{"id":2864,"date":"2010-02-23T00:11:49","date_gmt":"2010-02-22T23:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2864"},"modified":"2010-02-23T00:11:49","modified_gmt":"2010-02-22T23:11:49","slug":"lesungsteffen-und-finn-ole-heinrich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2864","title":{"rendered":"Lesungstreffen und Finn-Ole Heinrich"},"content":{"rendered":"<p>Am Vormittag gabs das Treffen in der Bezirksvorstehung Mariahilf mit Frau Bezirksrat Zoumboulakis-Rottenberg bez\u00fcglich der Lesung bei den Mariahilfer Frauenwochen. Von den zw\u00f6lf bis f\u00fcnfzehn Frauen, die im vorigen November bei dieser Schreibwerkstatt mitgemacht haben, haben sich an die sechs f\u00fcr die Lesung gemeldet.<br \/>\nCornelia Harwanegg, Agnes Lechner und Helga Pucher waren au\u00dfer mit noch da, eine andere Frau wurde durch einen Computerkurs ferngehalten. Die Lesung wird Ende September, Anfang Oktober sein, als Honorar wirds vielleicht den Volkshochschulsatz von achtzehn Euro in der Stunde geben. Buffet gibts keines wegen der Buffetbesucher mit den Plastikdosen, au\u00dfer man bringt es selber mit. Daf\u00fcr  Musikbegleitung mit Frauenliedern von Johannes Brahms.<br \/>\nDa bin ich mal gespannt, der Ausschreibungstext ist festgelegt, ein Folder wird gedruckt und Cornelia Harwanegg hat noch einen Zettel verteilt, wo die Autorin sich f\u00fcr 1200 Euro bei einem Workshop anmelden kann, wo man das Erstellen eines Blogs, einer Homepage oder eine Internetver\u00f6ffentlichung lernen kann.<br \/>\nDas bezahle ich nat\u00fcrlich nicht, habe mein Interesse aber angemeldet \u00fcber meine bestehenden Erfahrungen zu berichten und war am Abend mit einem Umweg \u00fcber den offenen B\u00fccherschrank, da gab es jetzt ein  neues Reinhold Aumaier Buch aus dem Klever Verlag, in der Hauptb\u00fccherei am G\u00fcrtel, denn dort pr\u00e4sentierte FM4 neue gute Texte und stellte den Autor Finn-Ole Heinrich vor.<br \/>\nDen ich zwar schon ein bi\u00dfchen kannte, wenn ich mich nicht irre, hat Cornelia Travnicek mit ihm bei der Buch Wien 2008, das Droschl-Verlagsfest besucht und in der Zeitschrift Volltext war auch einmal ein Bericht \u00fcber ihn. Er ist ein 1982, in Schleswig Holstein, geborener junger Mann, der wie im Programmfolder steht, zu den gro\u00dfen Talenten der deutschen Gegenwartsliteratur z\u00e4hlt.<br \/>\nEs gibt den Erz\u00e4hlband &#8220;die taschen voll wasser&#8221; und den Roman &#8220;R\u00e4uberh\u00e4nde&#8221;, die als Geheimtips z\u00e4hlten, w\u00e4hrend ihm mit dem zweiten Erz\u00e4hlband &#8220;Gestern war auch schon ein Tag&#8221;, der Durchbruch gelungen ist.<br \/>\nMarie Lang von FM4 hat den Autor interviewt, der drei Geschichten von den insgesamt acht gelesen hat, die von Randfiguren handeln, so hat es das Publikum und Marie Lang genannt und so ist es auch im Prgramm beschrieben, wo etwas von Menschen steht, die ins Schwanken gekommen ist. Alfred hat gemeint, da\u00df das meine Themen w\u00e4ren, was vielleicht stimmt, nur die Perspektive ist anders.<br \/>\nIst der Autor doch ein sehr junger Mann und die erste Geschichte &#8220;Martha&#8221; behandelte das Schwanken einer jungen Frau, die obwohl ihr das ganze Haus geh\u00f6rt, in dem sie eine Wohnung hat, sich zuviel vom Leben vornimmt und in diesem verloren geht, wie es der Autor nannte, der vorher noch erz\u00e4hlte, da\u00df seine Form, die Kurzgeschichten w\u00e4ren.<br \/>\nEs ist jedenfalls ein Helene Hegemannsches Thema. Martha trinkt,  kifft, kokst und wird von dem Studenten Paul am Bahnhof aufgelesen, der sie gern nach Friesland bringen will, weil es dort nur Meer und Himmel gibt, was aber offenbar mi\u00dflingt, so da\u00df Paul zur\u00fcckbleibt und \u00fcber die Begegnung sinnieren kann.<br \/>\nDie zweite Geschichte erinnerte mich an Paulus Hochgatterer, dem Kinderpsychiater, der Montag  mit seinem neuen Roman &#8220;Das Matatzenhaus&#8221; in den Tonspuren war, handelt es doch von einem Vierzehnj\u00e4hrigen in einem Heim f\u00fcr schwererziehbare Kinder, der die Erwachsenen austrickst, in dem er ihnen dann die Wahrheit erz\u00e4hlt, wenn sie eine L\u00fcge vermuten und die dritte &#8220;Zeit der Witze&#8221; war ebenfalls sehr interessant, handelte sie von einer jungen Frau, die durch einen Unfall ein Bein verliert und das sehr locker bew\u00e4ltigt, zwar weint sie nachts im Schlaf, die wahren Probleme hat aber ihr Freund, hat er doch durch ihr Bein seine Heimat verloren und wei\u00df nun nicht, wie er den Verlust bew\u00e4ltigen und ob er Susan verlassen soll?<br \/>\nDas Publikum wollte wissen, ob Finn Ole Heinrich mit seinen Randfiguren die Welt ver\u00e4ndern will und ob und welche Kurzgeschichten er selber lesen w\u00fcrde?<br \/>\nDa antwortete der Autor, da\u00df er gar nicht viel lese, h\u00f6chstens die Kurzgeschichten seiner Schriftstellerkolleginnen und erz\u00e4hlte von einem Lehrer, der ihm einmal einen solchen Band in die Hand dr\u00fcckte und von seinem Talent offensichtlich nicht sehr viel gehalten hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Vormittag gabs das Treffen in der Bezirksvorstehung Mariahilf mit Frau Bezirksrat Zoumboulakis-Rottenberg bez\u00fcglich der Lesung bei den Mariahilfer Frauenwochen. 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