{"id":2413,"date":"2009-12-24T20:08:51","date_gmt":"2009-12-24T19:08:51","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2413"},"modified":"2009-12-24T20:08:51","modified_gmt":"2009-12-24T19:08:51","slug":"weihnachten-in-harland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2413","title":{"rendered":"Weihnachten in Harland"},"content":{"rendered":"<p>Nun also das Weihnachtsfest. Wichtigster Wirtschaftsfaktor inzwischen und wenn man bei <a href=\"http:\/\/www. buecher.at\">www. buecher.at<\/a>, der Seite des Hauptverbandes nachsieht,  sieht man, am vierten Einkaufssamstag ist das Weihnachtsgesch\u00e4ft nicht so gut gelaufen, daf\u00fcr haben das die K\u00e4ufer nachgeholt und in den letzten Tagen, bis heute vierzehn Uhr, offenbar doch noch gen\u00fcgend B\u00fccher eingekauft.<br \/>\nWie ist das bei mir, einer konsumverweigernden Atheistin?<br \/>\nWeihnachten ist f\u00fcr mich sehr sch\u00f6n und auch sehr wichtig, aber es ist  in den Advent vorverlegt. Eigentlich beginnt es meist Anfang November mit meinem literarischen Geburtstagsfest. Da gibts oft schon Geschenke vom Weihnachtsmarkt und die vielen Lichter und die Dekorationen haben einen Reiz auf mich und die Gutscheine nat\u00fcrlich.<br \/>\nDa gabs heuer bei dem Kronenzeitungsprobeabo, das ich auf der Buch-Wien abgeschlossen habe,  einen Gutschein \u00fcber sieben Euro von M\u00f6bel Lutz. Ein ganz liebes Weihnachtsengerl und drei Punschh\u00e4ferln habe ich mir  eingel\u00f6st und dann gibts nat\u00fcrlich den Weihnachtspunsch. Den mache ich mir immer selber, ein drittel Rotwein, ein drittel Wasser, ein drittel Orangensaft, ein Sackerl Fr\u00fcchtetee, eine halbe in Scheiben geschnittene Orange und etwas Zimt. Heuer hat mir eine liebe Klientin um den Nikolo ein Sackerl mit einem Teelichtst\u00e4nder, einem Weihnachtsh\u00e4ferl und f\u00fcnfzig Gramm Weihnachtstee mit Mandeln und Rosinen gebracht. Eine andere brachte Kaffee und  Weihnachtsstollen und dann gabs noch eine Gro\u00dfpackung After Eight und im Haus der Energie wurden Energieb\u00fcndel verteilt. Das sind orangenfarbene Sackerl mit einer Packung Schogetten, einer Teeprobe und zwei Nu\u00dfkostproben. An den Dezember-Dienstagen gab es dazu Maroni oder Bratkartoffeln. Die Anna hat Kekse gebacken und ich habe mir die FM4-Anthologie von der Buch Wien nach Hause geholt, das neue Etcetera  und dann noch die &#8220;laut lauter lyrik&#8221; &#8211; Anthologie von den Erich Fried Tagen. Von der Nanowrimo Blogparade gab es das sch\u00f6ne Paper Blanket und das kleine B\u00fccherpackerl vom Resistenzverlag und dann nat\u00fcrlich den Ohrenschmaus, den ganz besonders. Diesmal habe ich sogar noch ein Packerl mit einer Zotter-Schokolade und einer CD zugeschickt bekommen und von der Anna gab es zum Geburtstag den Sonnentor Tee-Adventkalender.<br \/>\nEs ist also der Advent mit den vielen vorweihnachtlichen \u00dcberraschungen, die  zum Einkaufen animieren sollen, aber da ist eine konsumverweigernde Atheistin  abgestumpft. Literarisch gab es  den Adventrundgang &#8220;Alles Gute&#8221; und im Amerlinghaus die traditionelle Kleinstverlagsschau xxxxxxx-small und Punsch trinken im Amerlinghaus pflege ich mit der Anna seit einigen Jahren auch regelm\u00e4\u00dfig.<br \/>\nSo zieht sich der Advent dahin mit den Adventkalendern, diesmal mit dem der Claudia Zotzmann und dem vom literaturcafe und dann fuhren wir am Abend des dreiundzwanzigsten nach Harland. Ich habe dort  geschm\u00fcckt, aber keinen Christbaum. Den gibts im Erdgescho\u00df bei Alfreds Eltern, da treten wir um f\u00fcnf Uhr an. Bekommen unser Geschenkpaket, hundert Euro und eine Packung Lindorkugeln und vom Alfred Buchgeschenke. Diesmal war es Gustav Ernst &#8220;Helden der Kunst &#8211; Helden der Liebe&#8221; und den Arche Literatur Kalender \u00fcber das Schreiben. Von der Anna gab es ein H\u00f6rbuch, n\u00e4mlich &#8220;Bitterfotze&#8221; von Maria Sveland, denn aus irgendeinem Grund schenkt mir die Anna nicht so gerne B\u00fccher.