{"id":3250,"date":"2010-04-23T17:35:24","date_gmt":"2010-04-23T15:35:24","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3250"},"modified":"2010-04-23T17:35:24","modified_gmt":"2010-04-23T15:35:24","slug":"welttag-des-buches","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3250","title":{"rendered":"Welttag des Buches"},"content":{"rendered":"<p>1995 hat die Unesco den Todestag von Shakespeare und Cervantes zum Welttag des Buchs erkl\u00e4rt.<br \/>\n1998 habe ich das in Wien mitbekommen, denn da war diesbez\u00fcglich sehr viel los. So wurde ein vom \u00f6sterreichischen und ein vom deutschen Hauptverband herausgegebenes Buch, eine Anthologie von Texten gut verk\u00e4uflicher B\u00fccher, in \u00d6sterreich war das eine Sammlung der Gegenwartsautoren, verschenkt und ich bin an diesem Tag in die Rasumofskygasse gegangen, um mit Gerhard Kofler meine Frauenlesung, die ich damals in der alten Schmiede hatte, zu besprechen und habe mir die B\u00fccher in den Buchhandlungen um den Stefansplatz geholt.<br \/>\nEs gab auch in den anderen Buchhandlungen viele Gratisb\u00fccher, so hatte der Hintermeier eine Kiste, aus der man sich was aussuchen konnte, da war etwas von Peter Weiss dabei und Donauland hatte  eine Buchhandlung auf der Mariahilferstra\u00dfe aufgemacht und Herzerln, B\u00fccher und Bleistifte verteilt und auch der Libro oder Amadeus hatte ein eigenes Gratisb\u00fcchlein, das der Famler herausgegeben hat.<br \/>\nDa war ein paar Jahre lang viel los und ich habe mir den 23. April im Kalender eingetragen, um mir zwischen meinen Stunden, den Gratisb\u00fcchersegen zu holen und vor den Buchhandlungen standen Werbem\u00e4dchen mit Rosen, die sie verteilten, weil man in Spanien am Tag des Buches, den Frauen Rosen schenkt.<br \/>\nDie deutsche Anthologie wurde am ehesten eingestellt oder war in \u00d6sterreich nicht mehr zu bekommen, Amadeus ging in die Krise und wurde zum Thalia und Walter Famler zum Generalsekret\u00e4r der alten Schmiede.<br \/>\nDas Geschenkbuch des Hauptverbandes gibt es noch immer und das ist eine sehr sch\u00f6n gemachte Anthologie zu einem bestimmten Thema. Ein paar Jahre hat es die Evelyn Polt-Heinzl gemacht.<br \/>\n2007 waren wir mit  Ruth Asp\u00f6ck um diese Zeit auf der Donauradreise, da kann ich mich erinnern, da\u00df ich in Straubing und in Regensburg nach dem deutschen Buch suchte, es gab aber nur die Ausgabe f\u00fcr Kinder. Dann sind wir in St. P\u00f6lten aus dem Zug ausgestiegen, der Thalia hat gerade zugemacht, beim Schubert habe ich das Buch dann noch bekommen. Das Thema war, glaub ich, &#8220;Buchhandlungen&#8221;.<br \/>\n2007 und 2008 hat es auch eine B\u00fccherstra\u00dfenbahn &#8220;Buch am Zug&#8221; oder so gegeben, die den ganzen Tag mit Programm und Interviews am Ring entlang gefahren ist.<br \/>\n2007 habe ich das vers\u00e4umt, 2008 bin ich ein St\u00fcck mitgefahren, habe von den Interviews zwar nicht sehr viel mitbekommen, weil man nicht sehr nahe rankonnte, es wurden aber Bananen und kleine Marmeladegl\u00e4ser verteilt.<br \/>\nDas gibt es ebenfalls nicht mehr und seit einigen Jahre ist es auch schwierig, das Gratisbuch zu bekommen, weil das nicht mehr alle Buchhandlungen hatten, da die B\u00fcchh\u00e4ndler daf\u00fcr bezahlen m\u00fc\u00dfen. Bei der Buchwoche und der Buch-Wien liegt es zwar auf, im Vorjahr hat mich der freundliche Buchh\u00e4ndler auf der Margaretenstra\u00dfe auf die Wiedner Hauptstra\u00dfe geschickt und heuer, habe ich bei www. buecher.at gelesen, k\u00f6nnen die Buchh\u00e4ndler f\u00fcr Helmut A. Gansterers Zusammenstellung &#8220;Erlesene Reisen&#8221;, einen Euro verlangen, die dann den Roten Nasen gespendet werden.<br \/>\nAlso hoffe ich es bei der Buch Wien zu finden, wenn ich dorthin komme, lese ohnehin nicht so gerne Anthologien und habe auch gen\u00fcgend B\u00fccher und, da\u00df der Buchhandel in der Krise ist, weil  das E-Book kommen soll, wei\u00df ich auch.<br \/>\nIm Kurier gab es jedenfalls vor ein paar Tagen einen Artikel, auf was man sich einl\u00e4\u00dft, wenn man E-Books liest, welche Rechte man dann hat oder eben nicht hat.