{"id":3136,"date":"2010-04-06T01:14:28","date_gmt":"2010-04-05T23:14:28","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3136"},"modified":"2010-04-06T01:14:28","modified_gmt":"2010-04-05T23:14:28","slug":"osterspaziergang-des-ersten-wiener-lesetheaters","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3136","title":{"rendered":"Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-130135.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-130135.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100405-130135\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"alignright size-medium wp-image-3138\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Ostermontag gleich den n\u00e4chsten Osterspaziergang durch den unteren Teil von Wieden, der um 13 Uhr im Otto Wagner Pavillvon am Karlsplatz begonnen hat und von Susanne Schneider liebevoll organisiert wurde. Leider war das Wetter nicht so sch\u00f6n, wie am Samstag und ich bin auch ziemlich knapp auf den Karlsplatz gekommen, weil wir erst am Vormittag nach Wien gefahren sind und der Anna auch noch die Osterhasen vorbeigebracht haben.<br \/>\nDer Otto Wagner Pavillon ist architonisch sehr interessant. Dazu haben  die Szenen aus den &#8220;Letzten Tagen der Menschheit&#8221;, die Werner Gr\u00fcner las, sehr gut gepasst, obwohl sie an der Sirk-Ecke spielen. Danach las  Rolf Schwendter etwas von Elias Canettis &#8220;Fackel im Ohr&#8221;, n\u00e4mlich die Stelle, wo er in die Kraus Vorlesung ins Konzerthaus ging und dort seine Veza kennenlernte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-133242.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-133242.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100405-133242\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"alignright size-medium wp-image-3139\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach fragte mich ein Mann, ob ich von Ex libris sei und die n\u00e4chste Station, war ein etwas regenverk\u00fcrzter Rundgang \u00fcber den Karlsplatz,  historischen Museum der Stadt Wien, das jetzt Wien Museum hei\u00dft, Karlskirche, Resselpark mit dem Resseldenkmal und TU. Am Rilkeplatz habe ich  mit Klaus Schwarz eine Kostprobe aus dem Erika Mitterer &#8211; Rilke Briefwechsel gelesen, hat ja Erika Mitterer als  junge Frau Rainer Maria Rilke begeistert Gedichte geschickt, die sehr nachempfunden waren und Rilke hat begeistert geantwortet.<br \/>\nManfred Loydolt hat  beim Zauberfl\u00f6tenbrunnen am Mozart Platz, die Papagenoarie gesungen und wir sind \u00fcber das ehemalige Johann Strauss Theater in  der Favoritenstra\u00dfe 8, wo sp\u00e4ter die neue Scala war, in den Gr\u00fcn Raum gegangen.<br \/>\nDort mu\u00dften wir zwar etwas warten, bis uns eine Barbara aufsperrte, daf\u00fcr wurden wir  mit Kaffee und Tee bewirtet und B\u00fccher gab es auch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-141551.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-141551.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100405-141551\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"alignright size-medium wp-image-3140\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und sch\u00f6ne Texte, befanden wir uns ja gegen\u00fcber dem Theresianum, wo Maria Theresia geboren wurde und heute die ber\u00fchmte Schule ist, drinnen d\u00fcrfte sich ein toller Park  befinden, der leider nicht \u00f6ffentlich ist. Jirsi Grusa und Franz Richter waren dort Lehrer, von denen gab es Textproben und noch Mozartbriefe. Dann ging es in die Rainergasse in den Hof der Erika Mitterer Gesellschaft, wo schon der Sohn und Nachla\u00dfverwalter Martin G. Petrowsky wartete. Die Gedenkst\u00e4tte ist in einem sehr sch\u00f6nen Biedermeierhaus, das der Familie geh\u00f6rt. Es lagen ein paar Zaunk\u00f6nige zur freien Entnahme auf. Martin G. Petrowsky erz\u00e4hlte ein bi\u00dfchen \u00fcber die Erika Mitterer Gesellschaft und da war ich vor ein paar Jahren zuf\u00e4llig bei der Er\u00f6ffnung. Ich h\u00f6rte im Radio etwas von der Enth\u00fcllung der Gedenktafel, hatte an dem Tag ein Supervisionsgespr\u00e4ch im Prayerschen Kinderspital und ging am R\u00fcckweg  an dem Haus vorbei, das sich gerade mit den Festg\u00e4sten f\u00fcllte. Ein wenig z\u00f6gernd ging ich hinein. Eleonore Zuzak rief &#8220;Die Frau Doktor ist auch \u00fcberall!&#8221; und ich hatte ein bi\u00dfchen ein schlechtes Gewissen, weil ich keine Einladung hatte, bediente mich aber trotzdem am Buffet und ich glaube mich  zu erinnern, da\u00df ich mich mit Paul Wimmer unterhielt. Und ich habe  auch einen Text \u00fcber Erika Mitterer, mit der ich  bei &#8220;Buch und Wein&#8221; anl\u00e4\u00dflich des Erika Mitterers Symposiums 2001 eine ber\u00fchrende Begegnung hatte und in der Schreibwerkstatt der Gewerkschaft zu dem Thema &#8220;Was hatten wir denn an Literatur zu Haus&#8221; dar\u00fcber schrieb. Diesen Text habe ich Herrn Petrovsky geschickt, er kam  verk\u00fcrzt in den &#8220;Zaunk\u00f6nig&#8221;, der Zeitschrift der Erika Mitterer Gesellschaft zum hundertsten Geburtstag der Dichterin und den habe ich auch gelesen, allerdings erst im Cafe Frey gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-152919.