{"id":316,"date":"2008-10-22T00:00:14","date_gmt":"2008-10-21T22:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=316"},"modified":"2008-10-22T00:00:14","modified_gmt":"2008-10-21T22:00:14","slug":"vom-ohrenschmaus-zum-prager-fruhling","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=316","title":{"rendered":"Vom Ohrenschmaus zum Prager Fr\u00fchling"},"content":{"rendered":"<p>Die Jurysitzung im Albert Schweitzer Haus war um 17 Uhr. Ich bin p\u00fcnktlich hingekommen, Heinz Janisch, Friedl Hofbauer und Eva Singer waren schon da.<br \/>\nFelix Mitterer ist kurz nach mir gekommen, wollte den Punkt Prosa, den er durchgesehen hat, als erstes besprochen haben und ist danach gegangen.<br \/>\nBarbara Rett und Kurt Palm haben ihre Terminvorschl\u00e4ge geschickt.<br \/>\nEs war ein sch\u00f6nes Arbeiten bei Kaffee und Mineralwasser. Nach vierzig Minuten waren wir fertig und hatten unsere drei Vorschl\u00e4ge in den Sparten Lyrik, Prosa und Lebensbericht gefunden, die  den Preistr\u00e4gern von 2007 vorgelegt werden, die die Endauswahl treffen werden.<br \/>\nSpannend bis dahin zu warten.<br \/>\nAm 9. Dezember um 19 Uhr wird im Museumsquartier  das Geheimnis gel\u00fcftet und die Preise vergeben werden.<br \/>\nEs wird auch wieder eine Zotter-Schokolade mit dem Siegertext geben. Und damit die Ungeduld nicht zu gro\u00df wird, als kleinen Vorgeschmack  einen Gedichtausschnitt von Renate Gradwohl, die voriges Jahr den Lyrikpreis gewonnen hat:<\/p>\n<blockquote><p>K\u00fcssen lernen<\/p>\n<p>Liebe dich-k\u00fcssen lernen<br \/>\nPeter sagt von Herzen: &#8220;K\u00fc\u00df die Hand sch\u00f6ne Frau&#8221;<br \/>\nRenate sagt &#8220;Sch\u00f6ne Krawatte&#8221;<br \/>\nGehen spazieren<br \/>\nBank sitzen &#8211; k\u00fcssen lernen.<br \/>\nBlumen pfl\u00fccken, sch\u00f6ne Blumen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Danach war ich etwas ratlos, denn es war dreiviertel sechs, ich wollte in das Literaturhaus zu der Veranstaltung &#8220;20 Jahre Prager Fr\u00fchling&#8221;, die aber erst um halb acht begonnen hat. Was bis dahin unternehmen?<br \/>\nIch bin ein bi\u00dfchen in Richtung Stadt gegangen, habe an der Kreuzung vor dem Schottentor Felix Mitterer getroffen, der sich  gewundert hat, da\u00df wir so schnell fertig waren und ins Cafe Alt Wien wollte, um Freunde zu treffen, bevor er  sich zuerst nach Tirol und dann zur\u00fcck nach Irland begeben wird.<br \/>\nVon Felix Mitterer habe ich  im Mittagsjournal geh\u00f6rt, wird am 13. November ein Franz Fuchs &#8211; Monolog im Theater in der Walfischgasse uraufgef\u00fchrt.<br \/>\nEr ist dann in den Bus gestiegen. Ich bin zu Fu\u00df zuerst in die Buchhandlung &#8220;Kuppitsch&#8221; und dann zum &#8220;Morawa&#8221; in die Wienzeile gegangen, um nachzuschauen, was  an &#8220;Messematerialien&#8221;  zu bekommen ist, um sozusagen auch das Originalerlebnis von schmerzenden Schultern zu haben,  um Frankfurt endg\u00fcltig abzuschlie\u00dfen.<br \/>\nJetzt habe ich einige Prospekte und Zeitungsbeilagen, wie den &#8220;Falter B\u00fccher-Herbst&#8221;, die ich sonst bei der Messe bekommen h\u00e4tte und einen Stapel Werbekarten zur Buch-Wien, samt Lesep\u00e4sse.<br \/>\nIm Literaturhaus ging es, um das Buch &#8220;LET LET Im Flug der Jahre&#8221; ein tschechisches Untergrund Tagebuch von 1952-1968, wo sich das Ehepaar Jandl- Mayr\u00f6cker offenbar mit dem Paar Bohumila Gr\u00f6gerova und Josef Hirsal angefreundet und ausgetauscht hat.<br \/>\nMaximilian Droschl hat das Buch 1994 herausgegeben. Friederike Mayr\u00f6cker hat gelesen und Jirsi Grusa mit Max Droschl diskutiert. Cornelia K\u00f6ndgen  hat das Buch vorgestellt, das eine sehr private Seite des Prager Fr\u00fchlings beschreibt.<br \/>\nDas war interessant und  die Veranstaltung prominent besetzt.<br \/>\nSo ist Bodo Hell mit Angelika Kaufmann hinter mir gesessen.<br \/>\nAnni B\u00fcrkl, die auch kommen wollte, habe ich nicht gesehen und Silvia Bartl, die Programmgestalterin hat mich etwas gequ\u00e4lt angel\u00e4chelt, w\u00e4hrend sie die Prominenz betreute.<br \/>\nIch bin mit meinem Weinglas  allein herumgestanden, nachdem ich am Buffet Bibiane begr\u00fc\u00dft  und den Medizinstudenten zum Fertigwerden seines Studiums gratuliert habe und dann daran gedacht, da\u00df ich am Montag nach der GAV-Versammlung wahrscheinlich im Literaturhaus anrufen werde, um einen Termin f\u00fcr meine zwei eingereichten Veranstaltungen zu bekommen.<br \/>\nAber in den letzten zwei Jahren wurden meine Veranstaltung zu den prek\u00e4ren Arbeitsverh\u00e4ltnissen und die Frauenlesung mit dem Titel &#8220;Die Mittleren&#8221;  abgelehnt, weil sie   nicht spekul\u00e4r genug erschienen.<br \/>\nWas mache ich, wenn mir das wieder passiert?, habe ich gedacht. Aber erst werde ich am Freitag zu dem Abschiedsfest von Heinz Lunzer gehen, wo auch Friederike Mayr\u00f6cker  lesen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jurysitzung im Albert Schweitzer Haus war um 17 Uhr. Ich bin p\u00fcnktlich hingekommen, Heinz Janisch, Friedl Hofbauer und Eva Singer waren schon da. 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