{"id":240,"date":"2008-09-24T00:14:25","date_gmt":"2008-09-23T22:14:25","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=240"},"modified":"2008-09-24T00:14:25","modified_gmt":"2008-09-23T22:14:25","slug":"dialektjubel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=240","title":{"rendered":"Dialektjubel"},"content":{"rendered":"<p>Im Literaturhaus wurde am Dienstag, die Ausstellung Dialektjubel &#8211; zwanzig Jahre \u00d6DA &#8211; vierzig Jahre IDI er\u00f6ffnet. Geichzeitig hat sich der neue Literaturhausleiter, der S\u00fcdtiroler Robert Huez vorgestellt.<br \/>\n&#8220;Unser Chef ist ein sehr netter Mann!&#8221;, sagte Bibiane, die Ex-Medizinstudentin, die schon lange das Buffet betreut, nach der Veranstaltung zu mir. Mir ist aufgefallen, da\u00df er viel gegessen hat, was f\u00fcr mich ungew\u00f6hnlich war.<br \/>\nEl Awadalla hat aber auch wieder ihre ber\u00fchmten Pogatscherln gebacken und  vorher als Pr\u00e4sidentin des \u00f6sterreichischen Dialektarchivs die Diskussion moderiert.<br \/>\nAuch El Awadalla kenne ich schon lange  vom Arbeitskreis schreibender Frauen, damals hat sie sich noch Elfriede genannt und den Max von der Gr\u00fcn-Preis gewonnen, sp\u00e4ter dann die Million bei der Millionenshow und ist wohl auch so eine  besessene Autorin wie ich, die an mehreren B\u00fcchern gleichzeitig schreibt, ein bi\u00dfchen besser auftreten kann und schon lange als Dialektautorin engagiert ist. Und diesmal er\u00f6ffnete das Literaturhaus seine Saison mit einer Ausstellung zur Dialektliteratur.<br \/>\nDas wohl auch, weil Heinz Lunzer in Pension gegangen ist, denn mit Heinz Lunzer hat sie sich glaube ich, nicht so gut verstanden.<br \/>\nDie Ausstellung wurde von Erich Schirhuber kuratiert und da gab es einige Gustost\u00fcckerln von Wiederentdeckungswert in den Vitrinen zu bewundern. Denn die Siebzigerjahre haben auch mich literarisch sozialisiert und in der Zeitschrift &#8220;Frischfleisch und L\u00f6wenmaul&#8221; ist auch einer meiner ersten Texte erschienen.<br \/>\nIm Dialekt habe ich aber nie geschrieben, weil auch meine Mutter als eine Bewohnerin des  Arbeiterbezirks Hernals mir diese Sprache, damit ich es einmal besser habe, ausgetrieben und mir das &#8220;sch\u00f6n sprechen&#8221; beigebracht hat.<br \/>\nDie Burgenl\u00e4nderin El Awadalla hat das w\u00e4hrend der Diskussion beklagt und mir beigebracht, was ich nicht wu\u00dfte, da\u00df es einen Unterschied zwischen Dialekt und Mundart gibt.<br \/>\nIch dachte, das w\u00e4re dasselbe, das eine ist aber offenbar links und fortschrittlich, linkes Wort vom Volksstimmefest beispielsweise und Protestkultur, das andere konservativ und faschistisch gar, Karl Heinrich Waggerl eben, aber der hat, wie uns Frau Dr. Haid belehrte, immer nur in Hochdeutsch geschrieben, obwohl man das gar nicht glaubt. Josef Weinheber hat es aber, obwohl man politisch sehr viel an ihm aussetzen kann, und er wahrscheinlich doch ein guter Dichter war.<br \/>\nRolf Schwendter ist mit am Podium gesessen und hat  viel von seinem breiten Wissen kundgetan und auch, da\u00df er von einer ungarischen Mutter gro\u00dfgezogen wurde, was ich ebenfalls nicht wu\u00dfte.<br \/>\nElfriede Haslehner, die auch im Dialekt schreibt und in der Zeitschrift  &#8220;Morgenschtean&#8221; publiziert, ist neben mir gesessen.<br \/>\nEs war also ein Gewinn, mir diese Woche einen intensiven Literaturveranstaltungssaisonstart zu geben, vielleicht schaffe ich es , ab n\u00e4chster Woche mich wieder mehr auf das eigene Schreiben zu konzentrieren und noch ein kleiner Nachtrag zu dem gestrigen Kolumnenthema.<br \/>\nDenn meinen Kommentar auf Otto Lambauers &#8220;Wau 7&#8221; zum Thema &#8220;Schlafen bei  Rund um die Burg&#8221; l\u00e4\u00dft sich auch als eine solche verstehen. Wer es nachlesen will, bei <a href=\"http:\/\/fipsthinks.wordpress.com\">fipsthinks.wordpress.com<\/a> ist er zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Literaturhaus wurde am Dienstag, die Ausstellung Dialektjubel &#8211; zwanzig Jahre \u00d6DA &#8211; vierzig Jahre IDI er\u00f6ffnet. 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