<br \/>\nAber die E- Books sind  ohnehin nicht so begehrt, h\u00f6re ich ja immer, die Leute sagen, da\u00df sie damit nicht lesen, weil sie ein Buch in der Hand halten, riechen und angreifen wollen.<br \/>\nIn einer Radiodiskussion habe ich geh\u00f6rt, da\u00df die \u00d6sterreicher 9, irgendenwas B\u00fccher im Jahr lesen und die Deutschen 8,.. .<br \/>\nDa liege ich weit dar\u00fcber und seit ich meine B\u00fccher rezensiere, lese ich \u00fcberhaupt bewu\u00dfter und versuche meine SUBs zu \u00fcberschauen und in  Griff zu bekommen.<br \/>\nIch f\u00fchle mich von den E- Books und dem Aussterben der B\u00fccher auch nicht bedroht, denn f\u00fcr die zwanzig Jahre, die ich wahrscheinlich noch gut lesen kann, die Sehkraft l\u00e4\u00dft ja irgendwann nach, bin ich versorgt und bis es vielleicht keine B\u00fccher mehr gibt, bin ich schon gestorben und hinterlasse einige tausend St\u00fcck.<br \/>\nDa\u00df ich keine B\u00fccher kaufe, die zwanzig Euro kosten, habe ich mir auch schon lange angew\u00f6hnt. Als Studentin habe ich das getan, jetzt gehe ich zu den Ein-Euro-W\u00fchlkisten, tausche oder in neuester Zeit zu diesen B\u00fccherschrank.<br \/>\nDen Hauptverband wirds nicht freuen, mich aber schon, habe ich bez\u00fcglich meiner eigenen B\u00fccher, den illegalen, wie es Martin Potschka einmal nannte, ein anderes Trauma, denn ohne ISBN Nummer und Verlag, ist es schwer Anerkennung und Beachtung zu finden.<br \/>\nDa habe ich gestern wieder eine Internetseite gefunden, wo man seine B\u00fccher pr\u00e4sentieren kann, aber  Bods und Zuschu\u00dfverlagserzeugnisse sind nat\u00fcrlich ausgeschlossen.<br \/>\nDas ist auch ein Kampf gegen Windm\u00fchlen, da bin ich wieder beim Cervantes und Christiane Zintzen hat in ihrem Blog einen interessanten Artikel \u00fcber die Netzliteratur. Da ist n\u00e4mlich am 9. April in der FAZ ein Artikel gegen Blogs erschienen,  deren Wert abgesprochen wurde. Was ich ebenfalls nicht finde, bin ich ich ja immer fasziniert, was man alles in den Blogs so finden kann. Zum Beispiel denke ich, da\u00df sich der Hauptverband f\u00fcr B\u00fccherblogs interessieren sollte, weil die Leute da ja genau beschreiben, was sie so lesen.<br \/>\nSie lesen zwar meistens das, was mich nicht so unbedingt interessiert, n\u00e4mlich Chick lit, fantasy, Krimis ect, aber das sind wahrscheinlich, die B\u00fccherk\u00e4ufer und der Hauptverband hat auf seiner Seite auf eine Aktion hingewiesen, wo zum Tag des Buches eine zeitgem\u00e4\u00dfe Bezeichnung f\u00fcr bibliophile Menschen gesucht wird.<br \/>\nB\u00fccherwurm und B\u00fccherratte haben ausgedient, weil eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung f\u00fcr Menschen, die gern lesen, wie soll man das also besser nennen?<br \/>\nBis neunten Mai kann man, unter info@literaturmanagement einen Vorschlag machen und ein Buch \u00fcbers Lesen dabei gewinnen.<br \/>\nIch habe mir Markus Zusaks &#8220;Die B\u00fccherdiebin&#8221; ausgesucht und &#8220;EWKUAAs &#8211; Engagierte Wissen- Kultur und Antialpabetisierungsaktivisten&#8221; vorgeschlagen.<br \/>\nMal sehen, ob ich das Buch bekomme und was bei der Aktion herauskommt, denn Lesen ist nat\u00fcrlich wichtig, das Faszinierende am Internet ist aber, da\u00df sich da immer mehr Menschen finden, die dar\u00fcber schreiben und ich glaube auch, da\u00df das ein bi\u00dfchen Unabh\u00e4ngigkeit bringen kann, denn man kann ja seine B\u00fccher wirklich selber machen und selbst bewerben und auf meinem Blog kann ich auch dar\u00fcber schreiben und sogar ein Filmchen drehen, wenn ich das will.<br \/>\nDas will ich, glaube ich, nicht, soll aber am 28. 5. das Literaturgefl\u00fcster im Amerlinghaus in Ilse Kilics Veranstaltung zum &#8220;Allt\u00e4glichen Leben&#8221; vorstellen und da hab ich jetzt die Einleitung geschrieben und da ich nur f\u00fcnfzehn Minuten Lesezeit habe, werde ich den Startartikel zur &#8220;Sommerfrische&#8221;,  die &#8220;Spurensuche&#8221; und noch einige Kommentare zur  &#8220;Poet Night&#8221; lesen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1995 hat die Unesco den Todestag von Shakespeare und Cervantes zum Welttag des Buchs erkl\u00e4rt. 1998 habe ich das in Wien mitbekommen, denn da war diesbez\u00fcglich sehr viel los. 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