{"id":2692,"date":"2010-01-26T23:47:23","date_gmt":"2010-01-26T22:47:23","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/26\/macht-geld-literatur\/"},"modified":"2010-01-26T23:47:23","modified_gmt":"2010-01-26T22:47:23","slug":"macht-geld-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2692","title":{"rendered":"Macht Geld Literatur?"},"content":{"rendered":"<p>Macht. Geld. Literatur? Unter diesem Titel gab es heute eine Veranstaltung der Grazer Autoren Autorinnen Versammlung und dem Republikanischen Club &#8211; Neues \u00d6sterreich in der Rockhgasse zu den Fragen: Was ist die Arbeit eines Schriftstellers wert? Welche Bedeutung hat sie f\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand?  Wieviel Staat braucht die Literatur und wieviel Staat vertr\u00e4gt sie? Droht ein subventionierter Autor zum Staatsk\u00fcnstler zu werden? Oder kann nur der Staat die Kunst vor dem Diktat des Marktes bewahren? Und unter welchen Bedingungen arbeiten heute Autorinnen und Autoren in \u00d6sterreich?<br \/>\nMit Claudia Schmied, Bundesministerin f\u00fcr Unterricht, Kunst und Kultur, Thomas Rothschild, Literaturwissenschaftler, Autor und Journalist, Maria Teuchmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Thomas Sessler Verlages, Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Gr\u00fcnen, Sabine Gruber, Schriftstellerin, Moderation Doron Rabinovici.<br \/>\nDa mu\u00dfte ich nat\u00fcrlich hin und, da\u00df ich Robert Eglhofer und Ruth Asp\u00f6ck treffen w\u00fcrde, wu\u00dfte ich seit gestern, denn da gab es in der VHS St\u00f6bergasse eine Auff\u00fchrung des VocalgeSt\u00f6ber und dazu hat mich Brigitte Werl-eine Psychologiekollegin, die ich kenne, weil mein Vater und ihre Tante in den Siebzigerjahren in der gleichen SP\u00d6 Sektion t\u00e4tig waren, eingeladen und da traf ich Ruth, Robert und Brigitte Schramm, weil Ruth Asp\u00f6ck auch in diesem  Chor aufgetreten ist und da konnte ich ihr gleich die Tupperdose mitbringen, in der ich am Silvesterabend den \u00fcbergebliebenen Feinschmeckersalat nach Harland transportiert habe.<br \/>\nRuth und Robert haben an der Veranstaltung teilgenommen, denn Robert Eglhofer wollte die Ministerin h\u00f6ren, obwohl er skeptisch war, ob sie kommen w\u00fcrde. Ist sie aber, denn Claudia Schmied kommt sehr geduldig zu den diversen Literaturveranstaltung und nimmt freundlich l\u00e4chelnd daran teil, obwohl die Literatur wahrscheinlich nur einen kleinen Bereich ihres T\u00e4tigkeitsbereiches ausmacht oder auch nicht, denn der Diskussionsleiter Doron Rabinovici hat zu Beginn der Veranstaltung s\u00e4mtliche der oben zitierten Fragen an sie gerichtet und sie hat einen Einleitungsvortrag \u00fcber Literatur und Wirtschaft gehalten, denn dar\u00fcber hat sie, als sie noch Lektorin an der WU war, ein Seminar gehalten und als Thomas Rothschild Anton Tschechovs Kirschgarten erw\u00e4hnte, haben ihre Augen geleuchtet und sie hat begeistert, &#8220;Sehr richtig,  da kommt ein Zitat vor, da\u00df der Kirschgarten nicht zu einem Kirschengarten werden d\u00fcrfe!&#8221; und  mehrmals &#8220;Bildung ist wichtig!&#8221; ausgerufen.<br \/>\nAnsonsten hat die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Thomas Sessler Verlages, die eine sehr extrovertierte Frau sein d\u00fcrfte, erw\u00e4hnt, da\u00df sie sich im Klinsch mit der Ministerin bef\u00e4nde, weil ihr Verlag klagt, da Claudia Schmied, Christina St\u00fcrmer die Bundeshymne singen lie\u00df und da hat sie zu den S\u00f6hnen auch die T\u00f6chter hinzugef\u00fcgt und das darf man nicht, weil unwichtig, wie die \u00d6VP vermelden lie\u00df, obwohl Frau Rauch-Kallat auch einmal diesen Vorschlag machte, aber das nur nebenbei, denn das geh\u00f6rte nicht zum Thema.