{"id":249,"date":"2008-09-26T00:01:21","date_gmt":"2008-09-25T22:01:21","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=249"},"modified":"2008-09-26T00:01:21","modified_gmt":"2008-09-25T22:01:21","slug":"werkstatt-jour-fixe-und-freud-ausstellung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=249","title":{"rendered":"Werkstatt jour fixe und Freud Ausstellung"},"content":{"rendered":"<p>Ruth Asp\u00f6ck hat, seit sie mit ihrem Verlag &#8220;Die Donau hinunter&#8221; in Pension gegangen ist, einen monatlichen Jour fixe in einer Galerie in der Wilhelm Exnergasse, in der jeden letzten Donnerstag, um siebzehn Uhr Tee, Lesung und Diskussion geboten wird.<br \/>\nBella Italia, spanische Welten, karibische Rhythmen hat es schon gegeben.<br \/>\nLeider habe ich das alles vers\u00e4umt, da ich immer eine fixe Stunde hatte, die sich nicht verschieben lie\u00df.<br \/>\nDieses Mal war es aber anders und so bin ich auch am Donnerstag viel herumgelaufen und habe mir die Mississippi Tales mit Gregor Lepka anh\u00f6ren k\u00f6nnen.<br \/>\nDen Lyriker Gregor Lepka, der mit seiner Frau Waltraud Seidlhofer in oder bei Wels lebt, kenne ich von diversen GAV-Veranstaltungen und er ist auch ein freundlicher netter Mensch.<br \/>\nIch leide ja ein bi\u00dfchen darunter von manchen Autorenkollegen \u00fcbersehen zu werden, hier ist das nicht der Fall.<br \/>\nUnd der New-Yorker Gedichtzyklus (der Mississippi wurde bald verlassen) war auch sehr interessant. Nicht nur wegen dem World Trade Center, das es zu der Zeit, als Gregor Lepka New York bereiste, noch gegeben hat, auch, weil ich mit meiner Familie 1997 zwei Wochen in New York war und dort den Broadway mehrmals auf und abgelaufen bin und seltsamerweise sehr \u00e4hnliche Eindr\u00fccke hatte.<br \/>\nEinen Gedichtzyklus habe ich nicht geschrieben. Ich bin aber keine Lyrikerin und es ist auch interessant, wie ich dorthin gekommen bin.<br \/>\nDa habe ich n\u00e4mlich bei einer Zeitschrift, die es, glaube ich, nicht mehr gibt (My Way hat sie gehei\u00dfen) einmal einen ersten Preis gewonnen.<br \/>\nEs ging um das Thema &#8220;Wasser&#8221; und der Preis w\u00e4re, glaube ich eine Woche Urlaub in der T\u00fcrkei gewesen, aber leider ist das Reiseb\u00fcro eingegangen und so haben sie mir 15.000 Flugpunkte bei der Balkan Air angeboten und ich habe an New York gedacht.<br \/>\nAber 1997 war ein New York Flug umst\u00e4ndlich, man h\u00e4tte in Sofia \u00fcbernachten m\u00fcssen und das h\u00e4tte meine Punkte \u00fcberstiegen, so sind wir nach Zypern und Amsterdam geflogen und weil die Anna nach New York wollte, im Sommer zwei Wochen mit einer anderen Fluglinie dorthin.<br \/>\nDas war das letzte Mal, da\u00df ich dort war, wegen der Sicherheitsbestimmungen fliege ich derzeit  nicht , meine &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnisse&#8221;, die 1999 entstanden sind, haben aber davon gezehrt.<br \/>\nEs gab also eine interessante Diskussion, danach Tee und ein indisches S\u00fcppchen, Kekse, Obst und angeregte Gespr\u00e4che. So habe ich mich mit Ingeborg Reisner \u00fcber den Novum-Verlag unterhalten und Robert Egelhofer hat mir von einem B\u00fccherflohmarkt erz\u00e4hlt, der dieses Wochenende in der St. P\u00f6ltner Josefstra\u00dfe stattfinden wird.<br \/>\nIch bin aber nicht lange geblieben, hatte ich ja noch eine Einladung zu einer Buchpr\u00e4sentation in der Tasche, die interessant klang.<br \/>\nUnd zwar zu &#8220;Freuds Wien &#8211; Eine Spurensuche&#8221; in der Berggasse 19 und das lag ja am Weg. Allerdings bin ich daraufgekommen, da\u00df die Veranstaltung schon am vorigen Freitag, als ich bei der Poet Night gesessen bin, stattgefunden hat.<br \/>\nIch bin aber trotzdem hingegangen und war auch nicht so falsch, wurde doch stattdessen die Ausstellung &#8220;Ferdinand Schmutzer &#8211; Freud und seine Zeit im Portrait&#8221; er\u00f6ffnet und die Berggasse 19 ist sehr interessant.<br \/>\nWar ich ja in den Siebzigerjahren, als ich Psychologie studierte und meine alte Freundin Hansi Berger noch lebte, \u00f6fter bei den psychoanalytischen Samstagen und Montagen dort.<br \/>\nEin Museum hat es noch nicht gegeben. Aber Hut und Mantel  oder Stock des Professors hingen in der Garderobe und die Studenten haben ihre Jacken dar\u00fcbergeworfen.<br \/>\nDas habe ich in meinem Wiener Stadtroman &#8220;Wie s\u00fc\u00df schmeckt Schokolade&#8221; beschrieben und heute befindet sich der Hut nat\u00fcrlich hinter Glas, durch die Museumsr\u00e4ume bin ich aber gegangen und in der Bibliothek ein Glas Rotwein getrunken und mich mit einer Stammbesucherin unterhalten, die gestern ebenfalls in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur war.<br \/>\nUnd einen tollen alten Film angesehen. Mindestens drei\u00dfig Minuten lang original Freud kommentiert von seiner Tochter Anna.<br \/>\nAufnahmen aus den Drei\u00dfigerjahren. Wirklich \u00e4u\u00dferst beeindruckend und Freud war auch ein gro\u00dfer Schriftsteller und hat mich sicher sehr gepr\u00e4gt. Auch wenn ich  eine \u00fcberzeugte Verhaltenstherapeutin bin, an der Psychoanalyse kommt man nicht vorbei.<br \/>\nUnd die Stelle, wo der Dekan der Sigmund Freud Universit\u00e4t Johannes Teufel in der Berggasse 19 einen Vortrag \u00fcber das Stalking h\u00e4lt, habe ich in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur gelesen, als es dort noch am Faschingdiestag den Dichterfasching gab, wo alle, die das sonst nicht d\u00fcrfen, lesen und sich nachher beim Buffet das Honorar eressen konnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ruth Asp\u00f6ck hat, seit sie mit ihrem Verlag &#8220;Die Donau hinunter&#8221; in Pension gegangen ist, einen monatlichen Jour fixe in einer Galerie in der Wilhelm Exnergasse, in der jeden letzten Donnerstag, um siebzehn Uhr Tee, Lesung und Diskussion geboten wird. &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=249\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-249","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=249"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/249\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}