind zehntausend Worte nicht wirklich viel. Aber bei der doch sehr komplizierten Handlung, die aus sehr verschiedenen Schreibestr\u00e4ngen und Blogidentit\u00e4ten besteht und daher viele Personen und Namen vorkommen, mu\u00df ich immer wieder nachschauen und sollte wahrscheinlich mehr korrigieren, als es zeitm\u00e4\u00dfig zu schaffen ist.<br \/>\nSo habe ich verschiedene Fehler drinnen, die ich jetzt nicht \u00e4ndere, sondern nur anmerke, um mir das beim  ersten richtigen Korrekturdurchgang anzusehen, beispielsweise, wie lange Ayten in Istanbul bleibt oder wie mache ich das mit der Herta M\u00fcller und dem deutschen Buchpreis, bei mir w\u00fcrde der nach dem Nobelpreis kommen, lasse ich diese Unebenheit, die Szenen sind sowieso ohne Namen, nur die Hanna Held spricht den Namen Herta M\u00fcller aus und und &#8230;<br \/>\nLauter Kleinigkeiten, die bei Schreiben mal passieren, aber meinen Schreibflu\u00df hindern, weil man bei den vorigen Szenen etwas \u00e4ndern mu\u00df.<br \/>\nAnsonsten habe ich die Handlung schon seit ein paar Tagen festgelegt, werde es also so gut es geht mit Hilfe meines Notizbuchs hinunterschreiben und schauen bei wievielen Worten ich dann bin, um notfalls ein bis zwei Szenen einzuf\u00fcgen.<br \/>\nSpannend ist es, auch wenn ich bei der Qualit\u00e4t oder Quantit\u00e4tfrage noch immer h\u00e4nge. Die Frage, was tue ich, wenn es fertig ist, besch\u00e4ftigt mich nat\u00fcrlich, wei\u00df es aber schon, das Novel als Novelle und mehr wird es nicht, \u00fcberarbeiten, die Ungereimtheiten beseitigen und meine Wochenberichte, die ich an Jacky Vellguth \u00fcber den Schreibproze\u00df schicke, als Vorwort voranstellen und das Ganze als Nanowrimo-Novel zum 21. Digitalbuch machen.<br \/>\nOb ich im n\u00e4chsten Jahr wieder mitmachen werde, wei\u00df ich nicht, es m\u00fc\u00dfte vom Schreibproze\u00df passen, da aber wieder die Buch Wien, die Literatur im Herbst, der Erich Fried Preis ect. sein werden, w\u00fcrde ich sicher wieder oft herausgerissen, da\u00df es g\u00fcnstiger f\u00fcr mich ist, soetwas im Sommer zu machen, wenn es keine Ablenkungen gibt.<br \/>\nDie gruppendynamischen Prozesse darum herum sind aber schon interessant, diese sogenannte Wordwar-Statistik, wo man immer nachschauen kann, wo die anderen liegen und deren Schreibberichte, schade eigentlich, da\u00df das so im Geheimen passiert, denn das ist sicher interessant und man lernt viel dabei.<br \/>\nZum Korrigieren und Ver\u00e4ndern werde ich sicher l\u00e4nger als ein Monat brauchen. Viel l\u00e4nger als f\u00fcnfzigtausend Worte wird die Geschichte aber nicht werden, wahrscheinlich k\u00fcrzer, knapper und obwohl ich derzeit nicht so ganz zufrieden bin, ergibt sich vielleicht doch eine spannende Schreibgeschichte \u00fcber meine Lieblingsblogs und einige interessante Facetten des Literaturbetriebs, der mich nach wie vor sehr interessiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt gibt es, nachdem mich schon das schlechte Gewissen packte, wieder einen Schreibbericht. 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