{"id":2965,"date":"2010-03-09T01:04:58","date_gmt":"2010-03-09T00:04:58","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=2965"},"modified":"2010-03-09T01:04:58","modified_gmt":"2010-03-09T00:04:58","slug":"zehn-jahre-kosmos-frauenraum","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=2965","title":{"rendered":"Zehn Jahre Frauenraum"},"content":{"rendered":"<p>Am Frauentag Terminkollisionen. Ich wollte in die Kammeroper zur Wiener Vorlesung mit einer lyrischen Suite von Hanna Fuchs und Alban Berg, hatte aber eine Stunde, also dachte ich, geh ich zu den wilden Worten, dann schickte mir Hilde Schm\u00f6lzer ein Mail, da\u00df sie bei der langen Nacht der K\u00fcnstlerinnen im Kosmos Theater liest und am Morgen gabs was im Leporello zur Kosmos Jubil\u00e4umswoche, so habe ich mir das Programm angesehen, umdisponiert und mich erinnert&#8230;<br \/>\nDenn wie die Geschichte lehrt, 1997 gabs das erste Frauen Volksbegehren, ein Jahr sp\u00e4ter einen Verein f\u00fcr weiblichen Spielraum namens Link unter Barbara Klein, die einen Frauenraum a la Virginia Woolf forderte. Als die Anfragen bei den Politikern nichts n\u00fctzten, das leerstehende Pornokino Rondell in der Riemergasse besetzte und  zehn Tage lang ein Non Stop Programm bot. Es kam die Polizei und r\u00e4umte, der Verein machte auf der Stra\u00dfe weiter. Stellte, wie am Freitag eine B\u00fchne auf den Ballhausplatz und forderte die Frauen auf zu lesen und Programm zu machen. Das drang zu mir, so habe ich &#8220;Die Verwechslung&#8221; mit einer tollen Lichtbeleuchtung gelesen, da\u00df ich die Zuh\u00f6rer nicht gesehen habe, Aloisie Roth kennenlernte, die glaube ich, einen Bachmann Text vortrug. Am Abend nach der Vorstellung ist Josef Hader gekommen und hat seine Solidarit\u00e4t erkl\u00e4rt. Grace M. Latigo, eine staatenlose Slowakin hat moderiert und irgendwann hat es geholfen&#8230;<br \/>\nDas Pornokino ist zwar an das Porgy und Bess gegangen, was Annas Schulfreundin Sarah, deren Mutter Jazzs\u00e4ngerin ist, selbstverst\u00e4ndlich fand. Barbara Klein bekam das Kosmos Kino, 2000 wurde, mitten in der blau schwarzen Aufregung er\u00f6ffnet, ich glaub, ich war bei dem ber\u00fchmten Baustellenfest und hab der Barbara Klein geschrieben, da\u00df ich lesen will.<br \/>\nEs gab Montags immer ein Frauentreffen, wo man seine Anliegen vortragen konnte, so da\u00df ich einmal mit der Bruni eine Frauenlesung organisierte, die in ein Frauenfest der Gr\u00fcnen hineingepresst wurde. Das war kompliziert und m\u00fchsam, stattgefunden hat es an einem dieser Einkaufssamstage im Dezember, die Elfriede Gerstl hat unter anderen gelesen und die Bruni sich gesorgt, da\u00df wir keine Zuh\u00f6rer haben und wollte absagen.<br \/>\nGrace M. Latigo, eine sehr engagierte K\u00e4mpferin, hat anfangs mitgearbeitet, wurde aber irgendwann entlassen, was gro\u00dfe Emp\u00f6rung ausl\u00f6ste und keine Unterst\u00fctzung der KP\u00d6 Betriebsr\u00e4tin Heidi Ambrosch fand.