<br \/>\nDas Thema waren die Staatsk\u00fcnstler und da meinte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, da\u00df der Staat eher die Verlage und nicht die K\u00fcnstler f\u00f6rdern soll, denn es w\u00fcrde ja nicht gehen, da\u00df alle daher kommen und sich als Autoren bezeichnen und ein Grundgehalt wollen. Thomas Rothschild h\u00e4tte aber nichts dagegen und Sabine Gruber f\u00fchrte an, da\u00df sie eine priveliegierte Autorin sei, weil sie von ihrem letzten Buch achttausend St\u00fcck verkauft h\u00e4tte, aber nichts dageben h\u00e4tte, als Staatsk\u00fcnstlerin bezeichnet zu werden, da sie  ja auch Staatsb\u00fcrgerin sei und einmal Staatsstudentin gewesen w\u00e4re. Wolfgang Zinggl wurde eher allgemein und Ruth Asp\u00f6ck meinte, da\u00df die Autoren sehr viel f\u00fcr die Gesellschaft leisten w\u00fcrden, weil sie Papier und Briefmarken und meist auch einen Computer kaufen. Da hat ihr der wortgewaltige Thomas Rothschild widersprochen und mir ebenfalls, als ich meinte, da\u00df die \u00f6sterreichischen Autoren in Klagenfurt meist schlecht wegkommen und es mich st\u00f6rt, da\u00df beim Hochschullehrgang f\u00fcr Sprachkunst von den 375 Bewerbern nur 16 aufgenommen worden w\u00e4ren.<br \/>\nEine Diskussion, wo ich mit meinen neunzehn Digitalb\u00fcchern und meinem Grundgehalt, das ich ich mir zum Gl\u00fcck immer noch mit meinen f\u00fcnf WGKK Stunden und den zwei bis drei  Diagnostikterminen und einer gelegentlichen Supervision leicht und locker verdiene, daneben stehe, denn ich  bezahle mir meine Sozialversicherung selber und brauche mich nicht \u00fcber die K\u00fcnstlersozialversicherung \u00e4rgern und Stipendium habe ich auch nie bekommen,  das Schreiben ist mir aber genauso wichtig,  wie Sabine Gruber, Doron Rabinobvici, Ruth Asp\u00f6ck ect.<br \/>\nDie Veranstaltung war sehr gut besucht. Nachher gab es ein Glas Wein und ein paar Soletti und Marietta B\u00f6ning hat mich auf meine Wortmeldung angesprochen und gemeint, da\u00df sie das mit der Sprachkunst anders sehe, weil sie im Pressereferat der Hochschule f\u00fcr Angewandten Kunst arbeite.<br \/>\nDa gibt es am Donnerstag einen Tag der offenen T\u00fcr und da stellen die Sprachstudenten um f\u00fcnfzehn Uhr ihre Werke bei einer Lesung vor und ich habe vor hinzugehen.<br \/>\nEs war auch Silvia Bartl da, mit der ich mich ein bi\u00dfchen \u00fcber die Zust\u00e4nde im Literaturhaus unterhielt, die sehr chaotisch sein d\u00fcrften und dar\u00fcber, da\u00df ich, wenn es das Amerlinghaus ab Herbst nicht mehr gibt, in den Readingroom abwandern kann&#8230;<br \/>\nEs war also interessant, wenn auch nicht wirklich neu und sonst gibt es zu vermelden, da\u00df heute Clemens J. Setz den Literaturpreis der Stadt Bremen f\u00fcr seinen letzten Roman bekommen hat. Da habe ich, bevor ich der Veranstaltung gegangen bin,  ein bi\u00dfchen herumgegooglet und mir die Laudatio und die Dankenreden der beiden Preistr\u00e4ger ausgedruckt.<br \/>\nClemens J. Setz bekam den Haupt- Roman Graf  den F\u00f6rderpreis und beide konnten nach Bremen einen Lieblingsautor mitbringen. Clemens J. Setz hat sich f\u00fcr Cornelia Travnicek entschieden und die hat versprochen in ihren Blog \u00fcber den Preis und die Lesung in der Zentrialbiblothek zu berichten, was auch eine interessante Art der Literaturf\u00f6rderung ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Macht. Geld. Literatur? Unter diesem Titel gab es heute eine Veranstaltung der Grazer Autoren Autorinnen Versammlung und dem Republikanischen Club &#8211; Neues \u00d6sterreich in der Rockhgasse zu den Fragen: Was ist die Arbeit eines Schriftstellers wert? 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