{"id":3281,"date":"2010-04-27T00:09:47","date_gmt":"2010-04-26T22:09:47","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=3281"},"modified":"2010-04-27T00:09:47","modified_gmt":"2010-04-26T22:09:47","slug":"podium","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/literaturgefluester.at\/?p=3281","title":{"rendered":"Podium-Werkstattheft"},"content":{"rendered":"<p>Im Literaturhaus wurde am Montag das neue Podium-Heft &#8220;Werkstatt 2010&#8221; vorgestellt.<br \/>\nDie nieder\u00f6sterreichische Literaturzeitschrift wurde 1971 von Alfred Gesswein gegr\u00fcndet und sp\u00e4ter von Alois Vogel herausgegeben. In den Achtzigerjahren als ich noch hoffnungsfroh meine Texte an die Literaturzeitschriften schickte, habe ich von Alois Vogel eine Karte bekommen, da\u00df er meinen Slavica Text in der Nummer 63 herausbringen will und hat mich gefragt, was wir als Titel nehmen sollen? Wir haben uns  f\u00fcr &#8220;So einfach ist das&#8221; entschieden und der Text &#8220;Einige \u00dcberlegungen zur Selbstmordgef\u00e4hrung oder ausschlaggebend ist, da\u00df der Tod auch nach Teheran kommt&#8221;, den ich f\u00fcr das Selbstmordprojekt der GAV geschrieben habe, und bei einem von Manfred Chobot organisierten Symposium in der alten Schmiede vorgestellt habe, ist in der Nummer 81 erschienen und Ausz\u00fcge aus meinem nie ver\u00f6ffentlichten Roman &#8220;Das alternative Leben oder Quellen des Gl\u00fccks&#8221; gibts im Podium 90. Das war offenbar auch so ein Werkstattheft, wie die soeben erschienene Doppelnummer.<br \/>\nSeither  sind keine Texte mehr von mir im Podium erschienen, wohl aber eine Rezension zur Globalisierungsnovelle von Alois Eder, da ich gelegentlich meine B\u00fccher als Rezensionsexemplare hinschicke, die Hannes Vyoral, immer freundlich entgegennimmt.<br \/>\nAlois Vogel ist inzwischen verstorben, das Heft ist viel dicker geworden und erscheint, wie Barbara Neuwirth, die durch den Abend f\u00fchrte, erkl\u00e4rte,  meist als Themenheft und ich kann mich erinnern, da\u00df ich im  bewegten Jahr 2000 sehr viele Themenhefte mit meinen Texten beschickte.<br \/>\nInzwischen habe ich das Herumschicken aufgegeben, nur meine B\u00fccher schicke ich noch zum Rezensieren hin und Hannes Vyoral war auch diesmal freundlich,  hat er mir doch, als ich das Literaturhaus betreten habe, gleich ein Podium in die Hand gedr\u00fcckt und der Werkstattbericht, der in dem Heft enthaltenen Autoren, ist sicher interessant.<br \/>\nViele bekannte Namen, viele GAV-Autoren, die auch bei der Freiheit des Wortes gelesen haben und einige j\u00fcngere Talente.  Gelesen haben Annett Krendelsberger, Monika Vasik, Manfred Chobot, Axel Karner und Barbara Neuwirth, die auch einige andere in dem Band enthaltende Texte kurz vorstellte, erz\u00e4hlte noch, da\u00df die Autoren ein kurzes Statement, wie sie schreiben, ihren Texten vorangestellt haben.  Annett Krendelberger hat begonnen und die habe ich erst vor kurzem beim Gerhard Jaschke Abend in der alten Schmiede geh\u00f6rt. Annett Krendelsbergers Work on progress hie\u00df &#8220;Beweislast&#8221; und handelt vom  Tagebuch einer schwangeren Frau, die sich klarwerden will, ob sie sich f\u00fcr oder gegen das Kind entscheiden soll und durch Barbara Neuwirths Einleitung erfuhr ich auch, da\u00df die 1967, in Wien geborene Annett Krendelsberger einige Male beim FM4 Wettbewerb gewonnen hat.<br \/>\nDann kam Axel Karner an die Reihe, den ich von der GAV und seiner Mitwirkung beim Tag der Freiheit des Wortes kenne, er las aus einem Gedichtzyklus, der im Herbst bei Wieser erscheinen wird. Ein Alphabet der Tiere oder &#8220;Chanson grillee, wo es von A bis Z zu jedem Buchstaben, ein Tier und ein Gedicht geben wird.<br \/>\nEingeleitet wurde das Ganze von einem Prosatext &#8220;Schlachtvieh&#8221;,   angeregt von einer Lithografie des mexikanischen Malers Francisco Toledo, dann kamen die politischeren Wirtschaftsgedichte, der 1960 geborenen, als \u00c4rztin t\u00e4tigen Monika Vasik, die 2003 den Lise Meitner Preis gewonnen hat und die ich bl\u00f6derweise mit der 1963 geborenen Gabriele Vasak, die 1998 bei Milena &#8220;Mausersegeln&#8221; geschrieben hat, verwechselte und am Schlu\u00df den altbekannten GAV-Kollegen Manfred Chobot, der schon lange im Podium ist und dessen Work on progress aus Traumgeschichten besteht.<br \/>\nDas Publikum war, wie Barbara Neuwirth erw\u00e4hnte, voll von Autoren. Bruni Langthaler, Elfriede Haslehner, Ilse Tielsch, Erich Schirhuber, Eleonore Zuzak u. u. u.<br \/>\nAu\u00dferdem habe ich mich lang mit Franz Blaha unterhalten und als ich  beim Wein stand, ist die Schauspielerin Eva Agai, die ich vom Klub logischer Denker kenne und schon lange nicht mehr gesehen habe, auf mich zugekommen und mir erz\u00e4hlt, da\u00df sie mit Monika Vasik in die Schule gegangen ist und deshalb im Hintergrund ihre kritischen Anmerkungen zu den Wirtschaftsgedichten gelesen hat.<br \/>\n &#8220;Wirtschaft? Warum gerade Wirtschaft? F\u00fcr mich w\u00e4r das nichts!  An Gedichten l\u00e4\u00dft sich nichts verdienen, also sind sie nicht wirtschaftlich!&#8221;<br \/>\nEs war  eine sehr interessante Veranstaltung unter Freunden, wie Christiane Zintzen in ihrem Blog so sch\u00f6n schreibt und Barbara Neuwirth bedauerte in ihren Schlu\u00dfwort, da\u00df das die letzte Veranstaltung ist, die Silvia Bartl betreut und die habe ich auch gesehen und die Bibiane hat die Getr\u00e4nke ausgeschenkt,  fotografiert und ist mit dem G\u00e4stebuch herumgegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Literaturhaus wurde am Montag das neue Podium-Heft &#8220;Werkstatt 2010&#8221; vorgestellt. Die nieder\u00f6sterreichische Literaturzeitschrift wurde 1971 von Alfred Gesswein gegr\u00fcndet und sp\u00e4ter von Alois Vogel herausgegeben. 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