{"id":275,"date":"2008-10-09T14:41:02","date_gmt":"2008-10-09T12:41:02","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=275"},"modified":"2008-10-09T14:41:02","modified_gmt":"2008-10-09T12:41:02","slug":"preisverleihungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=275","title":{"rendered":"Preisverleihungen"},"content":{"rendered":"<p>Da\u00df heute ein paar Betrachtungen \u00fcber den Nobelpreis kommen, beziehungsweise \u00fcber den Preistr\u00e4ger ist ganz klar. Also ein Artikel am fr\u00fchen Nachmittag. Um halb eins l\u00e4utet ja  Horace Engdahl immer bei den Erw\u00e4hlten an und Philip Roth geht deshalb angeblich Jahr f\u00fcr Jahr nicht mehr aus dem Haus.<br \/>\nUm ein Uhr erf\u00e4hrt es dann die Presse und beim Mittagsjournal wurde gesagt: Josef Winkler erh\u00e4lt in diesen Minuten den gro\u00dfen Staatspreis der \u00f6sterreichischen Literatur f\u00fcr 2007, den B\u00fcchner Preis hat er 2008 bekommen, wer aber Nobelpreistr\u00e4ger wird, wird sich in diesem Journal nicht mehr ausgehen, zu berichten.<br \/>\nSo war es dann auch, wie jedes Jahr, da drehe ich dann um zwei das Radio auf, wenn ich nicht im AKH beim klinischen Mittag war und  erst am Nachmittag erfahren habe, Elfriede Jelinek, beziehungsweise Orhan Pamuk hat &#8230;.<br \/>\nAlso geduldig sein und an der &#8220;Radiosonate&#8221; korrigieren, wo die Nobelpreisverleihung ja auch ein Thema ist und die Ich-Erz\u00e4hlerin Elsa Eisenstein am zweiten Donnerstag im Oktober auch immer erwartungsvoll zum Telefon l\u00e4uft, um dann die Mitarbeiterin eines Callcenters in der Leitung zu haben, die ihr ein kostenloses Zeitungsabo aufschwatzen will.<br \/>\nIch rekonstruiere also, was ich in diesen Jahr \u00fcber die Favoriten geh\u00f6rt habe.<br \/>\nDie, die  eine Woche vorher genannt und beschrieben werden, bekommen den Preis ja meistens nicht und so habe ich mir gerade ausgedruckt,  Horace Engdahl hat vor einer Woche verlautbart, da\u00df er die Amerikaner  f\u00fcr nicht preisw\u00fcrdig h\u00e4lt.<br \/>\nDas k\u00f6nnte zwar eine Finte sein, um Philip Roth nicht am Spazierengehen zu hindern und die Journalisten im Unklaren zu lassen, w\u00fcnscht sich Marcel Reich Ranicky im <a href=\"http:\/\/lesesaal.faz.net\">lesesaal.faz.net<\/a> ja ausgerechnet einen Amerikaner und kann sich, wie dort per Video zu h\u00f6ren war, nicht zwischen John Updike und Philip Roth entscheiden.<br \/>\nHorace Engdahl w\u00fcnscht sich aber einen Europ\u00e4er und da las ich weiter, h\u00e4tten Claudio Magris und Antonio Lobo Antunes heuer eine Chance, sowie die in Rum\u00e4nien geborene Berliner Autorin Herta M\u00fcller und dann noch, wie 2004, in Au\u00dfenseiterposition genannt,  Friederike Mayr\u00f6cker, f\u00fcr die, wie ich mich  zu erinnern glaube, der Nobelpreis 2004  auch nicht sehr erfreulich war, vor allem als sie gratulieren sollte.<br \/>\nAber gut, wozu gibt es Internet, also tippe ich <a href=\"http:\/\/www.standard.at\">www.standard.at<\/a>, ein, um  prompt \u00fcberrascht  zu werden.