{"id":2250,"date":"2009-11-24T00:43:01","date_gmt":"2009-11-23T23:43:01","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2250"},"modified":"2009-11-24T00:43:01","modified_gmt":"2009-11-23T23:43:01","slug":"marathonschreiben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2250","title":{"rendered":"Marathonschreiben"},"content":{"rendered":"<p>Der Montag war ein toller Tag, mit einer f\u00fcr mich sehr  seltenen Erfahrung. Einen Text in \u00d61 und die Programmvorschau weist st\u00e4ndig darauf hin. Das erste Mal habe ich es kurz vor sechs Uhr fr\u00fch geh\u00f6rt.<br \/>\n&#8220;Die Marathonschreiberin &#8211; Ein Portrait der Wiener Autorin Eva Jancak&#8221;, um halb acht hab ich es verschlafen, um eins war es nicht, am Nachmittag hat der liebe Otto angerufen, der in letzter Zeit irgendwie mit seinen Blogs verschwunden ist, Knieprobleme hat und mir gratulierte.<br \/>\nIch habe auch in meinen mails an Cornelia Travnicek und Hilde Schm\u00f6lzer darauf hingewiesen. Ein bi\u00dfchen bin ich ja eitel und habe nicht oft Gelegenheit dazu, habe meinen Praxisbetrieb gemacht, Rudolf Blazejewskis Geburtstagsbrief beantwortet und noch ein bi\u00dfchen Zeit mit dem Bachmann-Celan Briefwechsel in der Badewanne verbracht, bevor ich mir die Sendung im Bett angeh\u00f6rt habe und nicht einmal ein Glas Rotwein  dazu getrunken hatte.<br \/>\nEs war toll und ich war zufrieden. Zwar habe ich ein bi\u00dfchen eine d\u00fcnne Stimme, sonst war es perfekt und so wie ich es mir vorgestellt habe.<br \/>\nDa hat es die Edith-Ulla Gasser getroffen und keinen h\u00e4misch mitleidigen Unterton dazu gebraucht, wie ich schon erlebt habe, zum Beispiel in dem Portrait \u00fcber die Untergrundfrauenliteratur, das Anfang der Neunzigerjahre in der Zeitschrift &#8220;Buchkultur&#8221; erschienen ist.<br \/>\nEs geht, wie man h\u00f6rte, auch ohne und auch mit der Schauspielerinnenstimme war ich zufrieden.<br \/>\nDenn da habe ich bisher eher gelitten, keine konnte es mir recht machen und ich dachte bei meinen bisherigen Sendungen meist, das kann ich besser.<br \/>\nDiesmal war ich milder, vor allem weil das Interview getroffen hat, was ich ausdr\u00fccken will und auch seit eineinhalb Jahren im Literaturgefluester ausdr\u00fccke. So gesehen war es nichts Neues und das Wort &#8220;Marathon&#8221; findet sich, glaube ich, auch hier.<br \/>\nEs gab ein Interview \u00fcber mein Schreiben und meine B\u00fccher, die angegebene B\u00fccherzahl stimmt, glaube ich nicht, erschienen sind erst neunzehn Digitaldruckb\u00fccher, zwei Fachb\u00fccher und die &#8220;Hierarchien&#8221;,  zwei Manuskripte liegen ziemlich fertig bei mir herum, dann w\u00fcrde es wieder stimmen.<br \/>\nBei der Menge ist es nicht mehr leicht, die \u00dcbersicht zu bewahren, ich mu\u00df auch immer nachrechnen und die Ausschnitte aus der &#8220;Radiosonate&#8221; haben auch gepasst. Zwar kamen haupts\u00e4chlich Stellen, wo man mir das Jammern vorwerfen k\u00f6nnte, aber die hat die  Edith-Ulla Gasser ausgesucht, wenn es ihr gef\u00e4llt, passt es.<br \/>\nIch bin jetzt auf die Reaktionen neugierig, ob sich eher die Kritiker oder die Wohlmeinenden melden? Mit meinem Portrait in der Autorensolidarit\u00e4t habe ich ja eher negative Erfahrungen gemacht, da ist es beinahe zur Klagsandrohung gekommen. Aber ich bin so wie ich bin, schreibe und spreche dar\u00fcber.