{"id":2229,"date":"2009-11-19T15:48:52","date_gmt":"2009-11-19T14:48:52","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2229"},"modified":"2009-11-19T15:48:52","modified_gmt":"2009-11-19T14:48:52","slug":"50-687-worte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2229","title":{"rendered":"50.687 Worte"},"content":{"rendered":"<p>Gerade habe ich die letzte unkorrigierte Szene hochgeladen und am neunzehnten Tag 50.687 Worte meines Nanowrimo-Novels &#8220;Heimsuchung oder halb eins&#8221; geschrieben. In Wirklichkeit waren es ein paar tausend Worte mehr, denn ich habe es nicht geschafft, ohne zu korrigieren und das Geschriebene durchzulesen, vor mich hinzuschreiben, sondern nicht alle Szenen, aber sehr viele, einmal durchkorrigiert und auch ein paar Fehler, damit die Handlung wieder stimmt, ausgemerzt.<br \/>\nDie Geschichte ist jetzt fertig. Eine Erz\u00e4hlung \u00fcber eine Frau, die die Grippe hat, in dieser Zeit nicht aus dem Haus geht und w\u00e4hrend der Nobelpreis an Herta M\u00fcller geht, sich mit den verschiedenen Blogs, die sie gern liest, besch\u00e4ftigt, so da\u00df auf diese Art und Weise wieder ein realistisches Bild des Literaturbetriebs mit dem Hintergrund des Unistreiks etc. entstanden ist.<br \/>\nJetzt mu\u00df ich das Ganze noch einmal durchgehen, noch vorhandene Fehler herausnehmen, dadurch werden es sicher wieder weniger als f\u00fcnfzigtausend Worte, aber wahrscheinlich schon an die achtzig bis f\u00fcnfundachtzig Rohseiten.<br \/>\nDie Arbeit war sehr spannend und ist sehr flott dahingegangen. In gewisser Weise bin ich wirklich eine Marathonschreiberin. Wenn man aber auf die Statistikseite von <a href=\"http:\/\/www.schriftsteller-werden.de\">schriftsteller-werden.de<\/a> geht, sieht man, da\u00df zum jetzigen Zeitpunkt schon zehn Leute fertig sind und freakingmuse ist schon \u00fcber die sechzigtausend Wortgrenze hinaufgeklettert. Es gibt also auch andere Leute, die schnell und viel schreiben.<br \/>\nWas hat es mir gebracht? Viel Spa\u00df und ein intensives Schreiberlebnis, obwohl der November f\u00fcr mich ein eher ung\u00fcnstiger Schreibemonat ist, denn ich habe nur tageweise geschrieben. An einigen Tagen viel und flott, an anderen wieder gar nicht, dadurch habe ich mich manchmal ein bi\u00dfchen herausgerissen gef\u00fchlt, obwohl mir schnell klar war, worauf ich hinaus will und was in die Geschichte hineinkommen soll.<br \/>\nEs ist kein Roman, sondern eine Novelle, die, wenn ich sie durchkorrigiere, wieder unter den f\u00fcnfzigtausend Worten sein wird. Eine k\u00fcrzere Erz\u00e4hlung \u00fcber das Schreiben, nach der langen und diesmal ganz genau geplant.<br \/>\nWie mache ich jetzt weiter, denn das Nanowrimo Monat ist ja noch nicht vorbei?<br \/>\nDas wei\u00df ich schon, da ich auf meiner Profilseite jetzt die f\u00fcnfzigtausend Worte stehen habe, werde ich das Vor- oder Nachwort \u00fcber den Schreibproze\u00df des Nanowrimoschreibens erst sp\u00e4ter machen, die letzte Novemberwoche dazu ben\u00fctzen, das Ganze noch einmal durchzugehen und wenn es wieder um tausend Worte k\u00fcrzer wird, nicht mehr in den Z\u00e4hler eingeben, sondern die  jetzt vorhandene Wortezahl ab n\u00e4chsten Mittwoch hochzuladen versuchen, wenn ich das schaffe, da ich jetzt allein bin und mich mit der Technik nicht so auskenne.<br \/>\nWenn nicht, ist es auch egal, denn ich brauche dieses &#8220;Winner-Logo&#8221; ja nicht wirklich, obwohl es sich f\u00fcr das Buchcover eignen w\u00fcrde, denn es wird nat\u00fcrlich ein Buch daraus. Ein Nanowrimo-Novel, das w\u00e4re dann mein einundzwanzigstes Digitalbuch, wenn ich mich nicht irre und nichts durcheinander bringe und &#8220;Sophie Hungers Krisenwelt&#8221; vorher oder wahrscheinlich gleichzeitig erscheint.