{"id":2236,"date":"2009-11-20T22:27:31","date_gmt":"2009-11-20T21:27:31","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2236"},"modified":"2009-11-20T22:27:31","modified_gmt":"2009-11-20T21:27:31","slug":"lise-meitner-preis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2236","title":{"rendered":"Lise Meitner Preis"},"content":{"rendered":"<p>Heute wurde der siebente Lise Meitner Literaturpreis im Festsaal der TU Wien an Cornelia Travnicek und Barbara Wimmer verliehen.<br \/>\nIch war dort und habe mir bei einer sehr schlechten Akustik von widerhallenden Mikrofonen und knarrenden Parkettb\u00f6den \u00fcber den sich vielleicht langweilende Kinder liefen, die Ausz\u00fcge aus den Siegertexten &#8220;Mein Schnittlauch ist ein Sumpfgew\u00e4chs&#8221;  und &#8220;Nicht-Gatter&#8221; angeh\u00f6rt.<br \/>\nCornelia Travnicek hat auf ihrem Blog  sehr genau \u00fcber diesen Preis berichtet, zuerst, da\u00df sie einen gewonnen hat, dann ein bi\u00dfchen sp\u00e4ter welchen und vor ein paar Tagen konnte man sich den Mitschnitt der Radio Orange Sendung anh\u00f6ren, bei der die Preistr\u00e4gerinnen mit Helga Gartner der Organisatorin und Mitglied des TU-Frauenreferates,  \u00fcber die Entstehung des Preises und \u00fcber die Beziehung von Frauen und Technik plauderten.<br \/>\nW\u00fcrde ich nicht den Blog von Cornelia Travnicek regelm\u00e4\u00dfig lesen, w\u00fcrde ich nichts von dieser Preisverleihung wissen, dabei ist er ein sehr wichtiger Preis f\u00fcr mich, denn ich habe mindestens zweimal mitgemacht.<br \/>\nEntstanden ist er 1994 anl\u00e4\u00dflich des zehnj\u00e4hrigen Bestehens des TU-Frauenreferates und wird jedes zweites Jahr vergeben. Zuerst waren El Awadalla und Helga Gartner in dem Frauenreferat bzw. Jury und ich habe 1999  durch El Awadalla  davon erfahren und den Text &#8220;Viermal Lisa oder MMT&#8221; daf\u00fcr geschrieben.<br \/>\nDa bin ich im Winter durch die TU gegangen und habe Studien daf\u00fcr gemacht, denn das Thema Technik ist ja nicht gerade etwas, wo ich mich sehr auskenne oder doch nat\u00fcrlich, denn den Siemens Literaturpreis hat es  schon ein paar Jahre vorher gegeben.<br \/>\nEs gibt ihn nicht mehr, aber ich habe ein paar Texte daf\u00fcr geschrieben, die sich mit Technik befassen und auch  bei einer Preisverleihung einen Er\u00f6ffnungsredner sagen h\u00f6ren, wie toll er es findet, da\u00df sich die Autoren Jahr f\u00fcr Jahr wegen Siemens mit dem Thema Technik befassen.<br \/>\nIch habe es getan, nie etwas gewonnen, weder beim Meitner Preis, bei dem ich, glaube ich, zweimal eingereicht habe,  1999  und  2003 noch einmal mit dem Text &#8220;Voller Stolz oder Pr\u00e4zisionsarbeit&#8221;, wo es um eine Uhrmacherin und ein Klonkind geht.<br \/>\nVier oder f\u00fcnf Techniktexte sind auf diese Art und Weise entstanden, von denen einige im &#8220;Best of 2 &#8211; Eva Jancak Lesebuch&#8221;, 2005 von mir herausgegegeben wurden.<br \/>\n&#8220;Viermal Lisa&#8221; ist in der ersten Lise Meitner Anthologie &#8220;Female Science Faction&#8221; enthalten und der erste Text, den ich f\u00fcr Siemens geschrieben habe, in dem ich mich gegen Handies engagiere, ist in den &#8220;Donaugeschichten II&#8221; der Ruth Asp\u00f6ck enthalten.<br \/>\nIch habe mich also eine Zeitlang  regelm\u00e4\u00dfig mit dem Thema Technik auseinandergesetzt, den Siemens Literaturpreis gibt es nicht mehr und auch der Lise Meitner Preis ist mir entgangen, da ich mich seit einigen Jahren kaum mehr an Ausschreibungen beteilige, die Autorensolidarit\u00e4t nicht mehr danach absuche und auch von den Veranstaltern nicht angeschrieben wurde.<br \/>\nDie beiden Einreichungen, wo ich mich beteiligt habe, waren aber wichtig, 1999 hat Silke Rosenb\u00fcchler den Preis gewonnen, 1997 Doris Nussbaumer, die sp\u00e4ter auch in der Jury war, 1995 Marianne Sula, die ich von der GAV kenne, ich habe damals den Veranstaltern die Herausgabe einer Anthologie vorgeschlagen. Es gab dann eine, die 2001, bei Promedia erschienen ist und &#8220;Viermal Lisa&#8221;, in dem es um eine Maturantin geht, die Technik studiert und eigentlich nicht wei\u00df, ob sie das will, ist f\u00fcr mich ein wichtiger Text, in dem ich mich mit der Biografie Lise Meitners und den Nobelpreis, den sie nicht gewonnen hat, auseinandersetze.