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-152919.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100405-152919\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"alignright size-medium wp-image-3142\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Hof wieder mit Klaus Schwarz ein Gedicht aus dem Rilke Briefwechsel und Uli  Makomaski hat aus &#8220;Das Kreuz wird verh\u00fcllt &#8211; eine Schriftstellerin erinnert sich an 1938&#8221; gelesen. Dann war ich gleich nochmals dran, denn ich habe auch meine Erinnerungen zu <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/28\/erinnerung-an-helmut-eisendle\/\">Helmut Eisendle<\/a> und der hat auch noch in dem Haus gelebt, wo es das Antiquariat &#8220;Buch und Wein&#8221; gegeben hat.<br \/>\nIch habe mich auch mit Manfred Loydolt unterhalten, der mir sagte, da\u00df ich, bei der Feier &#8220;Zwanzig Jahre Lesetheater&#8221; einen Text lesen soll, den ich einmal f\u00fcrs Lesetheater geschrieben hab. Franz H\u00fctterer, der sp\u00e4ter Texte zur Wiener Gruppe las, kam auch ins Cafe Frey und lobte das Literaturgefl\u00fcster und wir gingen zur freien B\u00fchne Wieden, die diesbez\u00fcglichen Texte hatten wir schon gelesen, also nur den Hof besichtigt und  zum Jandl Park in der Schl\u00fcsselgasse, wo die Mechthild Podzeit-L\u00fctjen wohnt, uns Ostereier brachte und einen Text verlas, den sie anl\u00e4\u00dflich der Umwidmung des Schl\u00fcsselparks in den Ernst Jandl geschrieben hat, weil Jandl einst Lehrer in der Waltergasse war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-171230.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-171230.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100405-171230\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"alignright size-medium wp-image-3145\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Station, das Cafe Classico in der Wiedner Hauptstra\u00dfe, auch daran geh ich oft vor\u00fcber, war ebenfalls sehr interessant. Wurden da ja Texte von Fritz Gr\u00fcnbaum und Karl Farkas gelesen. Dora Schimanko las, wie es zum &#8220;Buchenwald-Lied&#8221; kam und Sonja Henisch, die Ex-Frau vom Peter, die mir auf dem Weg  erz\u00e4hlte, da\u00df sie auch einen Verlag f\u00fcr ihre B\u00fccher sucht, las \u00fcber die Kaffeehauskultur auf der Wieden und davon, das fr\u00fcher bei H.C. alle an Artmann dachte, w\u00e4hrend das heute f\u00fcr Strache steht und auf einmal kam es zu einen Disput in dem Cafe, das eigentlich extra f\u00fcr uns aufgesperrt wurde. Es waren n\u00e4mlich doch noch andere Leute da, offensichtliche Stammg\u00e4ste, die emp\u00f6rt das Lokal verlie\u00dfen, weil sie nicht soviel von Buchenwald und Widerstandsk\u00e4mpfern h\u00f6ren wollten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-184650.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/20100405-184650.jpg?w=300\" alt=\"\" title=\"20100405-184650\" width=\"300\" height=\"168\" class=\"alignright size-medium wp-image-3146\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8220;Freundschaft!&#8221;, rief ihnen Werner Gr\u00fcner noch nach und da haben sie auch die Ausz\u00fcge von Irene Harands &#8220;Sein Kampf&#8221; vers\u00e4umt, die eine katholische b\u00fcrgerliche Dame war und sich dennoch 1935 leidenschaftlich gegen Hitlers engagierte.<br \/>\nSehr interessant, da\u00df man 2010 Widerstand erregen kann, wenn man Gr\u00fcnbaum, Farkas und Hugo Wiener liest, aber es kam noch viel Interessanter, n\u00e4mlich im Restaurant Beograd im Freihausviertel, in das wir gingen, weil es dort f\u00fcr Rolf Schwendter eine gute Fischsuppe gibt und sich auch die Wiener Gruppe in den Sechzigerjahren dort traf. Deshalb stand haupts\u00e4chlich die Wiener Guppe am Programm: Konrad Bayer, Liesl Ujvary, H.C.Artmann, Oswald Wiener, Gerhard R\u00fchm, Hannes Schneider, Elfriede Gerstl, Friederike Mayr\u00f6cker, Ernst Jandl. Aber das Beograd, das heuer seinen f\u00fcnfzigsten Geburtstag feiert, hat Live Musik und die schlug sich sehr mit der Wiener Gruppe. Elisabeth Chovanec hat zwar  tapfer  Friedrich Achleitners experimentellen Text \u00fcber die gute Suppe gelesen, aber ein serbisches Lokal und die Texte der Wiener Gruppe sind schon eine wilde Mischung und man lernt viel dabei.<br \/>\nZum Gl\u00fcck h\u00f6rten die Musiker um zehn zum Spielen auf, so da\u00df wir mit Ausnahme der Gerstl Texte, Angelika Raubek hatte schon das Lokal  verlassen, weiter machen konnten.  Susanne Aschner las noch eine Collage von Texten ihrer Tochter und ihrer Mutter, was ebenfalls sehr lehrreich war. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Ostermontag gleich den n\u00e4chsten Osterspaziergang durch den unteren Teil von Wieden, der um 13 Uhr im Otto Wagner Pavillvon am Karlsplatz begonnen hat und von Susanne Schneider liebevoll organisiert wurde. Leider war das Wetter nicht so sch\u00f6n, wie am &hellip; <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3136\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-3136","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3136\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/literaturgefluester.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}