<br \/>\nEine Buchbestellung, habe ich gerade gesehen, ist schon eingetroffen, zwei eigentlich, denn der liebe Otto hat es auch bestellt, aber dem habe ich die B\u00fccher, glaube ich, in Carnuntum \u00fcbergeben, alle zwei Neuerscheinungen und dann noch die Anthologie.<br \/>\nIch bin also begeistert, f\u00fchle mich ein bi\u00dfchen wichtig, lobe den ORF und die Edith-Ulla Gasser, weil sie es schafften, das Ganze wertfrei   darzustellen und gebe f\u00fcr alle Interessierten einen Bericht \u00fcber meine bisherigen &#8220;Radiosonaten&#8221; bzw. Sendungen, denn es gab schon einige. Der Gerald Bisinger, der ja so etwas wie ein Fan von mir war oder mir zumindestens sagte, da\u00df ihm meine Sachen gefallen und mir riet, sie an Residenz zu schicken, der Jung wollte sie dann nicht, hat vor Jahren einmal meine &#8220;Vampirgeschichte&#8221; gebracht, das war, wenn ich mich nicht irre, in \u00d63.<br \/>\nDer Konrad Holzer hat in den sp\u00e4ten Achtziger fr\u00fchen Neunzigerjahren auch etwas gebracht, vor allem hat er mir sehr lange versprochen meine &#8220;U-Bahngeschichten&#8221; zu senden und immer andere Gr\u00fcnde angef\u00fchrt, warum er sie nicht senden kann, weil er auf eine Schauspielerin wartet, sie in einer bestimmten Schiene bringen will und und und, bis mir die Geduld gerissen ist, ich bin keine sehr geduldige Frau, mich an die IG Autoren wandte, die mir einen Brief geschrieben haben, dann waren in der GAV, der Konrad Zobel und der Alfred Treiber, die ja beide Mitglieder sind, bei einer Sitzung und ich habe immer gefragt &#8220;Wann senden Sie mich?&#8221;, so \u00e4hnlich wie der Armin Thurnher im Falter.<br \/>\nDer Zobel hat geantwortet: &#8220;Er wird es senden, aber dann wahrscheinlich nie mehr was von Ihnen!&#8221;<br \/>\nDas hab ich auch gedacht, war aber nicht so. Denn aus &#8220;Den Geschichten vom lieben Gott&#8221;, die eigentlich sehr erfolgreich waren, wie die &#8220;Vampirgeschichte&#8221; waren sie auch in der &#8220;Rampe&#8221;, hat er etwas gebracht. Da war ich, glaube ich, mit der Schauspielerstimme sehr unzufrieden, als ich es mit Kopfh\u00f6rern geh\u00f6rt habe, w\u00e4hrend ich mit dem Alfred, der Anna und den Francs um den Neusierdlersee geradelt bin.<br \/>\nDann ist der Konrad Holzer in Pension gegangen, die Edith-Ulla Gasser hat seine Sendungen \u00fcbernommen, ich habe sie, glaube ich, einmal bei einem Siemens Literaturpreis, wo sie Jurymitglied war, angesprochen.  Sie hat mich 2003 ins Funkhaus auf einen Kaffee eingeladen und in dieser Sp\u00e4tabendsendung am Sonntag kurz vor Mitternacht einen f\u00fcnf Minuten Text aus den &#8220;Best of&#8221; Geschichten, neben Uwe Bolius und Peter Campa gebracht.<br \/>\nWar auch toll, aber lange nicht so werbewirksam, wie die neuen Texte aus \u00d6sterreich am Montag Abend.<br \/>\nDas waren meine Radiosendungen, im Fernsehen hat mich einmal die Koschka Hetzer, die ich in meiner Gespr\u00e4chstherapieausbildung kennenlernte, in der ZIB Kultur interviewt, als das &#8220;M\u00e4dchen d\u00fcrfen pfeifen, Buben d\u00fcrfen weinen&#8221;, erschienen ist, bzw. den Kinder und Jugendpreis der Stadt Wien, 1982 war das, glaube ich, bekommen hat.<br \/>\nIch bin also zufrieden und neugierig zu erfahren, wie es weitergeht und wie die Sendung meinen Lesern gefallen hat?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Montag war ein toller Tag, mit einer f\u00fcr mich sehr seltenen Erfahrung. 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