{"id":2796,"date":"2010-02-12T00:47:20","date_gmt":"2010-02-11T23:47:20","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2796"},"modified":"2010-02-12T00:47:20","modified_gmt":"2010-02-11T23:47:20","slug":"30-jahre-ritter-verlag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2796","title":{"rendered":"30 Jahre Ritter Verlag"},"content":{"rendered":"<p>Wieder alte Schmiede, wo der Ritter Verlag sein drei\u00dfig Jahre Jubel\u00e4um feierte und einen Querschnitt durch sein Programm bot. Ich sage  immer, ich tue mir schwer mit den experimentellen, visuellen, konzeptuellen, sperrigen und was sonst noch  Ritter B\u00fcchern und habe einige ungelesen in meinen Regalen stehen. Bei den B\u00fcchert\u00fcrmen gab es immer was davon und ich habe sie mir brav genommen, nur zum  Lesen bin ich nicht so recht gekommen und so habe ich  Peter Veits &#8220;Geschichten vom Alpha und Omega&#8221;, Peter Enzigers &#8220;Gr\u00fcnes Licht&#8221; und G\u00fcnther Brus &#8220;Nach uns die Malflut&#8221; noch nicht gelesen. Nikolaus Scheibners &#8220;Auch eine Metamorphose?&#8221;, des ehemaligen j\u00fcngsten Ritter Autors eigentlich auch nicht, aber das habe ich, als ich in der GAV Aufnahmejury war, durchgebl\u00e4ttert. Ilse Kilics &#8220;R\u00fcckkehr der heimlichen Zwei&#8221; habe ich gelesen, bei &#8220;Monikas Chaosprotokoll&#8221; bin ich mir nicht sicher, dann habe ich vor einem halben Jahr noch bei fix poetry Enno Stahls &#8220;Heimat und Weltall&#8221; gewonnen und einmal, das  mu\u00df 2002 gewesen sein, habe ich bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; einen alten Mann kennengelernt, Alois Haller, 1919 geboren, der aus seinem Ritter Buch &#8220;Ja, lachesis &#8211; nahezu klassische \u00f6sterreichische Pornograghien&#8221; gelesen hat, den habe ich angesprochen und mit ihm ein Buch getauscht. Ich habe ihn, glaube ich &#8220;Lore und Lena&#8221; oder &#8220;Mutter m\u00f6chte zwanzig Kinder&#8221; gegeben und Ralph Klever, der damalige Lektor hat mir viel sp\u00e4ter, als ich ihn in Frankfurt wiedergesehen habe, das Buch geschickt.<br \/>\nSo geht es mit den Ritter B\u00fcchern. Tut mir leid, denn eigentlich bin ich eine vorurteilsfreie Leserin und der Ritter Verlag, hat Kurt Neumann,  eingeleitet und den Verleger Helmut Ritter vorgestellt, ist ein sehr interessanter Verlag, der sich um die Literatur und nicht um den Markt k\u00fcmmert und zweigleisig f\u00e4hrt, zuerst hat er sich um die Aktionisten gek\u00fcmmert, seit Mitte der Achzigerjahre gibt es auch ein Literaturprogramm.<br \/>\nDas erste Ritter Buch, an das ich mich erinnern kann, war &#8220;Der Stadtrat&#8221; von Franz Schuh, also durchaus etwas realistisches. Das h\u00e4tte ich auch gern gelesen. Aber leider hat es der Alfred nicht mir, sondern dem Martin geschenkt. Inzwischen wird es wohl vergriffen sein und Ralph Klever hat einen eigenen Verlag, so hat der jetzige Leiter des Literaturprogramms, Paul Pechmann die Autoren vorgestellt. Beginnen h\u00e4tte Franzobel sollen, der seinen gemeinsam mit Franz Nowotny entstandenen &#8220;Filz oder ein Wirtschafts-Flip-Flop-Schmier-Film&#8221; vorstellen sollte, er hat aber abgesagt, weil er, wie Kurt Neumann vermutete, an seinem neuen Roman arbeiten w\u00fcrde, vielleicht war er auch mit Arigona Zogaj am Opernball&#8230;<br \/>\nEs hat jedenfalls Heribert Sasse gelesen und &#8220;Filz&#8221; ist eine Politgroteske, also auch nicht unbedingt, das was man sich unter experimenteller Literatur vorstellt. Es kommen Julius Meinl V, Helmut Elsner und Karl Heinz Grasser vor und besuchen unter anderem ein Bordell und zwar mit vollen Namen. Als ich Helmut Ritter fragte, ob er nicht Angst vor einer Klage h\u00e4tte, sagte er &#8220;Nein, denn das ist eine Groteske&#8221;.<br \/>\nDanach kam Franz Schuh an die Reihe und hielt eine Lobesrede \u00fcber seine Erfahrungen mit dem Ritter Verlag, gefolgt von Ilse Kilic, die schon sechs B\u00fccher bei Ritter hat und eine Collage davon gab. Das hei\u00dft, sie hat aus f\u00fcnf gelesen. Die Lesung von &#8220;Das Wort als sch\u00f6ne Kunst betrachtet&#8221; habe ich hier ja schon besprochen und aus &#8220;Vom Umgang mit den Personen&#8221; hat sie einmal bei xxxxxxx-Small gelesen und das scheint ein interessantes Buch zu sein. N\u00e4mlich ein Schreiblehrgang auf experimentell. Ilse Kilic und ihre B\u00fccher kenne ich ja  gut, dagegen war mir der letzte Autor namens Crauss unbekannt. Denn er kommt aus Siegen und wohnt bei der \u00e4lteren Dame, die ein Mayr\u00f6cker Fan ist, bzw. sich ein bi\u00dfchen um sie k\u00fcmmert, weil sie auch in der Zentagasse wohnt und die Mayr\u00f6cker Gedichte, wie sie mir erz\u00e4hlte, in ihren Computer tippt. Da hat sie schon ein ganzes Archiv und sie ist wegen Friederike Mayr\u00f6cker von Deutschland nach Wien gezogen und den Dichter Crauss hat sie kennengelernt, weil Friederike Mayr\u00f6cker \u00fcber eines seiner Gedichte geschrieben hat.<br \/>\nSehr interessant und es war auch eine interessante Lesung. Nachher gab es Wein und Sekt, Brot und K\u00e4sew\u00fcrfeln. Ottwald John hat mir erz\u00e4hlt, da\u00df er Ernst Kostal inzwischen gefunden hat.<br \/>\nIch habe mich  noch ein bi\u00dfchen mit Karin Sch\u00f6ffauer und Peter Pessl unterhalten und mir jetzt meine ungelesen Ritter B\u00fccher herausgeholt. Mal sehen, ob ich da was schaffe.<br \/>\nDie Nominierungen f\u00fcr den Preis der Leipziger Buchmesse sind inzwischen auch bekannt gegeben worden.  Helene Hegemann ist darauf geblieben, au\u00dferdem stehen noch Jan Faktor, Georg Klein und Lutz Seiler auf der Liste, was die Belletristik betrifft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder alte Schmiede, wo der Ritter Verlag sein drei\u00dfig Jahre Jubel\u00e4um feierte und einen Querschnitt durch sein Programm bot. 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