{"id":3095,"date":"2010-04-01T16:28:36","date_gmt":"2010-04-01T14:28:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3095"},"modified":"2010-04-01T16:28:36","modified_gmt":"2010-04-01T14:28:36","slug":"kein-aprilscherz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3095","title":{"rendered":"Kein Aprilscherz"},"content":{"rendered":"<p>Thomas Wollinger hat in seinem Blog &#8220;Schreiben&#8221; heute verlautet, da\u00df sein Roman, f\u00fcr den er sich, glaube ich, noch ein paar Jahre Zeit genommen hat, fertig ist.<br \/>\n&#8220;Nun nur noch korrekturlesen, Feedback von Grauko einholen und an den Verlag schicken!&#8221;<br \/>\n&#8220;Erster April!&#8221;, steht darunter und bei mir es nat\u00fcrlich umgekehrt, habe ich ja in den letzten Artikeln, die sich auf &#8220;Mimis B\u00fccher&#8221; bezogen, hoch und heilig geschworen, mir diesmal wirklich viel Zeit zu lassen, um nicht schon am 31. M\u00e4rz fertig zu sein.<br \/>\nSo habe ich am 26. 2. geschrieben und etwas dazugef\u00fcgt, da\u00df ich, bevor ich mit dem Schreiben anfange, ein paar Wochen Material sammeln will. Dann machte ich meine Steuererkl\u00e4rung fertig, bin zum Friseur gegangen und zwei Stunden in die Hauptb\u00fccherei und zum B\u00fccherschrank und am n\u00e4chsten Tag, statt  recherchierend herumzufahren, zu Hause geblieben und  habe geschrieben und geschrieben. Wie bei mir \u00fcblich immer ein, zwei Szenen in voraus, das gro\u00dfe Konzept habe ich nicht gehabt, nur ein paar vage Ideen, wie ich die Spannung einbauen und die Protagonisten zusammenbringen kann. Damit bin ich nach Leipzig gefahren, habe das Manuskript mitgenommen, aber liegen gelassen und vorige Woche war auch sehr viel zu tun, da\u00df ich nicht weiter gekommen bin.<br \/>\nAm Samstag dann wieder so eine Phase, wo ich dem Frans Postma nach Holland geschrieben habe: &#8220;Ich kann es nicht und alle, die das ohnehin schon lange behaupten, haben ganz recht!&#8221;<br \/>\nDann ist es erfahrungsgem\u00e4\u00df aufw\u00e4rts gegangen und mit den n\u00e4chsten Szenen weiter. Gestern habe ich nach zwei stre\u00dfigen Praxistagen und rinnender Nase noch einmal Resumee gezogen, von Zeit lassen und Handlung finden geschrieben. Mich aufs Rad gesetzt, zum &#8220;Lidl&#8221; gefahren, um 3&#215;4 Zitronen zu kaufen, die Kassiererin hat mir  netterweise 4&#215;4 verrechnet und ich habe gedacht und gedacht.<br \/>\nDa\u00df Johannes Staudinger den Buchpreis gewinnen wird, da\u00df die Figur des Peter Wohlein eine eigene Stimme bekommen soll,  Mimi mit Frau Tunichtgut nach M\u00fcnchen f\u00e4hrt, die zweite wieder mit so einer Gratisreise und, da\u00df das Ganze mit dem &#8220;Zungenku\u00df&#8221; enden wird, um zu &#8220;Mimis B\u00fccher&#8221; zur\u00fcckzukommen.<br \/>\nEinige Szenen geschrieben, von Franz H\u00fctterer, den ich eigentlich verlinken wollte, ein liebes Mail bekommen und einen Kommentar mit dem Ratschlag, doch in einem Behindertenheim ein Praktikum zu machen.<br \/>\nDas ist es aber nicht, weil ich manchmal lernbehinderte Klienten habe, die Anna in diesen Bereich arbeitet und die Literatur von Menschen mit Lernbehinderung habe ich seit drei Jahren auch sehr gut im Kopf und wei\u00df, wo ich sie finden kann.