<br \/>\nIch habe &#8220;Das Haus&#8221; und die Volksstimmeanthologie an die Schwiegermutter, die gern liest, verschenkt, die Anna bekam ein Zweijahres-Falter-Geschenkabo und die zweite Ohrenschmaus CD. Dann ist es meistens aus. Nach der Geschenk\u00fcbergabe und dem Foto vor dem Christbaum gibts ein Abendessen mit den Eltern, diesmal Fisch mit Kartoffelsalat und nat\u00fcrlich Weihnachtskekse. Der Schwiegervater war gelernter Konditor, bevor er als Brieftr\u00e4ger in Pension gegangen ist. Danach war es oft wie abgerissen. Ich habe den kitschigen Weihnachtsmann mit Dschingle Bells, den meine 1991 verstorbene Mutter einmal der Anna zu Weihnachten geschenkt hat, aufgedreht und meistens den aktuellen Eva Rossmann Krimi gelesen. Diesmal aber nicht, denn den gabs schon im September. Ich habe aber den Ilija Trojanow im Badezimmer, den mir der Alfred vor zwei Jahren geschenkt hat und ein paar Tage Zeit. Bis Sonntag. Dann gibt es zwei Praxistage, zu Silvester sind wir bei Ruth Asp\u00f6ck in der Burggasse eingeladen und weil ich es mir diesmal schlecht eingeteilt habe, m\u00fcssen wir am Sonntag wieder nach Wien, denn am 4. und 5. habe ich Stunden, obwohl es noch einen Feiertag gibt.<br \/>\nKann aber trotzdem geruhsam werden und wird es sicher auch und den Jahresr\u00fcckblick f\u00fcr 2009 kann ich schon geben. Da gab es gleich Anfang J\u00e4nner die Abfuhr von Christa Nebenf\u00fchr, weil ich mich f\u00fcr die Pr\u00fcckl-Sommerlesereihe, wozu sie in den GAV-Nachrichten aufgerufen hat, angemeldet habe. Sie hatte \u00e4sthetische Bedenken und das hat sich fast durchs ganze Jahr gezogen und vor Weihnachten gab es den literarischen Rundumschlag von Maria Heidegger.<br \/>\nDazwischen habe ich bei den Textvorstellungen in der alten Schmiede gelesen, war kurz in Leipzig bei der Messe, hatte im November ein sehr sch\u00f6nes Portrait bei den &#8220;Texten&#8221; in \u00d61 und war als special guest in der Augustin Schreibwerkstatt, sowie bei den wilden Worten.<br \/>\nVor allem aber habe ich geschrieben. &#8220;Das Haus&#8221; habe ich im J\u00e4nner begonnen, dann kam &#8220;Sophie Hungers Krisenwelt&#8221; und ganz \u00fcberraschend und h\u00f6chst erfolgreich, das Nanowrimowriting mit &#8220;Heimsuchung oder halb eins&#8221;, an dem ich gerade korrigiere.<br \/>\nNat\u00fcrlich gab es das Literaturgefl\u00fcster, mit dem ich das ganze Jahr besch\u00e4ftigt war und das ist sehr toll, mit den f\u00fcnfzig bis hundert Zugriffen pro Tag, die ich inzwischen habe, gibts da keinen Zweifel. Vor allem macht es gro\u00dfen Spa\u00df. Ich habe meine Stammleser, einige davon sind Autoren: Andrea Stift, Cornelia Travnicek, Anni B\u00fcrkl, seit kurzem auch Rudi Lasselsberger und drei Verleger haben sich auch dann und wann gemeldet. Alfred Goubran, Herwig Bitsche, Paul Jaeg, der hat diese Woche \u00fcbrigens, als ich noch mit der Fehlerkultur und den Kommentaren von Frau Heidegger besch\u00e4ftigt war, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/09\/13\/poet-night\/\">meinen Schlagabtausch mit Frau Heidegger bez\u00fcglich der Poet Night gefunden<\/a> und seine diesbez\u00fcgliche Meinung abgegeben. Wen es interessiert, es ist ermutigend.<br \/>\nJa und auch den <a href=\"http:\/\/leselustfrust.wordpress.com\/\">leselustfrustblog<\/a> habe ich in diesem Jahr gefunden. Das war interessant. Es war August und ich war in der Sommerfrische. Hatte gerade Anni B\u00fcrkls Buchpr\u00e4sentation besucht, surfte herum und stie\u00df auf einen Blog, der mein Design hatte. Dann gings noch um \u00e4hnliche Inhalte und die Betreiberin wohnt auch in der n\u00e4chsten Stra\u00dfe und f\u00fcr mich spannend, sie interessiert sich im Sommer f\u00fcr Sommerb\u00fccher, im Winter f\u00fcr Weihnachtsb\u00fccher und das ist f\u00fcr mich etwas Fremdes. Zwar bin ich vor Jahren, als der Thalia noch Amadeus hie\u00df und sich in St. P\u00f6lten angesiedelt hatte, an einem fr\u00fchen Samstagmorgen mit dem Rad dorthin gefahren, weil die ersten f\u00fcnfzig Besucher das Amadeus Weihnachtsb\u00fcchlein bekamen.<br \/>\nSie haben es f\u00fcr mich aus dem Lager geholt und eine Adventgeschichte habe ich auch einmal geschreiben und zwar einen Adventkalender. Jeden Tag ein St\u00fcckchen, dann das Ganze zusammengefa\u00dft und in dem &#8220;Best of Eva Jancak Lesebuch&#8221; ver\u00f6ffentlicht und als ich 2000 in der Schreibwerkstatt der Gewerkschaft war, ist auch eines meiner wenigen Gedichte entstanden. Weihnachten 2000 hei\u00dft es und ist ebenfalls im &#8220;Best of,  Lesebuch&#8221; enthalten.<br \/>\nEigentlich wollte ich es meinen Lesern als Weihnachtsgeschenk ins Literaturgefl\u00fcster stellen, aber dieser Blogbeitrag ist schon sehr lang. Also morgen, sch\u00f6ne Weihnachten noch einmal und eine stille Nacht, auch wenn ich nicht zur Christmette gehe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun also das Weihnachtsfest. 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