<br \/>\nAnsonsten gabs im Kosmos Frauenraum, wie ich bei der Er\u00f6ffnung h\u00f6rte, engagierte Frauenkunst. Ein paar Mal bin ich dort gewesen, vor einer Wahl gab es eine politische Diskussion von welcher Partei, die Frauen am besten vertreten werden, ich glaub, es war die KP\u00d6, die ersten drei Jahre hie\u00df es Frauenraum, dann wurde es in Kosmos Theater umbenannt. Die Milena Widerstandsanthologie wurde 2000, w\u00e4hrend der Poet Night vorgestellt und ich bin vom Siebenstern ins Kosmos gependelt und umgekehrt.<br \/>\nFrauen hatten in den ersten Jahren einen um 30 % verbilligten Eintritt, weil sie weniger verdienen, bis sich die M\u00e4nner dar\u00fcber beschwerten. Weil ich kaum ins Theater gehe und das mit dem Lesen nicht so recht klappte, war ich in den letzten Jahren nicht mehr dort. Das letzte Mal bei einer Auff\u00fchrung der Lesefrauengruppe unter Hilde Schm\u00f6lzer von Virginia Woolf.<br \/>\nSo da\u00df es fast ein deja vue Erlebnis war, kurz nach sieben die Stufen  hinabzusteigen. Es hat aber erst um acht angefangen. Vorher gabs eine Stra\u00dfeninstallation, wo Cynthia Schwertsik wei\u00dfe W\u00e4sche wusch und ich habe mich mit einer Frau vom Lesetheater unterhalten, bzw. beobachtet, wie sie mit einem der wenigen M\u00e4nner flirtete.<br \/>\nEs gab eine Ausstellung zur Geschichte mit vielen bunten Fotos und ein Buch &#8220;Das Theater mit dem Gender&#8221;, richtig, das hei\u00dft jetzt so, das von Johanna Dohnal herausgegeben wurde. Die h\u00e4tte am Mittwoch bei der Podiumsdiskussion auftreten sollen, jetzt gab es eine Schweigeminute und einen Ehrenplatz mit einer Rose und einer schwarzen Schleife.<br \/>\nStadtrat Mailath-Pokorny und Stadtr\u00e4tin Sandra Frauenberger haben er\u00f6ffnet. Barbara Klein habe ich fast nicht mehr erkannt, sie mich aber auch nicht.<br \/>\nIn der Pause gabs ein paar Aufstrichbrote und zu wenig Sekt, ich erwischte gerade noch ein Gl\u00e4schen, unterhielt mich mit Dagmar Fischer, Elfriede Haslehner und der Bruni und als ich bei Bettina Frenzl bedauerte, da\u00df die Fotos so hoch aufgeh\u00e4ngt waren, da\u00df ich sie nur h\u00fcpfend betrachten konnte, antwortete sie &#8220;Der Stadtrat ist halt so gro\u00df&#8230;&#8221;<br \/>\nNach der Pause wurde der Jubel\u00e4umsfilm gezeigt, in dem auf die Geschichte hingewiesen und ein paar Leute interviewt wurden: Barbara Klein, engagierte Mitarbeiterinnen, Josef Hader und als Buhmann, der Kritiker Wolfgang Kralicek vom Falter \u00fcber den alle lachten, auch nicht sehr lustig.<br \/>\nAnsonsten aber feierlich. Barbara Klein bekam von ihrem Team eine Torte. Petra Unger pr\u00e4sentierte ihre neue Reihe \u00fcber Pionierinnen und Zukunftsfrauen. Dann gabs noch eine Frauenband mit Life Musik, da bin ich aber schon gegangen und beim offenen B\u00fccherschrank gabs was von Ilse und Fritz.<br \/>\nVon Ilse Kilic war \u00fcbrigens auch etwas auf dem Ausstellungsvideo, das ich mir in der Pause angesehen habe. Bei der langen Nacht der K\u00fcnstlerinnen am Samstag bin ich nicht dabei, vielleicht h\u00e4tte ich aber lesen d\u00fcrfen, wenn ichs gewu\u00dft und mich angemeldet h\u00e4tte..?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Frauentag Terminkollisionen. 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