{"id":2323,"date":"2009-12-09T01:25:22","date_gmt":"2009-12-09T00:25:22","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2323"},"modified":"2009-12-09T01:25:22","modified_gmt":"2009-12-09T00:25:22","slug":"vaterspiel-und-schreibreflektion","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2323","title":{"rendered":"Vaterspiel und Schreibreflexion"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Anna und einer ihrer Freundinnen war ich am Feiertag in Michael Glawoggers Verfilmung von Josef Haslingers &#8220;Vaterspiel&#8221;, das ja am 26. November Premiere hatte. Ich habe das Buch im Jahr 2000 gelesen, der Alfred hat es mir bei einer Lesung im Thalia gekauft, es hat eine Widmung &#8220;Mit besten W\u00fcnschen f\u00fcr die weitere Arbeit&#8221;, ich glaube, Alfred hat Josef Haslinger die &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnisse&#8221; gegeben, mein erstes Digitalbuch, das gerade fertig war.<br \/>\nGelesen habe ich das Buch w\u00e4hrend meiner Fahrten ins SMZ-Ost zur Supervision, da war gleichzeitig die US-Wahl, wo es mit der Ausz\u00e4hlung Schwierigkeiten gegeben hat und pl\u00f6tzlich der Falsche gewonnen hat. Sonst habe ich ziemlich viel vergessen, den Film auf jeden Fall surrealer empfunden, die Anna hat gemeint, es hat sehr viel gefehlt, was man in einer Verfilmung eines so dicken Buches auch nicht gut darstellen kann. Mir sind die Vater Sohn Konfliktstellen blasser vorgekommen und habe eigentlich nicht verstanden, warum der Sohn den Vater so ha\u00dft, weil er Minister und ein Arschloch ist? Wahrscheinlich hassen alle S\u00f6hne ihre V\u00e4ter und das hat dann nichts mehr mit der NS Vergangenheit zu tun und ist auch traurig.<br \/>\nJosef Haslinger ist ein realistischer Schreiber und da hatte ich bei den Rezensionen, die ich damals gelesen habe, \u00f6fter das Gef\u00fchl, da\u00df das nicht anerkannt wird und noch eine Erinnerung habe ich, da\u00df mir beim Lesen aufgefallen ist, da\u00df es mit einer Perspektive irgendwie nicht gestimmt hat, mehr kann ich nicht sagen, dazu m\u00fc\u00dfte ich das Buch wiederlesen, aber dazu fehlt einer die Zeit, weil selber schreiben will und das habe ich in den letzten Tagen auch intensiv getan.<br \/>\nEigentlich bin ich derzeit in der Korrigierphase, die bei mir einen sehr wichtigen Stellenwert einnimmt. Mit der &#8220;Sophie Hungers&#8221; bin ich am Sonntag fertiggeworden, die liegt jetzt auf Alfreds Schreibtisch und wartet, da\u00df er wiederkommt und dann gibts noch die kleine Zwischenarbeit, weil mich die Susanne Schneider eingeladen hat, beim Katzenfasching des Lesetheaters mitzumachen.<br \/>\nDie wollen zwar nicht so gern eigene Texte, ich habe mich aber einmal entschlossen, weil ich ja berufst\u00e4tig bin, keine fremden Texte zu lesen. Au\u00dferdem habe ich auch keine Schauspielausbildung. Da  reicht es zu Lesungen zu gehen und zuzuh\u00f6ren. Also einen Text daf\u00fcr schreiben. Das mache ich jetzt ohnehin nur selten, seit ich mich kaum mehr an Ausschreibungen beteilige. Die Idee, da ich keine besondere Katzenliebhaberin bin, etwas Satirisches zu machen, ist mir bald gekommen,  dann kam noch der Uni Streik und so habe ich am Montag, statt wie geplant, bei dem KriSu-Literatur-Aktionstag aus der &#8220;Sophie Hungers&#8221; zu lesen &#8220;Die Schmerzansichten der K\u00e4tzin Murana&#8221; geschrieben. Das w\u00fcrde f\u00fcr eine Uni-Protestlesung auch gut passen. Jetzt ist der Text fertig und ich kann mit dem Korrigieren meines Nanowrimo-Novels weitermachen.<br \/>\nWenn schon ein kleiner Jahresr\u00fcckblick erlaubt ist, ich war 2009 literarisch enorm flei\u00dfig.<br \/>\nIst da in den ersten zwei Monaten ja &#8220;Das Haus&#8221; entstanden, dann die &#8220;Sophie Hungers&#8221; und gleich anschlie\u00dfend, die Rohfassung der gar nicht so kurzen Novelle \u00fcber achtzig Seiten, also wahrscheinlich doch ein Roman.<br \/>\nPl\u00e4ne f\u00fcr das Jahr 2010 habe ich dagegen nicht. Da ist noch alles offen und ich denke auch, da\u00df es eine gute Idee ist, ein Monat wirklich nur auf Spurensuche zu gehen und mir etwas ganz anderes, noch nie Geschriebenes vorzunehmen, um mich auf diese Art und Weise weiterzuentwickeln.<br \/>\nAnni B\u00fcrkl stellte auf ihren Blog wieder einmal die Frage, soll man nur das schreiben, was man will oder sich dem Markt anpassen?<br \/>\nDas habe ich ja nie getan, deshalb vielleicht auch meine Erfolglosigkeit. Aber das Hinaussehen \u00fcber den Tellerrand w\u00e4re schon eine  gute Idee. Denn durch das Blogschreiben bin ich sehr selbstbewu\u00dft geworden und habe viel gelernt. Mal sehen, noch bin ich nicht so weit, denn noch befindet sich die &#8220;Heimsuchung&#8221; in einem ziemlichen Rohzustand.<br \/>\nAnsonsten habe ich am Dienstag ein bi\u00dfchen herumgegooglet, zum Beispiel \u00fcber die Ohrenschmaus-Berichterstattung, die ja sehr ausf\u00fchrlich ist, da gibt es eigene Blogs, die dar\u00fcber schreiben und ich bin auch auf eine Autorin namens Michaela K\u00f6nig, eine zweiunddrei\u00dfigj\u00e4hrige mit Down-Syndrom gesto\u00dfen, die literarisch sehr aktiv ist.<br \/>\nOtto Lambauer hat mir schon \u00fcber sie erz\u00e4hlt, ich habe sie bei der Preisverleihung kennengelernt und sie hat in Ottos Zelt bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; gelesen. Sie hat schon einige B\u00fccher und publiziert in der Zeitschrift &#8220;Ohrenku\u00df&#8221;, schreibt \u00fcber ihr Alltagsleben, das Essen, das Abnehmen, setzt sich aber auch mit ihrer Behinderung auseinander, beziehungsweise w\u00fcnscht sie sich mehr Normalit\u00e4t, weil ein Chromosom mehr oder weniger nicht so wichtig ist, wie man meinen k\u00f6nnte. Eine Rezension \u00fcber &#8220;Traust du mir das zu&#8221; habe ich gelesen und die ist interessant, da wird zuerst von dem Down-Syndrom berichtet und dann steht, da\u00df die Autorin eine sehr einfache kindliche Sprache hat und das Buch daher nicht literarisch ist. Da habe ich mir gedacht, manche Rezensenten lernen auch nichts dazu. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Anna und einer ihrer Freundinnen war ich am Feiertag in Michael Glawoggers Verfilmung von Josef Haslingers &#8220;Vaterspiel&#8221;, das ja am 26. November Premiere hatte. 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