<br \/>\nAlso einmal alles durchgehen, damit die gr\u00f6\u00dften Fehler hinausfallen, dann wird der November vorbei sein und ich lasse es liegen, um &#8220;Sophie Hungers Krisenwelt&#8221; fertigzukorrigieren und wenn ich ein Zeitfenster habe, werde ich wieder etwas lesen, denn ich bin mit &#8220;Atemschaukel&#8221; noch immer auf Seite neunundzwanzig, obwohl ich inzwischen viele neue B\u00fccher habe und den Briefwechsel Bachmann-Celan w\u00fcrde ich auch gern lesen.<br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Schreibproze\u00df, den ich mir einmal g\u00f6nnen wollte, so wie ich einmal auf eigene Kosten nach Klagenfurt gefahren bin, um beim  Bachmann Spektakel zuzuh\u00f6ren und zweimal mit dem Alfred nach Frankfurt, beides mache ich jetzt nur mehr \u00fcbers Internet und wahrscheinlich auch kein Nanowrimo Writing, au\u00dfer es geht sich gerade aus, aber der Novemberdruck wird h\u00f6chstwahrscheinlich derselbe sein und da\u00df ich, wenn ich in der Stimmung bin, achtzig Seiten Text zusammenbringe, habe ich nicht bezweifelt, denn ich wei\u00df ja, da\u00df ich schreiben kann und das auch schon lang und viel tue.<br \/>\nDer amerikanische Ansatz nur das Schreiben ist wichtig, nicht lesen, nicht korrigieren, nicht den Bleistift absetzen und dann hipp hipp hurra, ist mir immer noch ein wenig fremd, weil die Frage, was mache ich dann, schon vorhanden ist. Aber ich habe ja die Antwort, das wahrscheinlich einundzwanzigste Digitaldruckbuch, wie gehabt. Ich w\u00fcrde also mehr Unterst\u00fctzung auf der Anerkennungsseite brauchen, aber das war auch ein Thema des Interviews, das am Montag zu h\u00f6ren ist und amerikanisches Schreiben ist halt anders, als das deutsche oder \u00f6sterreichische, obwohl sich hier langsam etwas \u00e4ndert und es sehr viele junge deutsche Schreiber gibt, die noch zur Schule gehen und mit ihren f\u00fcnfzigtausend Worten bald fertig werden. Die schreien &#8220;Hurra!&#8221; und sind damit zufrieden. Ich bin es aber auch, denn wenn ich es als Nanowrimo-Novelle deklariere, kann man dar\u00fcber reden, was das ist.<br \/>\nGerade war im Radio im &#8221; Von Tag zu Tag&#8221; Robert Menasse, der sich sehr f\u00fcr den Studentenpotest engagiert und das passt ja auch zum Thema. Warum k\u00f6nnen nicht alle studieren oder schreiben, die das wollen und nur die angeblich sechzehn besten unter z.B. 375 Bewerbern?<br \/>\nDas Nanowrimowritig ist ein bi\u00dfchen das Gegengewicht und was ich in den drei Wochen gelernt habe, ist, da\u00df ich mir jetzt genauer vorstellen kann, wieviele Seiten f\u00fcnfzigtausend Worte sind und ich auch wei\u00df, in wievielen Tagen man sie schreiben kann.<br \/>\nFreakingmuse hat zehn dazu gebraucht, ich neunzehn, aber an sechs oder sieben Tagen nichts geschrieben und auch ein paar tausend Worte wieder weggel\u00f6scht und bis das Nanowrimo-Novel in die Druckerei gehen kann, werde ich zwei bis drei Monate korrigieren, das sind alles mir wieder sehr bekannte Prozesse und nat\u00fcrlich hat mich das Schreiben, wie \u00fcberhaupt das ganze Literaturgefl\u00fcster noch ein bi\u00dfchen selbstbewu\u00dfter gemacht und lustig war es auch, das zwar zu Hause, in seinem Zimmer, aber trotzdem in Gesellschaft, zu tun, immer wieder die Schreibstatistik anzuklicken oder sich bei den Profilen der anderen anzusehen, was sie  schreiben, wo sie wohnen, wie alt sie sind und welche Interessen sie haben, war sehr interessant und ich finde es sehr schade, da\u00df auf der \u00f6sterreichischen Profiseite kein Mensch dar\u00fcber etwas wei\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade habe ich die letzte unkorrigierte Szene hochgeladen und am neunzehnten Tag 50.687 Worte meines Nanowrimo-Novels &#8220;Heimsuchung oder halb eins&#8221; geschrieben. 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