<br \/>\n2003 habe ich einen Text \u00fcber sp\u00e4te M\u00fctter und Klonkinder, die es damals angeblich gegeben hat, geschrieben und kann mich noch gut an die Preisverleihung erinnern. Monika Vasik hat den Preis gewonnen, ich bin neben Ruth Asp\u00f6ck gesessen, die sich auch beteiligt hat, es gab ein ziemlich originelles Buffet, es war Sommer und wir sind anschlie\u00dfend auf den Rathausplatz zum Filmfestival gegangen, wo wir die Anna und den Alfred trafen.<br \/>\nSeither habe ich fast nichts mehr von dem Preis geh\u00f6rt, es hat aber noch zwei gegeben, einen hat Marlen Schachinger gewonnen und die hat mir auch gemailt, da\u00df es eine neue Anthologie gibt und mich zur Pr\u00e4sentation eingeladen und jetzt hat Cornelia Travnicek den halben Preis gewonnen und bei der Radio Orange Sendung locker \u00fcber Frauen und Technik geplaudert.<br \/>\nDie andere Preistr\u00e4gerin habe ich nicht gekannt und war, als ich heute hingegangen bin, auch  erstaunt, niemanden bekannten au\u00dfer Cornelia Travnicek zu treffen.<br \/>\nMieze Medusa hat auch einmal mitgemacht und Cornelia Travnicek auf den Preis aufmerksam gemacht. 38 Frauen haben sich beteiligt. Helga Gartner sagte mir sp\u00e4ter, es w\u00e4ren viele deutsche Frauen gewesen und es war interessant, die Verj\u00fcngung der Preistr\u00e4gerinnen und ihren Zugang zu dem Thema Technik zu erleben.<br \/>\nInteressant auch, da\u00df in einem H\u00f6rsaal der Hochschule f\u00fcr Technik die Mikrofone nicht gut funktionieren und da\u00df mir die Namen der  Jurymitgliederinnen nichts sagten.<br \/>\nEine Physikerin, Mag. Dr. Stadler hat die Festrede gehalten und sich dabei auf Lise Meitners Lebenslauf bezogen. Dann gabs wieder ein Buffet und die beiden B\u00fccher als Ansichtsexemplare zu beschauen. Einen Stammbesucher, den mit dem Kapperl und der bunten Brille habe ich dann doch gesehen, mich zuerst mit Cornelia Travnicek und Helga Gartner unterhalten und sp\u00e4ter lang mit Helga Stadler und Christine Brauner, dem Jurymitlied, die Mitarbeiterin beim Institut f\u00fcr Schreibp\u00e4dagogik ist, geplaudert, die auch meine B\u00fccher kauften und bin ein bi\u00dfchen verwirrt \u00fcber die Ver\u00e4nderungen, die der Lise Meitner Literaturpreis seit seiner Entstehung erfahren hat. Schade, da\u00df sich offenbar nicht viele mir bekannte Autorinnen beteiligt haben und, da\u00df ich, wenn es Cornelia Travniceks Blog nicht g\u00e4be, nichts dar\u00fcber w\u00fc\u00dfte.<br \/>\nInteressant ist auch die Hierarchie der Literaturpreise, von welchen man etwas h\u00f6rt und von welchen nicht.<br \/>\nBei <a href=\"http:\/\/www.buecher.at\">www.buecher.at<\/a>, der Seite des Hauptverbandes des \u00f6sterreichischen Buchhandels, kann man sich \u00fcber die gr\u00f6\u00dferen  informieren und so wei\u00df ich auch, da\u00df Clemens J. Setz  den Bremer Literaturpreis gewonnen hat, der zehnmal so hoch dotiert ist. Unterst\u00fctzt wird der Lise Meitner Preis aber trotzdem vom bmuk und ich denke auch, da\u00df er sehr wichtig ist und freue mich schon auf die n\u00e4chste Anthologie, die es zum neunten Preis wieder geben soll.<br \/>\nBis dahin kann man, weil ja  die Technik fortgeschritten ist, die Texte  \u00fcbers Internet lesen, am besten \u00fcber <a href=\"http:\/\/frautravnicek.wordpress.com\">frautravnicek.wordpress.com<\/a>, was f\u00fcr mich auch notwendig ist, weil ich den Text von Barbara Wimmer kaum verstanden habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute wurde der siebente Lise Meitner Literaturpreis im Festsaal der TU Wien an Cornelia Travnicek und Barbara Wimmer verliehen. 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