{"id":3154,"date":"2010-04-08T00:08:25","date_gmt":"2010-04-07T22:08:25","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3154"},"modified":"2010-04-08T00:08:25","modified_gmt":"2010-04-07T22:08:25","slug":"35-jahre-freibord","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3154","title":{"rendered":"35 Jahre Freibord"},"content":{"rendered":"<p>Am 61. Geburtstag von Gerhard Jaschke, 7. April 1949, gab es in der alten Schmiede, die P\u00e4sentatation des 34. Jahrgangs der Literaturzeitschrift &#8220;Freibord&#8221;, die Gerhard Jaschke 1975 oder 1976 gemeinsam mit Hermann Sch\u00fcrrer gegr\u00fcndet hat.<br \/>\nGerhard Jaschke, der sich seit Gerhard Koflers Tod, das Generalsekreatariat der GAV mit Christine Huber teilt, kenne ich schon lange, denn ich habe, wahrscheinlich auch seit 1975, 1976 regelm\u00e4\u00dfig und sehr sch\u00fcchtern meine Texte an diversen Literaturzeitschriften geschickt, die sie meistens ignorierten, von Gerhard Jaschke habe ich irgendwann eine Antwort bekommen, da\u00df er mich gern kennenlernen will. Da bin ich, kann ich mich erinnern, zu einer IG Autorenveranstaltung in der Volkshalle im Wiener Rathaus gegangen und habe mich ihm vorgestellt. Zwei Texte im &#8220;Freibord&#8221; und zwar &#8220;Beboachtungen beim Postaufgeben&#8221; in der Nummer 54 und &#8220;Herzliebster Johann&#8221;, einen Text, den ich f\u00fcr den Marianne von Willemer Preis geschrieben habe, in der Nummer 109\/110, habe ich auch ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nZu weiteren Ver\u00f6ffentlichungen ist es nicht gekommen, aber ich habe Gerhard Jaschke vorige Woche meine &#8220;Erinnerungen an Helmut Eisendle&#8221; geschickt. Mal sehen, was daraus wird. Ich kenne die avantgardistische experimentelle Zeitschrift, die irgendwie eine Au\u00dfenseiterposition in der \u00f6sterreichischen Literaturlandschaft einnimmt, ebenfalls schon lange und besitze eine kleine Sammlung der so typischen schwarz-wei\u00dfen Hefte mit den experimentellen Zeichnungen.<br \/>\nSo zum Beispiel,  &#8220;Ausgezeichnet&#8221; , das irgendwann in den fr\u00fchen Achtzigerjahren, w\u00fcrde ich mals sch\u00e4tzen, mit einem halbnackten Gerhard Ruiss am Klo am Titelbild mit Texten von allen Stipendiaten des Jahres von Bumuk und Stadt Wien herausgekommen ist, in dem ich immer wieder gerne nachschlage, so hat Werner Herbst damals den Preis der Stadt Wien bekommen und unter den Stipendiaten waren Manfred Wieninger, Paulus Hochgatterer, Christian Steinbacher, Antonio Fian u. u. u.<br \/>\nAber auch mit Elfriede Gerstl habe ich einmal ein Buch gegen ein Freibord Heft getauscht und ich habe noch andere Hefte, so hat mich Gerhard Jaschke, als er Generalssektret\u00e4r wurde,  einmal welche aussuchen lassen und mir auch sp\u00e4ter einige geschenkt.<br \/>\nEs ist sicher eine interessante Zeitschrift und Gerhard Jaschke ein Original, avantgardistisch im Ansatz, aber auch offen f\u00fcr anderes, sonst h\u00e4tte ich die zwei Texte ja nicht drinnen und dann wieder sehr speziell.<br \/>\nGerhard Jaschke, der gern mit Werner Herbst gemeinsam aufgetreten ist, hat vor eineinhalb Jahren einen Schlaganfall gehabt und im Vorjahr seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert.<br \/>\nJetzt gabs die Pr\u00e4sentation des 34. Jahrgangs und das geschah mit einer Reihe von Lesungen. So hat Herbert J. Wimmer die Lesereihe mit Gerstl Texten begonnen und zwar las er einige ihrer Postkartentexte, die auch in der alten Schmiede aufliegen und Elfriede Gerstl hat mit Gerhard Jaschke das Freibord zum Thema Traum herausgebracht. Danach kamen einige j\u00fcngere, durchaus bekannte Autoren, wie Silke Hassler, Christian Futscher, Thomas Havlik, Regina Hilber und Annette Krendelsberger. Musik und zwar recht schwarze Wienerlieder gab es von Thomas Hosja und Helmut Emersberger. Gerhard Jaschke las aus seinen Frankfurter Notaten &#8220;rund um die gr\u00fcne so\u00dfe&#8221;, einen Text, den ich schon vom letzten xxxxxxx-small kenne, wo er mit seinem Freibord-Buchverlag auch immer auftritt und Peter Matejka aus der Festschrift zum sechzigsten Geburtstag &#8220;ich hoffe, ich st\u00f6re&#8221; und einen Spezial guest, der nicht im Programm angek\u00fcndigt war, gab es auch und zwar die lettische Dichterin Liana Langa, die gemeinsam mit Kurt Neumann ihren Gedichtzyklus &#8220;Die Unzugeh\u00f6rigen&#8221; vortrug, der in der Zeitung  &#8220;Der Hammer&#8221; abgedruckt ist.<br \/>\nNachher gabs ein wirklich gutes georgisches Buffet mit einer Art Geburtstagstorte und einige bekannte Gesichter, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Eva Dite, Silvia Bartl, die noch bis Juni im Literaturhaus ist, Thomas Northoff, Monika Giller, Christine Huber und Elfriede Haslehner, die sich wieder einmal wunderte, was ich so viel zu schreiben habe. Seit ich das Literaturgefl\u00fcster betreibe, schreibe ich ja immer mit, was f\u00fcr die Konzentration und zum Nachschlagen h\u00f6chst angenehm ist und einige Leute wundert.<br \/>\nIch wei\u00df, ich schreibe der Elfriede zu viel und habe mich auch fr\u00fcher in Veranstaltungen gesetzt und dort an meinen Texten geschrieben, was ebenfalls ihren Unmut erregte, ich aber nicht mehr mache, obwohl ich  denke, das das Literaturhaus und die alte Schmiede eigentlich  geeignete Orte zum Schreiben sind&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 61. Geburtstag von Gerhard Jaschke, 7. April 1949, gab es in der alten Schmiede, die P\u00e4sentatation des 34. Jahrgangs der Literaturzeitschrift &#8220;Freibord&#8221;, die Gerhard Jaschke 1975 oder 1976 gemeinsam mit Hermann Sch\u00fcrrer gegr\u00fcndet hat. 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