<br \/>\nDie schwedische Akademie traf 2008 mit dem Franzosen Jean-Marie Gustave Le Clezio eine \u00fcberraschende Wahl, kann ich n\u00e4mlich  lesen und mir das Bild eines sehr jungen Mannes ansehen, das aber von 1963 stammt.<br \/>\nIch gebe es zu, von Jean-Marie Gustave Le Clezio habe ich noch nie etwas geh\u00f6rt, kann aber in Wikipedia lesen, da\u00df der am 13. April 1940 in Nizza geborene, einer der bedeutendsten zeitgen\u00f6ssischen Schriftsteller ist.<br \/>\nDie schwedische Akademie der Wissenschaften ist also immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut. Ich gratuliere auch ganz herzlich und sollte etwas von dem Preistr\u00e4ger lesen, beziehungsweise mir  in den Nachrichten anh\u00f6ren, was \u00d61 dazu wei\u00df.<br \/>\nIn der Sendung &#8220;Im Gespr\u00e4ch&#8221; um 21 Uhr, gibt es aber ein Portrait des Doppelpreistr\u00e4gers Josef Winkler, von dem ich schon einiges gelesen habe.<br \/>\n &#8220;Menschenkind&#8221; beispielsweise und auch &#8220;Domra&#8221; und Dieter Kaufmann hat in &#8220;Requiem f\u00fcr Picoletto&#8221; ja auch einen Josef Winkler Text vertont.<br \/>\nUnd als ich mir 1996  geleistet habe, ein paar Tage nach Klagenfurt zu fahren und mich in das ORF Theater in die Sponheimerstra\u00dfe zu setzen, ist Josef Winkler mit einem Auszug aus &#8220;Domra&#8221;  das zweite Mal angetreten. Gewonnen hat er zwar nicht, sondern ein Text, der meiner Meinung nach, absolut nicht preisw\u00fcrdig war, aber gut.<br \/>\n &#8220;Domra&#8221; habe ich  sp\u00e4ter gelesen und &#8220;Roppongi&#8221; war vor einem Jahr in aller Munde.<br \/>\nInzwischen h\u00f6rte ich von Kristina Pfoser einiges von dem, was mir an der franz\u00f6sischen Literatur entgangen ist.<br \/>\nOffensichtlich sind die anderen doch gescheiter, aber ich kann f\u00fcr mein Literaturgefl\u00fcster trotzdem einiges Lob verzeichnen. Otto Lambauer hat mir  ja neulich einen tollen Kommentar geschrieben und Anni B\u00fcnkl w\u00fcnscht sich eine bessere Verlinkung.<br \/>\nAlso habe ich den Blogroll erweitert und werde auch noch die Grazer Autorenversammlung und das Wiener Literaturhaus hinzuf\u00fcgen und meinen Texten weiterhin gelegentlich Websiteadressen  beigeben, die mir Alfred schon bisher verlinkte.<br \/>\nBei den Nachrichten aus meinem Literaturleben werde ich aber auch in Zukunft sparsam sein und nur die Namen  und die Geschichten erw\u00e4hnen. Wer interessiert ist mehr \u00fcber den Autor, die Autorin zu erfahren, kann das ja bei Wikipedia schnell recherchieren.<br \/>\nUnd heute Abend habe ich vor, statt das Gespr\u00e4ch mit Josef Winkler zu h\u00f6ren oder einen Roman von Jean Marie Gustave Le Clezio zu lesen, in das Oratorium der Nationalbiblothek zu gehen und in dem Archiv-Gespr\u00e4ch in Memoriam Wendelin Schmidt-Denglers von dem Germanisten der Nation Abschied zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da\u00df heute ein paar Betrachtungen \u00fcber den Nobelpreis kommen, beziehungsweise \u00fcber den Preistr\u00e4ger ist ganz klar. Also ein Artikel am fr\u00fchen Nachmittag. 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