<br \/>\nZwar mu\u00df ich aufpassen, da\u00df die Mimi nicht zu viel und zu kompliziert erz\u00e4hlt, aber gerade diese Figur ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen. Da ist der Handlungsstrang mit ihrem Bruder G\u00fcnther eher vage und zu den Plagiatsgeschichten habe ich auch viel Material.<br \/>\nJanko Ferk hat mir gemailt, da\u00df mein Buch angekommen ist, aber wof\u00fcr soll er es rezensieren? Gute Frage, da die &#8220;Presse&#8221; und die &#8220;Wiener Zeitung&#8221; vielleicht nicht soviel Selbstgemachtes wollen. In einer Literaturzeitschrift vielleicht, habe ich geantwortet, es reicht aber auch, wenn er es mir f\u00fcr das Literaturgefl\u00fcster schickt, allerdings erfordert das Lesen einige Stunden Zeit&#8230;<br \/>\nHeute Morgen wollte ich eine Ostertour nach Wilhelmsburg unternehmen, habe aber erst zwei Szenen geschrieben und w\u00e4hrend der Fahrt noch einmal alles durch den Kopf gehen lassen, so da\u00df ich mich vor die Kirche setzte und wie mit der Schneeflockenmethode alle noch kommenden Szenen aufnotierte.<br \/>\n20 Szenen und 30.515 Worte habe ich bis jetzt geschrieben. 26 werden es wahrscheinlich werden, bis sich alle bei der &#8220;Zungenku\u00dfpreisverleihung&#8221; treffen. Wahrscheinlich auch so an die 50. 000 Worte oder ein bi\u00dfchen weniger. Ich habe nachgeschaut, das &#8220;Haus&#8221; hat 30.000 Worte und fertig werde ich mit dem Rohentwurf wahrscheinlich nach Ostern oder die Woche darauf.<br \/>\nWas ist dazu zu sagen?<br \/>\n&#8220;Ich schaffe es nicht oder toll die Kreativit\u00e4t einer Marathonschreiberin und eine weitere spannende Geschichte \u00fcbers Schreiben, die in einem halben Jahr fertig sein wird. Diesesmal drei in einem Jahr und der gro\u00dfe Roman kann warten, den \u00fcberlasse ich Jonathan Franzen oder Daniel Kehlmann!&#8221;<br \/>\nBis auf den letzten Satzteil entscheide ich mich f\u00fcr die zweite Variante. Es ist eben so, ich bin wie ich bin und schreibe, wie ich kann. Als ich f\u00fcnfundzwanzig Szenen aufnotiert hatte, bin ich zu dem Schreibwarengesch\u00e4ft mit der Antiquariatskiste: &#8220;Sehr viel um einen Euro&#8221; gegangen und habe mir &#8220;Am Ende des Garten&#8221; von Erika Pluhar, Roddy Doyes &#8220;Das Frittenmobil&#8221; und Peter Handke &#8220;Wunschloses Ungl\u00fcck&#8221; gekauft. Denn dieses Buch sollte man gelesen haben, als ich 1975 oder so in Hamburg war, hat es mir Rudolf Blazejewski f\u00fcr die Reise mitgeben wollen. Dumm wie ich damals war, habe ich es nicht genommen, weil ich Handke f\u00fcr zu experimentell gehalten habe.<br \/>\nDie Zeiten \u00e4ndert sich und mit den Vors\u00e4tzen hapert es manchmal ein bi\u00dfchen, macht aber nichts und Thomas Wollinger w\u00fcrde ich mal vermuten, w\u00fcnscht sich f\u00fcr seine Geschichte mit der herzkranken Angelika vielleicht auch ein schnelleres Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thomas Wollinger hat in seinem Blog &#8220;Schreiben&#8221; heute verlautet, da\u00df sein Roman, f\u00fcr den er sich, glaube ich, noch ein paar Jahre Zeit genommen hat, fertig ist. &#8220;Nun nur noch korrekturlesen, Feedback von Grauko einholen und an den Verlag schicken!&#8221; &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3095\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-3095","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3095"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3095\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}